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Der Orden Bne Briss · 1933-01-01 · Nr. 1 - Januar (1.1933) · p. Seite 7

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 1 - Januar (1.1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Erforschung der Wahrheit, aber auch unter dem ,;prozeß- Zeugerf die b : politischen“ Gesichtspunkte, daß der Zeuge aus der ib seiner zu der Frage Gegenwart staltfindehden Verhandlung die Erwägunjgen des führlicher B< i A.G. kennen lernte 1 und das A.G. wiederum durclj diesen stattet.) Tagung der Arbeitsgemeinschaft der aufl(erameri An der Tagung «er Arbeitsgemeinschaft nahmen teil: Für den deutschen j)istrikt Br. Großpräsident Baeck, fiir den rumänischen iDistrikt Br. Großpräsident Nieipirower, als Vertreter der trajnssylvanischen Logen Br. Löw Beer, fiir den tschechoslowakischen Distrikt in Vertretung des verhinderten Br.Großpräsidenten Popper Br. Vizegroßpräsident Wie^meyer, fiir den Orient-Distrikt Br. Großpräsident Niego, fiir den österreichischen Distrikt Br. Großpräsident Schnabl (als Leiter der Versammlung) und Br. Großsekrctlr Hecht, fiir die Schweizer-|.ogen Br. Expräsident Hüttner und die holländischen Logen Br.'Expräsident van Raalte. Br. Großpräsident Ader (13. Distrikt) mußte infolge einer soni dei rieh t ilere Einstellung der Zurückverweisung ist gesondert . zui Loge zu dem Fall und kennen lernte. (Aus- Großlogentagung er- Schindler. konischen Distrikte in Wien, 1 Erkrarkunf fernbleiben. Nach einem Bericht des Br. Großprä der Wcschäftsführenden bereits traditionell! gewordenen Ausfü 1 lung der Juden und die Tätigkeit der Iren Ländern seit« ns der Vertreter wurde die Stellungnahme zu einer auf der Grundlage eines Referates Baeck behandelt. Die weitere Berat Rituals wurdi; ein tr Kommission erfolgten in der Richtung der Gründ Revue upd d^r Errichtung einer Ze, anthropologische Informationen. /iid i de i Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands .Dezember 1932 äsidenten Schnabl über vGroßloge wurdeü die rungen -über die Stel- Logen in den einzelgegeben, Ausführlich ischen Weltkonferenz Br. Großpräsidenten ung des einheitlichen b|erwiesen. Vorschläge ung einer jüdischen nt rate für soziologisch- Der Verband der , jüdischen Jugendvereine Deutschlands, die größte jüdische Jugendorganisation, hielt seine neunte ordentliche Delegiertentagung am 25. und 26.IDezeinber in Frankfurt a. Mim Philantbropln ab. Die Tagung stand unter dem Motto: „Der Kampf des jungen Juden um seifte Existenz ist der Kampf derj Judenheit um ihre Zukunft*^ und wurde durch zwei grundlegende Referate der Herren Dr. Eduard Strauß, Frankfurt a. M. und Dr. Paul Eppstein, Mannheim eingeleitet. Dr. i Strauß führte aus, daß die Eigenart der jüdischen Gemeinschaft nur eine geschlossene Willensäußerung nach außen gestatte, so daß die individuelle Entscheidung des Juden notwendigerweise in die jüdische Gemeinschaft hineinmünden müsse. Aus dieser schicksalsmäßigen Verbundenheit erwachse zwangsläufig die gegenseitige Verantwortung von jüdischer 'Gemeinschaft und jüdischem Individuum. Dr. Eppstein, der seine Ausführungen mit grundlegendem statistischem Material belegte, behandelte die gesellschaftliche und berufliche Situation der deutschen Juden, insbesondere der jüdischen Jugend. Er zeigte die Konsequenzen auf; die sich für den Einzelnen und die Gesamtheit ergeben. Die lebhafte Aussprache bewies den starken Widerhall, den die aufgeworfenen Probleme im Verband finden. Drei Arbeitsgemeinschaften beschäftigten sich mit den kulturellen, wirtschaftlichen lind politischen Aufgaben des Verbandes. Das Ergebnis waren Richtlinien für die