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Der Orden Bne Briss · 1933-06-01 · Nr. 6 - Juni (6.1933) · p. Seite 66

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 6 - Juni (6.1933)
Date
1933-06-01
Page
Seite 66 (sequence 2)
Language
German
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t um wertvolle Menschenleben — aber auch in Bereitschaft, was in Menschenkräften steht,- zur Hilfe zu tun Über das Schicksal der Verlassenen ist man noch im Un klaren, aber man glaubt an Rettung und will retten Man sammelt Mittel und ersinnt Maßnahmen, zu ihnen zu. gelangen. * # .> * Die Arbeit der Ungebrochenen nimmt, ihren Fortgang. Mur hin und wieder fällt in die Sammlung der Kräfte und Menschen, die einem,bestimmten Ziel, einem Ausgang zustreben, ein Schatten von Zweifeln, \erzweifeln. Verzagtheit, die bängliche Frage des: warum? wohin? . Stct^ aber erhebt sich Kraft der einzelnen zum \\ illen des Ganzen. Das Ganze arbeitet in Vertrauen. Glauben. Zuversicht und Tatkraft der Lösung, der Erlösui: g entgegen). . J u d e n t u m i m Weltganzen war stets e n Ringen um mehr als «las bloße vegetative Sein. Es war und ist ein Ringen um geistige Kräfte, um den jüdisch« n (iedank'ii. der ein Gedanke der Sittlichkeit, der Hil e ist. In chur schweren Tagen «1er G«lgenwarf zeigt es sich in «len Formen, die «1er Stunde «l«*s enlens angepallt sind. Mau sammelt Mittel) hüben und «1 üben. Die Leitung getraue sich nur, eine prozentua e Besteuerung von Eiiikommeh und Vermögen herbeizt führen. Not muß Verständnis und Opfer linden. Ei n schuß für Hilfe und A u f b Beratungsstellen «1er jüdischen Orgar gerichtet: von der Gemeinde, vom Zionistischen Vereinigung, der Zentral-Vohlfahrtsatelle, dem Hilfsverein der Deutschen Juder l inschichtungsbestrehungen, Unterrichts- und Schulfra Eine Künstlerhilfe Auswanderung finfai ^reicher Arbeit 1 gen wir«l Aufmerksamkeit gewi«lmet. ist eingerichtet worden. Fragen der «len berechtigtes Interesse. Die Großloge fügt sich in sehr um in den Kreis dieser Stellen eiij. Daß tucli materielle Hilfstätigkeit damit verbunden ist, brau« ht hier nur an gedeutet zu werden. L'lisere Freun«le| sirid überall nicht müßig. * . . I I st Reich säusa ul ist gegründet, isa ionen sind ein- Centralverein, der Den Berufs-,ynd Alles« ist im Aufhau. Eines abef i forderlich: Einheitlichkeit in «1er Füll Zusammenfassung, keine Sonderaktionen nahm«*. Eindämmung einer an sich iven|i gt-duld. Darum: Tätigkeit im einzelnen ganzen. Arbeit aller der Lösung, der Erl«k Erkennet die’Zeichen der Zeit! von Br. Abraham Löb IB. A iSbehalte denn die Erhenntmfest mit' deinem Herzen, dal*-» ie ■ ein Mann reinen Sohn erziehet, aUo Cott. dein Cott. dich ^erziehe. V. .Mos. 8. 3. t her die deutschen Ju«len ist eine Katastrophe hyreinnebrochen. wie sie uns noch vor wtmiiren Monatbn * t undenkbar schien. Verwurzelt in Deutschland, verbunden mit seiner Kultur haben sich die deutschen Juden seit «len Befreiungskriegen sicher im Besitz ihrer Gleichberechtigung gefühlt. Die Schreckeij des Jahres 10*16. «les Jahres 1208. der J^ihre 13.16—11.1? und 1.14ft—.11 hatten blühende uralte Gemeinden in Deutschland v erniehtet. Die (Zahl «1er Juden ist seit «lipser Zeit eigentlich ni«‘ wieder so angewachsen, daß ilie Juden einen zahlenmäßig erheblichen Anteil an der Gesamtbevöl ve-- run:i Deutschlands hatten wie int Mittelalter. Ln«! dennoch ist diese kleine Minderheit in «len Vordergrund der Tagesereignisse gerückt. Es ist müßig, darauf hinjzuweisen, daß wir stets unsere Pflichten treu erfüllt hauen. Es ist gegenüber der Übertreibung <l«-s Rassegedankens wenig damit gedient, wenn wir darauf hinweisen. «laß schon im Jahre .121 «lie Juden im römischen Köln «fine Gemeinde bildeten, und daß «lie germanischen Staaten, «lie sich auf «len Trüjnmem des Römerreichs gründeten, sie als römische Bürger vorfandeu und ihnen alle Re<jhte beließ«*!!, die sie als solche hatten. 66 Auch die Reformation, an die das land bewußt als an «lie große «leutsehe ausgehenden Mittelalters anknüpft, is|t in des Judentums nicht so weit gegangeti wie die nationale vor allem errang, planvolle ohne Fühlungländlichen Un- Samrnlung im sung entgegen! ( L) neue Deutsch- Revolution des der Ablehnung Bewegung unserer Tage. ir müssen an «len Gedanken gewöhnen, daß wir «las Verhält! is zur Umwelt neu ordnen müssen. Die Zeit ist schwer und iart und erfordert den Zusammenschluß zur gegenseitigen Hilfeleistung und zur intensiven Pflege der ebenen geistigen Überlieferung. Diese Probleme siml abe ■ nur dann zu lösen, w tmi wir zunächst die Zeiche« Jder Zeit beachten, sie zu erkennen suchen und aus deii Lehren der Tagesereignisse die sachliche Haltung vjiedergewinnen, «lie unsere Vorfahren stark gemacht hati alle Katastrophen zu überdauern uiul jedes Martyrium [mit Gleichmut, Er-; gehuiig und Wiirile zu tragen. Die-Juden waren stets Kinder einer bis in die tiefsten Tiefen aufgewühlten Zeit und dennoch haben sie sich jstets zu einer Art I Zeitlosigkeit «lurchgerungen, «lie ilpien den eg ins Freie, in «lie Freiheit d«*s Geistes, gjebalnit und sie vor .Melancholie, Mutlosigkeit und Verzweiflung bewahrt hat. Ihr innerer Halt war es, dertihnei nach außen Kraft verlieh. Sie glaubten an ein ^ucli,i an ein ü ort, an das 1 ort ihres Gottes, das er ihnen an > Sinai gekündet mit «ler Aufgabe, es der ganzen Mensel iheit als höchstes Ideal der Sittlichkeit zu vermitteln] Sie glaubten ’ * l'x

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