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Der Orden Bne Briss · 1932-11-01 · Nr. 9 - November (11.1932) · p. Seite 134

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 9 - November (11.1932)
Date
1932-11-01
Page
Seite 134 (sequence 10)
Language
German
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gericlit der deutschen Buchkunst-Stiftung 'unt :r die fünfzig schönsten Bücher des Jahres aufgenommen Horden. Der vor kurzem erschienene 26. Jahrgang reiht sich durch -gediegene künstlerische Ausstattung dem des \ orjahres würdig an. aber auch durch seinen Inhalt. Del Herausgeber verstand es, ihn reichhaltig und abwechslungsreich zu gestalten. Von den literarischen Beiträgen seien einige genannt: Thomas Mann: Ansprache bei der Eröffnung des Goethe-Museums in Frankfurt a. M. am 10. 5. 1932. Ansprachen des italienischen Duce Mussolini^ gehalten in deutscher Sprache, und Ernst Beutlers; r—„Wandlu ngen des Eros- Gedankens“ von Hans*Kern, die meisterhafte Erzählung ..Die Schwester“ von Margarete Sussmann u. a. m. Das Kalendarium begleiten Sprtiche Goethes über sich selbst (Goethe über Goethe) als Menschen und Künstler. ef. Der Talmud, nein Werden, sein Wesen, seilt Wert. Von Felix Goldmann-Leipzig. [Verlag M. W. Kaufmann. Leipzig. Preis RM. 1,90. Eber den Talmud, dfe in den Kämpfen des umstrittene Religionsurkunde des Judentums. Felix Goldmanns historisch und entwicklunjii .Aufklärung. Ohne gelehrtes Beiwerk zeigt wie Form. Inhalt und Methode des Talmuds Grundlagen des jüdischen Geistes erklären, spricht das Buch über das Werden, das Wesen des Talmuds. Der Verfasser zeigt im ersten Tages so heiß gibt d as Buch sgeschichtlich Jer Verfasser, sich aus den drei Teilen und den Wert Teile, wie die n beiden wichtigsten Grundprinzipien der jüdiichen Religion, die i Göttlichkeit der Thora und das Gesetz ichkeitsprinzip unter dem Einfluß der Entwicklung den Tilmud schufen. Der zweite Teil gibt interessante Einblicke in den^ materiellen Inhalt des jüdischen Rechts, insbesondere in seine sozialen Anschauungen. Der dritte Teil beschäftigt sich mit den praktischen Fragen, mit den Angriffep, welche im Tageskampf gegen den Talmud und seinen Geist gerichtet werden. Es wird aufgezeigt, nach welchen Prinzipien die Angriffe gegen den Talmud behandelt werden jmüssen. 'Eine große Rolle spielt der Vergleich mit dem zeitgenössischen Schrifttum anderer Religionen und Völker,i und es wird nachgewiesen, daß die talmudischen Lehren n^cht schlechter und picht besser sind, als die in der gleichzeitigen Literatur des Mittelalters zum Ausdruck kommenden Anschauungen. Durch Beispiele werden die Prinzipien der Apologetik anschaulich erläutert. Ein Literaturverzeichnis gejwährt schließlich jedem näher Interessierten die Möglichkeit tieferen Eindringens. | I Eingänge , j Dr. Martin Frankenburger: „Rechtsstellung und Neugestaltung der bayerischen Rabbinatsbezirke“, Ve rlag B..Heller, München. 1932, 63 Seiten. Friedrich Wilhelm Illing: ..Der Erzähler Leopold Hichler eine | literarische StudieVerlag Dr. Max Präger, Wien- Leipzig, 1932, 32 Seiten. ' Expräsident Gustav Heinemann 75 Jahre alt. Br. Ex- ■'präsident Jnstizrat Oustav Heinemann-Hantio rer feierte am 27. August 1932 seinen 75. Geburtstag. Wir verehren in Br. Heinemann den Mitbegründer unserer lieben! Jion-Loge-Hannover, der in den Anfangsjahren der Loge ihr Präsident war und es weiterhin noch fünfmal wurde. Wii sehen in ihm den aufrechten Mann, der ein