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Der Orden Bne Briss · 1933-02-01 · Nr. 2/3 - Februar/März (2.1933) · p. Seite 15

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 2/3 - Februar/März (2.1933)
Date
1933-02-01
Page
Seite 15 (sequence 3)
Language
German
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Gemeinschaft — Jugend — Hilfe. Dem Gedanken der Gemeinschaft gab auch Br. Großpräsident Poipper (tschechoslowakischer Distrikt) Ausdruck, indem er betonte, daß an erster Stelle die sorgende Frage: wie geht [es unsera Brüdern in Deutschland? ihn hierher geführt habe. Er bemerkte, daß in seinem, dem finanziell gesichertsten Distrikt, den aber auch die Wirtschaftskrise bereits erfaßt habe, die Erhaltung der Logen auf der Grundlage der'Staffelung ' durch freiwillige Beitrag« bewirkt werde, deren Ertrag dreimal so groß sei wie de|r der normalen Beiträge. Vom Gefühl der Gemeinschaft ging auch Br. Scborr (Distrikt XUI) an gegebener Stelle durch seine Auffassung über die Jugendfrage aus. — Vor dem Beginn der allgemeinen Aussprache wurden die Kommissionen eingesetzt, deren Aufgabe es war, Einzelfragen nach Abschluß des ersten Tages zu prüfen, um sie -am nächsten Tage einer rascheren Beschlußfassung zuzuführen (Finanzfragen, Wechsel in der Zusammensetzung der leitenden Körperschaften, Ritual, Ballot, Gesetzes!ragen). Es schlossen sich dile Wahlen an, die gleich am Anfang bei der Wahl das Br. Großpräsidenten Baeck zu einer herzlicheh Ovation führten, indem die Mitglieder der Tagung sich Spontan von ihren Plätzen erhoben und ihrer freudigen Verehrung durch minutenlangen Beifall Ausdruck gaben. Br. Baeck dankte bewegt für den herdichenj Ausdruck der Verbundenheit und fügte dann den Dank an alle seine Mitarbeiter im1 Geschäftsaussc liuß, Generalkomitee, Sekretariat, Büro an, wobei er sich besonders an die ausscheidenden Mitglieder wandte, auch weiterhin ihm als selbstverständlich galten. Auf einige Tat lachen konnte in der Diskussion im Sinne einer Feststellung hingewiesen werden: Gegenüber den Angriffen, denen der Orden gelegentlich ausgesetzt ist, kann mit Befriedigung betont werden, daß der von einer politischen Pgrtei neuerdings besonders stark in den Vordergrund gestellte Grundsatz: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ seit Jahrzehnten in unserem Ordenssatz: „Nichts für uns, Alles für Andere“ enthalten sei., Es konnte auch weiterhin rajs Verdienst des Ordens gebucht werden, daß ir die Popularisierung der jüdischen Wissenschaft in Deutschland wesentlich mit herbeigeführt hat. Eine Anregung, in Gemeinsamkeit mit jüdischen Korporationen und Einzelpersönlichkeiten, gegenüber den täglichen Verhetzungen, die jüdische Einstellung in einem Manifest in der Öffentlichkeit zum Ausdruck zu bringen, wurde von der Versammlung mit geringer Mehrheit abgelebpt. Der Großpräsident fügte jedoch hinzu, daß der Orden mit Aufmerksamkeit alle Vorgänge verfolgen und zii gegebener Zeit evtl, in Erscheinung treten werde.; Das stärkste Interesse der Jugendfrage als £ Versammlung wandte sich Zukunftsfrage des Ordens jede Loge glieder noc setzen mü£ te, einen -bestimmten 1 Jugendlichen Altert zu. Als Forderung wurde aufgestellt, daß in den nächsten Jahren sich zur Aufgabe unter andei em auch durch finanzft zu erreichen. Als wichtig wurd< zu großen Logen zum Zwecke regen inneien Logenlebens betra anschaulich sein, heißt ist schon ei fassen, um gäbe ist: >rozentsatz neuer Mitzu gewinnen und dies dies Entgegenkommen auch die Teilung der r Ermöglichung eines tet.! Besond ere- Beachtung fanden die Ausführungen des '* Vertreters einer nicht gerade auf f leichtem Boden arbeitenden Loge, die auf dem Gebiete der Jugendfrage sich stark und erfolgreich betätigt hat, Jugend — so sprach es aus den Mitteilungen dieses 1 ruders zu uns — ist heute schon vor der Barmizwa politisch und weltfestgelegt. Sie ist Kampfjugend. Mensch Kämpfer sein. Aber nicht jeder Kämpfer in Mensch. Wir müssen die Frühjugend erdie Spätjugend zu gewinnen. Unsere Auf* der Jugend .unssr Wollen Vorleben! Müdigkeit ist in der legel die Folge von Tätigkeit. ]xtgenmüdigkeit ist - Folge 'von Untätigkeit. Präsident muß aus sein?!ni Mitarbeiterkreise Der Menschen heranzielien und dann Chance ist den Kern erweitern, der Druck von außen Angesichts des ungeklärten Stürmens und Drängeiis der Jugend kann auf das bekannte Wort Verwieger werden: Revolution von heute iit Tradition von morgen. deren] Dienst« für die Gesamtheit ' Am Orf k e i t erwie Formen unc Geschlechts wissermaßen schauer und schweigende) 1 Bedarfsfälle hatten. Die J ugend. Dag aus der e solcher Erkenntnis: u gen und bewiesen. Gh» Paragraphen wurde zusammengeführt. Zw als Verbindungsoffizi : Zuhörer, anwesend. Hausherren, die für auch für heitere Leitung der ' Ausspr groß« Ziel ist: 1Heran Verhetzung. ■— politischen e hat sich T-ä t i g - e Organisation, ohne die Jugend beiderlei ei Brüder waren gere, aber nur als Zu- Brüder waren die Bewirtung und im lligkeit zu sorgen 4c he aber blieb der staebung der Jugend Die Geisel tagung hervortretenden Besorgnissei, Verhetzung von den Strömungen eine Ansteckung ausgehen könnte, daß man sich abschli :ßen -und die Logen altruistischer freuliclierwei >e von verschiedenen druck, daß in sich trüge i heutige Zeit dem Munde Gegenüber den gelegentlich ans der Großlogendaß angesichts der radikalen Jugendz u einem Bollwerk Anschauungen gestal :en müßte, kam erman sich vor der fürchten brauche, daß unsere Ideal; n, und daß Anschaü uig furchtlos neben Anschauung; gesetzt werden könne, Formen zerb-ochen sind — wir sind im Besitz einer Form. Wir können es wagen (nach Jugend Sprechraum und S p r e :,h z e i t zu geben Rednern zum Aus- Jugend nicht zu ihren ewigen Wert ja müsse. Wenn die an Gestaltlosigkeit leide, so klang es aus eines Vertreters aus dem Westen, wenn. Rosenzweig), der 15

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