kommende Verbandsarbeitj die von der Delegiertentagung einf Chajim Nadiman Bialik. Zum 60. Geburtstag (10. Die jüdische Welt feiert in diesen Tagen den 60. Geburtstag des hebräischen Dichters Chajim Nachman Bialik. Das Leben des Dichters ist mit dem alten und neuem Juden- * tum verknüpft, mit vielen geistigen Bewegungen jler neuesten jüdischen Geschichte. Bialiks Auftreten in der neu-hebräischen Literatur, an deren Wiege der Kabbalist und Dichter Mosche Chajim Luzzatto in Italien, Mendelssohn und Wessely. in Deutschland standen, bedeutete deu Beginn einer neuen Epoche, deren Prophet und Vegkünder er wurde. Bialik, dem das Judentum kein nur rein geistiges Problem, sondern1 ein zentrales Seinsproblem . ist, lebenserfüllt und wirklichkeitsdurchdrungen, sfelltevon Anfang an seine dichterische Muse in den Dienst des Volkes. Er sollte nach Jehuda Halevis klassischer Formulierung der Schakal für die Leiden des Volkes, die Harfe für seine Freuden werden. Er brach mit Tendenz und Stil seineg Vorgänger. Aus dem in der Haskala so scharf bekämpften, ironisierten ,,Jeschiwah Bachur“, stimmig gebilligt wurden. Gleichfalls Jugendhilft werk des Verbandes eilige« t sammenwir eil mit den sozialen Institft Judenheit i rbeiten wird. Die ne je Leitung des Verbandes anwalt Dr. Fulius Ernst Herzfeld, Essfi Joe Israel, einstimmig wurde ein zt, das in engem Zutionen der deutschen lanuover und’ Kurt- Londc n tretende Vorsitzende, Rechnungsraf gart’— Kassenführung. Zu Vorsitzen teten Ämter Ji I den wurden gewählt: Recbtsa thal, Düsselt orf: Kult araint; Ernst Ho|z< Wirtschaftsaint und Jugendhilfswerk; Berlin: Amt für politische Arbeit. Die Tag mg, d>e aus allen Teilen ordentlich gut besucht war, fand einen den städtisch;n und jüdischen Behörden und der jüdisöhen und nichfjüdischen Den vom Verband beschlossene wurde folgende Entschließung vorang Der Verband der jüdischen lanJs nimmt BUS seiner gesamtjüdischr Arbeit teil, die nicht dem Interesse best Richtungen, sondern deg Erhaltung, Förderung jüdischen Gemeinscbaftslel ergibt sich für ihn die Pflicht, den K und materielle Existenz der jüdischen Juj e führ l Tebeth 5633-1-^693). Von Dr. Simoh Rjawidowicz aus dieser träg sehen oder vielmehr trsgisch-komischen Gestalt der Aufkl irungsliteratur schuf Bi ilik die Gestalt des besteht aus: Rcchtsn — 1. Vorsitzender, Berlin-stöllverius Wißinann, Stander neu eingerichwalt Herbert Felsener, Frankfurt ä. M.: Fritz Schwarzschild, Deutschlands außertarken Widerhall bei und Organisationen Öffentlichkeit. Ärbeitsrichtliuieu ejetzt: ndvereine Deutschn Haltung an jeder mmter Gruppen und dem Schutz und der dient. Hieraus ampf um die geistige Ji gend in Deutschland Matmid, jenen I lesonderen Typus des ju ngen Juden im Betin seiner reinsten wird das talmudisch Hamidrasch, den Gralshüter des aalten Judentums, den ewig lernenden, der uns jüdisches’ „Lernen“ Prägung veranschaulicht bat. Bei ihm Intellektuelle, das Asketische, das Siel-Aufopfern für’ das Ideal des Lernöns organische Einheit. Nie ist aber Bialik Romantiker gewesen. Erv bekämpfte ai ch das Alte, wo es lebensfremd, morsch und faul war. Sein dichter sches Pathos entfaltet« zen Tiefe und W i nicht nur die fre nde Welt an, sondern sich in seiner gancht in seinen Pogrom-Visionen.r Er klagte hauptsächlich die solche Greuel über sich ergehen lassen, schuld . . Aus der Schwäche des Juden Juden selber^ die Der Ermordete is i erwächst ihqi eine neue jüdische Stärke, an die er glaubt, die er so ofj die iterisch zu entfachen i ucht. Diese Visionen und viele an lere sind es, die Bial k den Mantel des i

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