Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1932
- Issue
- Nr. 10 - Dezember (12.1932)
- Date
- 1932-12-01
- Page
- Seite 146 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Mit «len fo!geiul«'n Ausführungen sei im Hinblick auf. veraltete Aufnahmeverfahren Verloren. I die Großlogentagnng eine Au»sprache iilier w eröffnet, die da.» Interesseder Brüder fincen. Zif ilmen gehört: eklige Themen 1896 hat eine Loge bei der Großloge den A itrag gestellt, hei Das Ballot Die geheime Ah-timfnitnz über die Aufnahme eines Kandidaten in unsere Losen ihijrh Ktiseluns ^Ia11 durch Ah- «rahe von Stimmzetteln nennt man mit eitern englischen Worte ..Ballot" (Wahlkuzolti i. , Das Ballot w urde in hnp- (am! im Jalirr 1872 zur Wrhüttms von ah heeinfltisstinsen einzrfiihrt. Seit wann das Ballot*erfahr« n in unserem I .O.B.R. iihlieh ist. wi»«en wir nicht. Die Konstitution — in alter und in neuester Fassens 1030 — en halt nichts darüber. Wold aber finden siel» Ballotlre-tim innigen in den uns vorliegenden aitjn \**h«nze«etzrn amerd aniseher Lopen. so lioi-.|»ie|sHeisr in'den Be-timmunseii de; Jedidjah-Lose \r. 7. Baltimore, andem Jahre 1836 Seite 3. wo es heißt, daß ..drei schwarz«1 Ballen einen Kandidaten Sfhweisen**, daß jedoch hei einem Ordendmider. ih*r au« einer Loire iii tl/e andere iiherzrht. «■- neun schwarzer K»?elu heilarf, uni ihn ahzuw ei-en. Dii**»*lh«*n Be-timmu uzf*n lesen wir auch in den i»e*«e|/en fiir die Di-triktscroßfe V «.rk an- «h*m Jahre 188<V Seite 24. w o sehwar/«* Kugeln nefordert werden, um elnrn Orden-Wnuler Iwim I hrfiritt * ott einer Loire in die andern ah/nlehnen. \\ ie mit Srcherheit~aii/Hu'ehinen Kt. hale I »*2eti da- Ballot von den amerikanischen nitii, weniiideich im. Deutschen Di-trikt fiii eiilc- Brudernicht nenn Knseln. sondern \it. Distrikt \ fiir .dent-chechndriwaki-chen Staat -inil hei Brinh'rn neun -chw ar/e Kitzeln erforderlich. \ «^rzl. f .odex Sehleißner Sei Da- Ballot verfahren scheint \nn Anfan zur’ Ahlehmmc: \n.) Z an in nn-erem Di-Irfkt nicht he-omlerhelieht ze\ve>en 7U«*ein. Bereits am* 1 3. Jnlf 1881 - üNorfwei Jahre nach unsere- Orden* nach Deutschland - - mu ^••rin^er B«*teiliirun«r an der Kuzelunz ein* -tininnms zetroffen werden. (lerztifolze «irji ,-tnu r-vm)i»n Mrfzli«*«L*r «L*r Lose heim Ball h! tt**n.! 1. Protoknühiirh S. 36 ) Div-e Br-timmunz wurde in“ der 11. S r.dkomitee.-. .vom 27. Juni 1887 erneuert, h .M.Ihm-en 1880 1002 S. 120. Beschluß A ••»«•he. daH der Ge*cli:ift«nii«*rliiiß. da« Gei (?roß!o‘?*ntaziins und da* Graß!azenor"'an mit dem Balh^tverfahren he«rhliftizen m ln -trii von dei-^en 1 iipoptilaritiit. Vielfar. i!ra«A ämpft und Miänderunz oder Ah«chp Zweierlei waren <lie f*r«aclven der ein»*»* J»« k’impften die Kuzelunz im Inter ose« Nr. 1 New ebenfalls neun n die deutschen .ozen ül»7*rnomdie Ahweisuns fünf nütiz -ind. er Verpflanzung >te wesen allzu sesetzliche Bern i> gl irh-t alle t zu heteilizen tznii" des C«‘ite- - fGroßlosem er- .11.1 Dir Taleralkoipitee. die fielt wfederholt ß4en. 7ei»zt am wurde dazezen ffunz. zefordert. (peznersehaft: die «e der \u«Kreitiiou iiigiti'. Ihimlr-. die atulereit im Inteir^r der zur \uf- ^jcli imddeitden Kandidaten. W er «h-r äußeren Propaganda J»e-el»«:iftizte und «Ir»»» Orden neue Mitglieder zu/ufültren. c h.alien.. wie hemmend und iTindernd da« B htmz und Grw lumm" neuer Mitzlieder wfi len im-eije Ordm-zemeinsehaft zwinzt au har«* Kleinente zu verzichten. In-rre Lo«f«nhriider arbeiten -ijrh mit d«*r Frage ifriz bemüht war. er wird erfahren llot hei der Werkt. wie es /üweiüberall« brauchauf mannigfachen Geliieten der Wohlfahr nern zu-ammen. die — im FhrcncHonstj* Stadt oder der Gemeinde «Jehend * defi T.ozen nicht nur Verständnis. Sondern W ohlwolleu entgezenbringen. Gern wiird -öt»lirhk«'it«*ti unserem Bunde ansrhließe Stellung und der -allgemeinen Wertsrhätzu im Lehen erfreuen..wollen sie sich nicht werfen. Diese