Leben der Geschlossenheit lebte und mit seinem ganzen Herzen den Gedanken des. Ordens stets vertreten hat. Lange Jahre hin durch Mitglied" des Generalkomitees, hat Br. Heinemann in f er 97. Generalkomitee-Sitzung vom Jahre 1903-in einem i usgezeichneten Referat den Antrag der w. Zion-Loge auf ..S chaffung einer Jugendliteratur“ mit Erfolg vertreten. Br. Hinemann wirkt ndch heute anteilnehmend und, tätig vorbilr lieh im Kreise unserer liehen Zion-Loge. Unsere herzlichsten Wünsche begleiten ihn! Einer der Nestoren des Ordens, Br. Fritz Mayer. Karlsruhe, beging am 8. Oktober d. J. in volle- Geistesfrische und körperlicher Rüstigkeit den 90. Geburtstag. Seit dem Jahre 1898 gehört Br-, Mayer unserer liehen! Carl-Friedrich- I.oge-Karlsruhe an. dessen eifriges Mitglie 1 er bis zum heutiaen Tage geblieben ist. B. Mayer ist Ehrenvorsitzender der jüdischen Gemeinde Karlsruhe. Wir wü ischen dem verehrten und lieben Bruder Jubilar, daß den Festtage noch viele schöne Tage und Jahre sich anschliel eh mögen! Expräsident Oskar Francken-Aachen gestorben. Mit Br. Justizrat Dr. Oskar Francken ist ein Manr 'dessen'Wjrken für jüdische Gemeinschaftsin teressen als vorbildlich bezeichnet werden kann. Seit 190t des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Aachen, seit 1919 dahingegangen. war er Mitglied Vorsitzender. Es ist auf ihn xurückzuführr meinde Aachen zünden bestverwalteten in n, wenn die Ge- Deutschland gezählt werden konnte. Fn\ Preußischen Landesverband bewährte er sich als Vorsitzender des Haufehaltsausschusses. ufehi e In ausgezeichneter Weise bewies er sein Ordensinteresse. Er gthö^te der Rheinland-Loge, Köln, vom Jahre 1|908 bis zum Jahrf 1925 an. Als Mitbegründer der Wefetmark-Loge, Aachen, war er deren erster Präsident und blieb es durch zwei! Termine hindurch. Das Wirken von Br. Expräsident Fran|cken wird in unserem Kreise unvergessen bleiben. Hillel-Loge, Hildesheim. Am 4. November konnte Expräsident Br. Dr. Lewinsky auf eine 40jährige Amtstätigkeit [als Land- und Stadtrabbiner unserer Gemeinde zurückblickten. Bei einer Feier in der Wohnung des Jubilars beteiligten sich der Vorstand der Synagogen-Gempinde, jüdische Organisationen sowie die w. Hillel-Loge. Bt. Präsident Möses hob in seiner Ansprache die Verdienste des Jubilars um die Loge hervor, der unter anderem <)as Am) des Präsidenten in den ersten Jahren des Bestehens der f,oge sieben Jahre hintereinander in vorbildlicher Weise geführt hat. Am Abend fand ein Festgottesdienst statt, in dessen Mittelpunkt eine Ansprache des Jubilars stand. — I; Apch wir wünschen dem bewährten Br. ExpräsÜdenten ein weiteres freudiges Schaffen im Dienste des Judentums und des tJ. 0. B. B. i Br r. Expräsident Professor Dr. Julius Mai, einer ider ersten Präsidenten der Friedrich-Loge, Heidelberg, der in Bern nls Dozent und Professor'der Chemie an der dortigen Univerlehrt, feierte vor kurzem seinen 70. Geburtstilg. Ganze Generationen von Chemikern, Apothekern und Medizinern, der Schweiz und anderer Länder verdanken ihp wissenschaftliche Belehrung. — Auch als Komponist hat Professor Mai große Erfolge erzielt. Wir wünschen dem verehrten Br. Jubilar noch viele Jahre segensreichen Schaffens. Br, Israel Rabin 50 Jahre. Am 18. Oktober d.| Js. vollendete der Dozent für Bibelwissenschaften und jüdische Geschichte am Jüdisch-Theologischen Seminar Mn Breslau, Schenkt „Jugendbücher der Großloge // 134

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