Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1933
- Issue
- Nr. 1 - Januar (1.1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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lehnend gegenüber und hätten Bich ihm besser ganz femgehalten. Sie können nicht mehr gewonnen werden. Die Mühe um sie ist verloren. Ändere aber sind der Loge nur entglitten und sind dankbar, wenn man iytc. nicht einfach laufen läßt. Hier bietet sich ein großes Feld der Tätigkeit für alle Brüder, denen das Wohl von Orden und Loge am Herzen liegt, keineswegs nur für den Präsidenten. Sie können leichter herangezogen werden, nenn ihnen zugleich eine Betätigung gezeigt werden kann. Hierfür aber bietet unsere Zeit viele Möglichkeiten. Mit Einsatz seiner persönlichen Kraft,. durch Beratung, durch Betreuung kann ein Bruder einem anderen heistehen, anderen viel Gutes tun und selber die höchste innere Befriedigung gewinnen. Durch die Werbung weiter Kreise von Brüdern, insbesondere auch von fernstehenden Brüdern, für solche Aufgaben wird insbesondere der Präsident seiner I.oge und dem ganzen Orden wesentlich helfen. Die wachsende Zahl der tätigen Brüder wird dem liehen in der Loge neuen Schwung gehen. Die Wirkung wird noch verstärkt durch enge V e r h i n d u n g mit der Schwestern- Vereinigung. Die Schwestern haben mehr Zeit, sic haben auch für manche Aufgaben der Loge, vor allem für die Wohlfahrtsarbeit, ein größeres Geschick als viele der Brüder. Es ist die Frage aufgeworfen worden, oh nicht der Orden seine Tätigkeit erweitern solle. Es wurde z. B. angeregt, er gollc die Bekämpfung des Antisemitismus unmittelhär zu seiner Aufgabe machen. Die Frage ist umstritten. ’ Man mag bezweifeln, oh hei der Übernahme einer solchen Arbeit der I.oge vjjel Erfolg hgscliieden sein könnte. Wahrscheinlich werden wir besser dabei fahren, wenn gerade diese Arbeit bleibt, was sic ist, die bevorzugte Aufgabe, wenn auch nicht das Monopol des C.V. Probleme des Antisemitismus mögen in Unserer Mitte erörtert werden, in bescheidenem Umfang; denn wir sbid alle^mit ihnen so vertraut,, daß wir froh sind, wenn wir einmal eine Zeitlang von ihnen nichts hören. Lieber möge die Loge ihre Kräfte auf die Durchführung ihrer praktischen, insbesondere ihrer W o h 1 f a h r t s a u f g a h c n , vereinigen. Es . macht den Logen Ehre, daß die „Richtlinien für die Logenarbeit“, die auf Grund der Präsidentenkonferenzen von Oktober und NtWember 1931 aufgestellt worden sind, als Grundsatz feststellen müssen: „Die Hinterbliebenenfürsorge soll so geregelt werden, «laß durch sie die Existenz der Loge nicht gefährdet wird!“ Es ist also Wohltätigkeit in diesem Umfang geübt worden. Aber es ist nicht zu empfehlen, daß die Hilfe für die Brüder selbst allzuweit ausgedehnt wird. Die Loge ist mehr als ein Unterstützungsverein, ihre Aufgaben liegen auf vielen Gebieten. Der tchon mehrfach erwähnte Bericht über die Präsidentschaftskonferenzen stellt fest: „Eines wollen gerade die jüngeren geistig strebenden Brüder nicht: ein bloßer Unterstützungsverein sein. Jeder Anreiz zum Eintritt für junge Kräfte ginge verloren.“ (ranz anders, wahrhaft! werbend, wirkt jene Wohlfalirtsarbeit der Loge, die nicht den Brüdern, sondern der Welt, der jüdischen und auch der nichtjüdischen zdgutc kompit. Niemand wirft mehr an Daseinsrecht und Da* I. sciinsnotwencigkeit der Loge zweifeln, wenn sie etwa ihre B. rüder dazu bestimmen kann, jüdische Angestellte in ihren Betrieben zu beschäftigen in größerem Maße üdischcn und allgelugen *der Welt, der rung mit der Mensehen per; Die Mitarbeit der Loge in . der meinen Winterhilfe legt vor den Bijüder und der anderen, die es n:>ch nicht sind, aber wurden sollen, ein lautes Zeugnis ä!> für den Segen, der von dem Orden ausgeheii kann. Die Freude über solche dauernde Einrichtung wiirdedie Lo senarheit so beleben, daß sic mit gesteigerter Kraft ihrer sachlich und ideell M-liWeren Aufgaben gegenühertr.ete i könnte. I' Geistig muß die L^ge den Brüdern bieten, was sie .unlerwärts nicht finden. Und deslulh muß sie geistiges Leben pflegen. Die Vorträge dürfen nicht aufhören. Die Logen müssen dazu ihre eigenen Mitglieder heranziehen mul im Wege des Kcducraiistauschcs Brüder aus den Naehbarlogen gewinnen. Die Liebe dieser Brüder zum Orden und ihre Opfemilligkcit möge sich in der Bereitwilligkeit bekunden, mit der sie unter Verzicht auf Honorar dein Rufe einer folgen. Aber ganz dürfen auch die Außenstelle n d e n nicht uufh uns picht •" dem engen Kreise eu räumliche Nachbarschaft herstellt'. größeren jüdischen W i :unlieb kennen lernen, haben, und d c neuen, jetzt erst airftauchcndcii, noch unbekannten Kräfte, die sich Gottloh auch hei uns regen] Auch :nuß wohl bedacht' werden, daß mit der Veranstaltung solcher Vorträge gegen Honorar die Logen] Gutes tun, daß sie damit wie ei i Mäzen in unserer jüdischen geistigen Welt wirken, die eine solche Förderung «ringend braucht. Indessen sind Norträge keineswegs das einzige Mittel, um geistiges Lehen in der Loge anzure]gen. Es sei nur auf die Berichte des Grs c h ä f t s a u s s c h u s s e s der Groß] oge verwiesen. So Irocket^ ihre Verlesung fein kann, so fesselnd können de, in fter rich:igen Weise mul mit der unumgänglichen Sorgfalt verarbeitet, wirken. Sie bieten dann in der Tat einen Überbli *k über einen erbe ilichen Teil des jüdischen Lehe ns in Deutschland, j:, in der ganzen ■Welt, gesehen unter dem Gesichtswinkel des Ordens. Sie bewahren die einzelnen Logen (Livor, mit dem beschränkten Ho izont eines bloß örtlichen Vereins sich zu begnügen. Sie zeigen endlich d te Bedeutung der Großloge als einer. Repräsentation des gesamten Judentums. Ihre Wirksamkeit und ihre Verbindung mit den auswärtigen Großlogen geben dem Logenleben die benaehharten Loge X •Vorträge v o n >ren. W ir diirfi ■ii schließen, den die X ir suchen Beriihelt, wir sollen die die etwas zu sagen Energie und d c Weite, ohne die. es versumpfen muß. \ Richtig behandelt und vorgeträgen werden diese Berichte die Überzeugung kräftigen, 'daß die Erhaltung und Stärkung d er Großloge eine Auff abe ersten Ranges für jede einzelne Loge sein muß. Durch ihren Geist muß die Loge nicht nur für Vorträge, sondern für j :de Vcranstaltun auch für Fes;e und für das'Bru mals darf die es zum bloßen Esscji Rede und Liel, mit einem Worte jedem Te|ilrieln|ner das Bewußtsein wirken. Das gilt d e r in a h 1. Nieheruntersinken. Geist müsse in erzeugen oder er-