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Der Orden Bne Briss · 1932-11-01 · Nr. 9 - November (11.1932) · p. Seite 135

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 9 - November (11.1932)
Date
1932-11-01
Page
Seite 135 (sequence 11)
Language
German
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t. A r Br. Isciel Rabin, »ein 50. Lebensjahr. — Br. Rabin war mehrere Jahre als Lektor für Literatur und Geschichte des nachbiblischen Judentums an den Universitäten Gießen und Frankfurt a. M. tätig. Seine wissenschaftlichen Arbeiten liegen iuf dem Gebiete der talmudisch-midraschischen Literatur und der jüdischen Geschichte. Wir sprechen unsere herzlichen Glückwünsche - für ein weiteres, erfolgreiches Schaffen aus. Gedenktafel für Ir. Ehrengroßpräsident Berthold Timendorfer. Aus Anlaß der ersten Wiederkehr des Todestages von Br. Ehrengroßpräsident Timendorfer fand im Beisein seiner Familie an seinem Grabe gm Mittwoch, dem 5. Oktober 1932, eine stille Feier statt, an der der Gescliäft^ausschuß und das Sekretariat der Großloge unter Führung von Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler. So erfreulich es ist, wenn weiteste Kreise sich an der Erforschung jüdischer Kunst und Kultur beteiligen, so wird jedoch dem Forscher auf einem Spezialgebiet die Erfassung alles für ihn in Betracht kommenden Materials erschwert, wenn nicht an einer zentralen Stelle die weit verstreut erscheinenden Arbeiten zusammengefaßt > werden 'und dadurch die Möglichkeit zur Orientierung gegeben wird. Auf diese Weise wird viel unnötiges Herumsuchen erspart, und umgekehrt auch ein sonst unvermeidliches Übersehen der weniger leicht zugänglichen Literatur verhindert. Dieser Tatsache trägt der mit Notizhlatt 30 der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler beginnende ..Katalog der erschienenen Abbildungen zur jüdischen Kunst- und Kulturgeschichte“, zusammengestellt von Ida Posen Rechnung. Der Architekt, der sich über die vorhandenen illustrierten Vorlagen früher erbauter Synagogen orientieren will, der Bildhauer, der für seine Ggabsteinentwürfe neue Anregung sucht, der Kunstgewerbler, der bei der Bearbeitung von Bechern. Tellern und ähnlicher Kleinkunst auf Grund alter Arbeiten Neues erzeugen möchte, sie alle werden in dem! erwähnten Katalog das Gesuchte finden. Schon die Plobt, die das erste Heft gibt, laßt dies mit Sicherheit erwarten.; Aber auch dem Forscher, der die Zusammenhänge der Kultur durch vergleichende Studien klären will, wird der jetzt begonnene Katalog ein unentbehrliches Hilfsmittel werdet. Es ist nur zu hoffen, daß die Durchführung des so viel versprechenden Nachschlagewerkes von allen in Betracht kommenden Personen durch Übersendung illustrierter Werke an die Geschäftsstelle der Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmäler, Frankfurt a. M., Fahrgasse 146, unterstützt wird, und daß die Gesellschaft die Mittel aufbringt, um den Katalog in rascher Folge erscheinen zu lassein. Die Kommission für (geistige Arbeit des Schwesternverbandes übersendet uns eine Vortragsliste, auf deren einzelne Gebiete wir hiermit hinweisen: 1. Jüdische Themata. 2. Frauenfragen. 3. Politik. 4. Wirtschaftspolitik. 5. Soziologie. 6. Kulturgeschichte. 7. Pädagogik. 8. Philosophie. 9. Kunst und Wissenschaft. 10. Literatur, l’l. Biographien. 