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Der Orden Bne Briss · 1933-02-01 · Nr. 2/3 - Februar/März (2.1933) · p. Seite 21

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 2/3 - Februar/März (2.1933)
Date
1933-02-01
Page
Seite 21 (sequence 9)
Language
German
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Innerer Ausbau der Logen Ludwig Holländer, Berlin : Die Referate des Br. Großpräsidenten und das meinige sind nicht aufeinander abgestimmt. Trotzdem wird das, was ich auszuführen habe, im wesentlichen eine praktische Aus- .- deutung dessen sein, was Br. Großpräsident in großen Zügen vor Ihnen entworfen hat. Zunächst das eine: die Verhältnisse in den Logen sind nicht einheitlich. Würde ich von einem einheitlichen Bilde in unseren Logen sprechen, so würde das pine unrichtige Darstellung sein und eine unrichtige Meinungsbildung zur Folge haben. Wir müssen die Berliner Logen von allen anderen Logen des deutschen Distriktes unterscheiden, weil in Berlin sich Verhältnisse entwickeln mußten und entwickelt haben, die mit den Logen ii^i Lande nicht .auf eine Linie zu bringen sind. Auch die Lage der Berliner Logen ist in sich völlig verschieden, und zwar nacli der Größe der einzelnen'Berliner Logen und nach der Struktur ihrer Zusammensetzung. ‘ Ich . möchte mit einem Worte bereits am Anfänge auf diese soziologische Struktur der Logen eingeben, indem ich sie auf die wertvollen Ausführungen von Br. Löwenstamm in der soeben erschienenen Festschrift zum Ordensjubiläum hinweise. Wichtige und gut begründete Angaben über den soziologischen Aufhau unserer Logen von heute sind darin gegeben. Auch aus dieser Studie geht hervor, daß die Verhältnisse in unseren Logen von einander sehr verschieden sein müssen, so daß vor Verallgemeinerungen nur dringend gewarnt werden kann. f f Ich füge ein zweites hinzu. Bei diesem zweiten muß das Messer des Chirurgen ansetzen. Gewisse Dinge sind in unseren Lögen unhaltbar. Es wäre ganz falsch, sie mit einem Schleier zu bedecken. Es wird wirtschaftlich auf die Dauer in einzelnen Logen nicht so weiter gehen, wie es bisher gegangen ist. Wenn einzelne Imgen mir mitgeteilt haben, daß sie nicht mehr in der Lage seien, an Brüder, ferner an Witwen und Waisen Unterstützung tn in ausreichendem Umfange zu zahlen, so ist für micli der geschehen muß. Ich suche gefunden izu haben. Lande' allein diese daß Logen! eventjjelI let werden müssen. nicht auseinander, ohne eine Lösur übcrlässen wi nicht den Logen im Sorge. Auch luf die Gefahr hin, aufgelöst, daß Häuser anders verw muß eine Ber ünigung erfolgen. Ich kömn e zu einem dritten, hebung der wirtschaftlichen Krise in gewissen Fällen das Vermögen der droht. Was icn sage, klingt vielh'icl t nicht sehr nachsichtig, ist aber «unabweisbar in dem Augenblick, wo die zu ihrer Erhaltung zwingt. zu Not der Log« .kommt di Bruder. müssen. barte Beschränkungen Wichtiger L o ge, | «lau der 'Frage der Beeinzelner Brüder, «lie Logen aufzuzehren und bedeutsamer 'i iber ist das Geistig; und Sittliche, das A lssprache verdient.. Wir müssen ujis mancher Mißstiindc bewußt werden. d^für, daß mancherlei in den Logen ■darin, daß Söhne tein Interesse für sehe ich zum Beitpiel Ordc ns Ein Symptom zu ändern ist, führender Bri der unseres unsere Dingte Laben. Hier muß müssen fragen, ist, was beute Ordens zu erlulten. Eine Genjei bestehen, wenn isch al diglau Zersetzung ein« i Gedanken de ‘ unseren Logei i was schlimmer sind, ihm den trennen. Briider wegen antworten: wir Beweis erbracht, «laß etwas v!Te in allen Punkten auch hier nach einem Ausvege und glaube, daß dieser nur darin gefunden werden kann, eine Sanierung der Logen herbeizuführen durch Weglassung von Aufgaben, die von den Logen nicht mehr erfüllt werden können. Hier muß die ganze Härte der Zeit Berücksichtigung finden. Es ist erwägenswert, in Berlin und in Frankfurt a.M. je eine Kommission eimusetzen, die sich folgende Fragen stellt: a) was bat zu geschehen, um die Logen in ihrem persönlichen B« stand«: zu erhalten; b) was kann geschehen, um die Leistungsmögliehkeit der Logei zu gewährleisten? Klärung dieser Fpagen’ muß prfolgen. Gehen wir einer Toleranz gungen der A Hierher gehört ten Juden. Erst' der einzelne werden eintreten als das Materielle das „Oschamnu“ bei ob vcyi seiten des geschehen müßt«, u: Ordens alles geschehen n das Große des nschaft kann nur dann sich jeder zu dem Grundsätze bekennt: — ein jeder zu seiner Fahne! Innere r Gemeinschaft beginnt, weiui schon eine größere Zahl vjon Menschen «1er Gen einschaft mit dem Fahnenflucht spielt. 'Es* gibt in in. großer Zahl Brüder, die nicht nur in höchst 1 >$er Verbindung n it dem O.rilen, sondern, ist, mit dem Juder turne stehen und bereit Rücken zu kehren, wem ihnen zum Beispiel die Steuei ljast bei der jüdisdlen Gemeinde zu hoch solchen Brüdern' müssen wir uns radikal Wein, hier gesagt wir!, wir brauchten diese ijirer sozialen Stellung, so kann ich nur wollen lieber in-härenen Gewändern und in einer Hütte; Zusammenkommen itls diese unerträglichen Zustand?! verewigen. In der Frage «les Verblei- Brütjem im Orden «hirf nun auf die Empeinzelnen keine Bück sicht nehmen. *W«;r Zusammenhanges mit b«iis von fuidüchkeit de« die Bedingunpejn des inneren unserer jüdiscl «len erfüllt, «le pn Gemeinschaft unter keinen Umstiinmuß ausgeseha tet werden. Wer si«di aber gar noch rühmt, «laß er die" Loge gar nicht besucht, der hat ebenfalls'seinen P atz i nj Orden verloren- Es gibt bei unfeine Art perveiser Toleranz. Darunter verstehe ich, daß man unter «lern' Deckmantel sittliche Zustände duldet, die als Schädi- IlgPmeinheit angtsehen werden müssen, die Frage des' Verhältnisses zu gelaufans einsetzen. Wir Es gibt gewiß einzelne Juden, die 21

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