wertvollen Menschen gehen uns durch dieses 146 der Aufnahme hervorragender Persönlichk zu erlassen. Diesem Anträge konnte kein ereits im Jahre eiten das Ballot r, Folge gegeben werden, da ein besonderer Dispens zwei Arten von Brüdern geschaffen hätte. Das würde «lern Geist unseres Ord« widersprechen. Gegen den Geist unseres Ordens ist dai Ballotwerfahren an sich — iin Hinblick auf «len edeldenke ulen Juden, «1er sieh uns ansebließen w ill, um init uns mit Miarbeit|en. Die ßallotage vor «ler offenen Loge -f~ so schrieb vor Jahren mit Recht ein jüngerer Bruder — sei eine unnötige Hirte dem Bewerber gegenüber: «lie Verschwiegenheit in der Loge —- so ungefähr war seine Begründung — könne nicht so gewahrt werden, daß nicht die Tatsache der Ablehnung auch in außenstehende Kreise «IWchsickerte. Ein« Ablehnung bedeute stets für den ahgelehnten Kandidaten eine große Kränkung: ja sie sei häufig auch geeignet, ihm schwere Schädigungen in geschäftlicher untl in gesellschaftlicher Hinsicht znzuftigen. — Diesen Momenten, die pei den wieilerßriidrrn nntcrerden. daß znim Laufe der zu Verbessern. mit vielen Mändes Staates, der X irken unserer auch aufrichtiges rn sieh «liese Peralier hei ihrer lg. .deren -ie siel# nein Ballot nnterholten Debatten, «her «las Ballot von vielen strichen wurden, müßte noch hinzugefiigt v weilen auch im lautere Beweggründe «lie Abgabe von schwarzen Kugeln veranlassen. Ja. es ist sogar vorgekoinmcn. daß ein sehr wertvoller Kandidat hei eirer Ballotivriins nur ans dem Grunde abgelehnt worden ist. weil;ef ein begeisterter Anhänger einer bestimmten Richtung iiti Judentum war. ('heraus empfindliche un«l zage L erzen befürchteten. er könnte durch Agitation für seine Ideale Idie Harmonie in «ler Loge stören. Nun suchte man Zeit das Aufnahmeverfahren ahznändern und Lin den Orden vor ungeeigneten Elementen z|i schützen, hat man den Logen neben dem. Reeherchekomitee (Erkundigungsaussrhiiß) die Einsetzung von Vorpriifu igsausseh’issen empfohlen und auf deren Tätigkeit besonderen Wert und Nachdruck gelegt. LTm die Bgwerher vor Härjen und L'ngereehtigkeiten zu bewahren, wurde die Maßnahme getroffen, daß hei günstigem Ergebnis des Vorpriifungsanssehiisses. die etwaigen schwarzen Kugeln dem Präshlenten tegeniiber vertraulich motiviert werilen müßten. Be diesen Verbesserungen ist man leider stehengeblieben, ohne das lästige Ballot, das von manchen als Scherbengericht bezeichnet wurde, ahzusehaffen. trotzdem auch jetzt diej Brüder sich nur ungern an ihm beteiligen — insbesondere. |da die Kugelung eine reine Formsache geworden ist. Die Abschaffung de# Ballots wurde feri er von verschiedenen Logen wie«lerholt für Brüder gefordert, die mit Ahgangskarke aus einer Loge in die ander«' übertreten wollen. Auch diese Anträge wurd«»n jedesmal al gelehnt. Der Referent in .dieser Angelegenheit auf «ler Grolllogentagung im Jahr 1920. Br. Moritz-Stettin, sagte wörtlich: ..Ich stehe auf dem Standpunkt, zu'irgendeinem Zeitpunkt. werden w ir ja doch von dein Ballot absehen.“ sicherlich viele Brüder teilen, denn einer besseren Form für die Gewinnung undi Aufnahme neuer Mitglieder wird jetzt hei dem Rückgang Unserer Mitglrederzalil besonders stark empfunden. Hoffgn “\yir. daß der \on Br. Moritz ins Auge gefaßte Zeitpunkt jetzt|endlirh gekommen ist. und daß wir nach den Vorsehläg Willv Cohn im Jahre 1930 uns endlich entseh Diese Ansicht werilen das Bedürfnis; nach n des Br. ießen. «las Ballot, das uns wie ein lästiger Schatten seit upserem Bestehen begleitet, endlich ahzusehaffen. Die Konst tution enthält. wie eingangs bemerkt wurde, nichts über das Ballot: jede Distriktsgroßloge kann somit nach ihrem, 'Ermessen handeln.' I Schaffell wir «las unselige Ballot ah. öffnen wir weit die Pforten des Tempels uiul laden wir jeden edel lenkenden Juden ein.Xich an unseren Arbeiten zu beteiligen, wie unser Ritual es von uns fordert. E. Flinkei.