Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1933
- Issue
- Nr. 2/3 - Februar/März (2.1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- Seite 23 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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icli auf Anfrage von einem solchen Jugendlichen er* halten habe. (Der Redner verliest eine Stelle aus einem Schreiben eines jüdischen Referendars.) Wenn einer so fanatisch für seine politische Richtung wie der Schreiber dieses Briefes eintritt, so kann ich nur sagen, es ist nicht möglich, mit einer solchen Richtung ein Komprcmiß zu schließen. Eine Jugend, die durch so viele ^Irrl iimer beeinflußt ist, wie die fanalisicrte Jugend von heute, muß erst auf den richtigen Standort zurückge{ühi t werden. Man ist zum Scheitern verurteilt, wenn nlan den jüdischen Idealismus mit diesem kraß materialistisch betonten Standpunkt der radikalisierten J ugend von heute auf eine Stufe stellen würde. 'Es kommt noch ein Moment hinzu, und zwar die Frage des inneren Friedens innerhalb unserer leigen. Diesen inneren Frieden kann man nicht mit jungen Menschen aufrecht erhalten, die grade diesen inneren Frieden nichl wollen, die den Kampf gegen alles angeblich Überlei te und Faule predigen. Die radikalisierte Jugend von nicht. Sie wird, wenn ren und wird letzten wollen. Daher dürfen ßen, wo Kompromisse in bezug auf diese ra heute will den inneren Frieden sie zu uns kommt, Kampf fiih- Endes unsere Logen zersetzen wir Kompromisse nur da schliewirklich möglich sind. Ich sehe likalisierte Jugend nur die eine erreicht durch wünschte durch leidenschaftloses Dinge, wie sie sind. sorgen, daß soziale und sozialvirtBch aftliche Ansichten li ijle be kannt sind, Gegenin unseren Reihen in weitem M stand der Betrachtung werden inan auch ^Folgerungen in dem Betrachtungen Zur Frage haben insbesondere, unsere zieht, der sozialen Hilfe Großes geleistel. Wir werden ihre Aibeit niemals mehr entbehren könr en. Alle sozial und dahin führen, daß Einzeldasein aus diesen aif diesem Gebiete Schwe Itemvereinigungen en -Fragen und Aufgaben müßten in unseren Logen durch einen sozialen Ausschuß geprüft und zentral erörtert werden. Es der Großloge ein Gremium ern gebildet Werden, das g u tsollte bei v o n 3 B r ü d achtlich z Hilfe Stell Politikern, daß dieser Männer stört hat. Die den. ’ Ich Ifaim den Emst und d e n u n g zu Fragen nehmen in Berlin so viele Beziehungen zu Statistikern und Sozialwir die sozialpolitischen Erfahrungen Für unsere Logen zentral nutzen sollten. In diesen Zui lammenhang gehört der Errichtung die damit verbundenen ler sozialen hat. Wir haben Möglichkeit, daß wir unterrichtetet!rüder in den Kreisen dieser radikalisierten lugend sprechen und aufklären lassen, um auseinander msetzen, daß der Weg, den diese Menschen gehen, falsch ist. Es ist unsere Aufgi be, den'inneren Frieden in unseren {Logen zu pflegen, dieser innere Frieden wird nicht leton'te Handlungen, sondern nur Überlegen und Aussprechen der Wenn ich mich als Beispiel anführen darf: ich b»n ganz leidenschaftslos gegenüber den Zionisten, weil ich den Zionismus kenne. Ich weiß, daß ich kein Zionist bin un 1 niemals werden kann, aber ich habe vollstes Verständnis dafür, daß und aus welchem Grund ‘man auch diesen W< gfürden lichtigen halten kann Eine Einheitsfront des Judentums kann es gewiß nicht geben, aber eine Front des inneren Friedens kann und muß es geben. Wir brauchen den inneren Frieden, wir brauchen eine Orgs nisation, in der alle Meinungen geäußert werden könner, um von der Klarheit zur Wahrheit zu gelangen. Wir müssen erfüllen, was wir versprechen. " ' * ' Damit komme ich?ur Frage der sozialen Tätigkeit unserer Logen. Hier Stecken wir auch noch in den ersten Anfängen. Diese Fragen sind unheuer schwierig, viel komplizierter als c aß unkomplizierte Betrachtung sie lösen könnte. Wir können heute keinen jüdischen Wirtschaftsstaat im Staa te bilden. Aber wir sollten Verständnis dafür haben, daß die kleinen Geschäftsleute z. B. durch die Einhei spreisgeschäfte, die häufig von Juden gegründet und ii jüdischen Händen sind, sich bedroht fühlen. Wi r können die wirtschaftlichen Grundgesetze gewiß niclit ändern, aber wir sollten dafür I auch die Frage einer zentralen Sterbt}! Lasse für d$n ganzen Distrikt. Sie wissen, daß diese Fr« ge unseren Orden schon einmal «?hp stark erschüttert and beinahe zer- Firage muß sehi enjsthäft geprüft werin diesem Zusammenhänge nicht genug die Sorgfalt rühmen, mit denen Br. Leszynsky sich dieser Frage gewidmet, hat. Noch ein letztes. In der Frage der Berufe für Brüder, die aus der Bahn geschleudert wurden, ist man bisher nicht verständig und syutematisch genug vorge- . gangen. Auch diese Frage darf nicht; dilettantisch behandelt werden. - Sie verdient unsere größte Aufmerksamkeit und sorgfältige 'methodische Behandlung. Ich glaube mit diesen Aunführu igen den großen Rahmen gegeb?n zu haben, wie wir das Logen- Icben evolutionieren können. Revolution, die nicht an das1 Gewordene anknüpft, wirkt immer zerstörend. Für uns kann nur die Evolution in* Fmge kommen. In einer Zeit des Mangels an Volks- und Völkerverständigung müssen-wir besonders auf dem Posten Stel en, um unsere Aufgabe der Verständigung durchzufüliren, unter klarer Erkenntnis der Tatsache^ daß eine ibsolute Hilfe in lieh ist. Zum Schlusie komme ich Steckenpferd zu; iick. - Alles, woi habe, h^t nur seinen Sinn, wenn Das ewige Volk! der Juden Grundsätze in der Bibel. Wer Grundsätze als I len Briss nicht nach meiner tieistepj Überzeug wahrem Sinne d«s Wprtes sein. v iedei auf mein altes ofüber ich gesprochen nan das jüdische Sein nicht, vergißt. Lnsere Aufgabe ist es, dies zu erhalten. Dies und nicht mehr haben wir :su tun. dieser Zeit nicht mög- Grundlage geben empfundenen Juc entpms, verhüt den mit der Forderung, die Grundsätze d umzusetzen. die Forder hat j seine sittlichen ine eigenen sittlichen darauf aufbaut, kann g kein. Ben Briss in Hier kann es nur eine g eines tief innerlich es Judentums ii die Praxis des Lebens 23