Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1933
- Issue
- Nr. 2/3 - Februar/März (2.1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- Seite 19 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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jenseits deren ein umschriebenes Dasein seine Stätte haben soll. i Jugend ist ähnlich wie Kindheit ein Übergang. Wie die Kindheit darf auch die Jugend nicht über ihre Zeit hinaus dauern, lind daß die Jugend keinen bestimmten Abschluß vor sich sieht, das ist heute die große Störung des Lebensablaufes. Uns trifft sie ganz besonders, denn sic trifft uns Jufen zwiefach, vermöge unserer großen Empfänglichkeit bnd vermöge unseres ererbten Willens zum Beginnen. W)ann hört heute die Jugend auf? Wann beginnt heute das Erwachsenenalter? Das ist die große Stiftung,- des Leblensrhythmus. Darum hat auch die Jugendbewegung heute ein Ende genommen. Jugend* Bewegung hat einlen Sinn nur für eine Jugend, die Bewegung zu etwas hin ist. Sinn. Heute muß diese Prüfung des Menschen, werde 1 darum jungen Das hatte lin früherer Zeit seinen Prüfung znrücktreten hinter die des persönlichen Wertes. Wir Menschen) dieses neue Tor.aufun müssen, an dessen Eingang nicht immer ein Ein triftsh eitrag und nach dessen Durchschreiten nicht immer sin Jahresbeitrag gefordert wird. Diese Aufgabe \ erlan;;t ihr Neues, verlangt mancherlei Umstellung in unseren Logen. Aber sie ist unabweisbar, sie ist eine Lebensaufgabe. Es ist «las Gebot für die kommenden Ja ire! Suchet die jungen Menschen, ■ Menschen sicht und und führt sie hinein deV starken Hoffnnug Hieran: lieber und prüfet das Persönlich: an s aber ergeben sieh persönlicher Art. ihnen, prüfet die nit der großen Zuverdürch das neue Tor. Aufgaben wirtschaf t- Heute, und dis ist das schwerste Problem auch der Erwerbslosigkeit, ist der Mensch dazu bestimmt, für lange, wie er glaubt, bis ins Unabsehbare hin, ein junger Mensch zu bleiben. Das, was sonst ein seelisches Frohgefühl war, ein junger Mensch zu sein, das ist heute tiefste Depression geworden, ist wie eine Verurteilung zu einem Schicksal. Und das' ist neben dem Wirtschaftlichen der tiefste Grund, weshalb. die Menschen der dritten und vierter! Lebensjahrzehnte so selten bej uns sind. Zu uns kamen die, die den Platz ihrer Arbeit gelunden hatten, die es wußten, daß ein neuer Lebensabschnitt begonnen hatte. Heute ist der Platz für diese Menschen nicht da, und wer den Platz nicht hat, den verlangt cs nicht nach der Gemeinschaft, die diesem Platz seine geistige, seelische Erstreckung gibt. Deshalb fehlt unseren Logen die Jugend. Das ist es, was'der Blick in die Wirklichkeit zeigt. Und was folgt daraus? Es folgt daraus, daß wir gewissermaßen ein Tor unserer Logen nach einer Richtung hiu durchbrechen sollen, ein Tor für die jungen Menschen unserer Tage. Gewiß,wird es heute, noch und morgen und-übermorgen eibe sozial und menschlich vordringliche Aufgabe der 1 Logen bleiben, für das Alter zu sorgen, das, was gewährt werden kann, wirtschaftlich und seelisch nutzbar zu machen für die Alten, für Greise, für Witwen und für die, die ihnen anvertraut sind. Aber Alter stirbt, das ifet Gesetz des Lebens; von diesem Gesetz halte die trauervolle Fülle der Namen, die vorhin an Ihr Ohr und Herz drang, gesprochen. Alter stirbt, und es wird zur großen Aufgabe für uns, eindringlich und unabweisbar, «he Kraft, die wir trotz allem besitzen, die geistige und die wirtschaftliche, der Jugend zuzuwenden, das neue Tor zu bereiten, das Tor, durch das die Jugend unserer Tage, diese Jugend ohne wirtschaftliche Sicherung, bei uns eintreten kann. Wir hatten früher von jedem, der zu uns kam, Beweise auch seiner wirtschaftlich«! Sicherheit gefordert. Der Etat der einin seiner Gesamtwirtschaftlicher Art zunächiit. zelnen Loge wird, vielleicht wen ger heit als in dei Art seiner Zusammensetzung, eine Änderung erfahren müssen. Wir hatten -bisher gemeint, die Gleichheit aller, mit der die Loge steht und fällt, auch in der Gleich heit Nies Beitrages 2 um Ausdruck bringen zu sollen. Wer das heute forderte, der würde die Loge so eng weiden lassen, daß sie jehi bald nicht mehr atmen könr te. Heute wird es zum Erfordernis für alle Ingen, Beiträge zu bemessen auf Grund des Könnens des Einzelnen, ln welcher Form dies zu gestalten ist, das wird A jfgabc der nächsten Vorlage sein, die dem Gt-neralkomitee zu überweisen ist. ("Aber das Prinzip ist eindeutig und klar; das, was vielerwärts'in freier Regelung geschieht, soll jetzt v :rbindliche Ordnung werden. In freiem, ernstem App? 1 an sein Gewissen soll dej- Einzelne selber bestimmen, beitrag ist j— ein Schritt weiter wahren Dem okratie, eiii Schritt z auch auf diesem Wege. Aber ebenso entscheidend und welches sein Jahresauf dem Wege der r Selbstbestimmung ir ist das ist es vii Persönliche, da 1 scheidender ren Logen das Alter vpi Lehrer betrachtet wird, daß die- Jji, lehren will. Das hat sein gutes mancher Ältere zunächst darunter eigene Augen, und .wer mit eigen« n Augen sieht, hat das Recht un«l die Pflicht, auch zu 1 eiehren. Der wahre ja. auch noch mehr on seinem Schüler Das könnte jetzt Lehrer wird ielleicht heute gelegentlich' so, daß n der Jugend fast w:e der Schüler vom gend das Alter bc- Recht, wenn auch leidet. Jugend hat vielleicht noch ent- Seelisdie. In unsounterrichtet, uls er ihn unterrichte in gewissem iinne eine Betonung erfahren. Der junge Mensch, der 1 eitragslos oder gering im Beitrage in die I.oge cintritt, wird leicht unter den Drucke sein, daß er Bruder geringerer Klasse sei. ,W r müssen ihm nun «loppelt die 1 Gewißheit gleichen Rechtes, ganzer Bedeutung geben. Wir müssen ihm Gel egenheit und Raum geben, daß auch er ein Belehrender sein darf, «laß ihn