12. Einführungsreden. : 1!, * Erneuerung der jüdischen Kultmusik. Am 16. September dieses Jahres fand in der Synagoge Lützowstraße unter Leitung de» Chordirigenten Alexander Weinbaum die Aufführung einer neuen Musik zum Freitagabendgottesdienst von Heinrich S c h a I i t erstmalig statt. Die Synagoge wies einen Besuch wie sonst nur an Hohen Feiertagen auf. Dr. Hugo Leichtentritt bezeichnet in der September-Nummer — 9 — des Gemeindjblattes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Br. Großpriisident fjaeck, sowie I elegierte der Berliner Logen und der Schp-esternvereinigingen teilnahmen. An dem Grabstein wurde eine Gedenkt«fei angebracht mit der Inschrift: ..Spinem Großpräsidenten in dankbarer Treue Der deutsche Distrikt des Ordens Bne Briss.“ Mit warmen Dankesworten gedachte Br,‘ Baeck les' segensreichen' Wirkens seines Vorgängers für den BnefBriss-Orden, da» bis in die fernsten Zeiten Fortdauern wird. Nachtrag zur Festni, mmer. Zur Literatur übler , Br. Ehrengroßprästdent Timendorfer noch anzufügen: Aufsatz v’on Br. Max Ginsberg Monatsschrift der Berliner! Logen — September 1928 — Nr. 6 zum' 75. Geburtstag „Unserem lieben Br. llerthold Timendorfer“. Schalits musikalische Freitagaben J-Liturgie für Karttor, Chor und Orgel als (religiös weihevoll, jüdisch im Tbn und neu im Klang. Sphön in den Me^odietönen allein, auch ohne die' akkordische Begleitung —• so äußert sich Leichtentritt —. spürt man eipen .Formwillen. der von dem uns: gewohnten abendländischen^ deutsch liedmäßiger Typ stark abweicht. Das gleichmäßig Ausgewogene, der P« rallelismus jder einzelnen Glieder, Fakte, d ie regelmäßige, taktmäßige Rhythmik, das.quadratische, schlichte Schema der deutscheq Liedweise ist hier nicht! vorhanden, sondern eher etwas rhapsodisch Unregelmäßiges im Aufbau, Unsymmr Irisches, ehre Freude an der melodischen Ornamentik, Kob ratur, die ,in manchmal fantastischen Linien, Arabesken die Ecken upd Kanten der Melodik abrujndet und miteinander verschmilzt. — Die Ausführung ist npeh zu bewerten als sin bedeutsamer Versuch, die jiidischel religiöse Musik aus reinem Herzeh und mit großem künstlerischen Können zu ernruern. Der Frau cn-jVrf ein der Berliner l*o\ J, B. hit, der augenblicklichen Not "der Zeit folgend, im Mütter- und m Namen Umändeus, ältere andererseits aus der auf die des Mütter- und Kinderheim ei ,.M i n n a - S c rung geschah Leute in eine: Erkenntnis, da Dauer mit einer .Kinderheimes pi Stockwerk als Alteeshe m unter d< uarz-Hei m“ eröf/i et. Diese iuerseits aus dem Bedürfnis herpn Reim unterzubringen, V. O. 9. infolge des Geburten rückganges geringeren Belegung: rechnen war. — Pflegestellen Zentralstelle füjr di *s, le Beratung»! teile für jährige -Vorstandsjnd jüdische Adopticnseermittlung. Die jüdisches Pflegestellen wesen und jüdische Adoptionsvermittlung. Vertrauens- und Mütter hielt an 4. September ihre'dl sitzung in Düsseldorf ah. Die Vorsitzen grüßte die Vertreter jüdischer Orgpnisa ti glieder des Arbeitsausschusses und stel t wärtig dem Pfloigewesrn die Hauptarbeit Berichtsjahre nach elf Adoptionen geiät lebhaften Aussprache kam ganz starkjüdischen Gemeinschaft zum Ausdruck, Arbeit am jüdis :hen Kinde, am jüdischen ausdrückt und ler kein noch so*kleine meinschaft verloren gehen lassen will. Frau Samuel, heipnen und die Mite fest, daß gegengelte, obwohl im gt wurden. In der 4er Lebenswille der. ■ eler sich! in ( der jungen Menschen s Glied seiner Ge- Brädcr 4 \nki in diesen schweren I Zeiten dardn, daß enengehörige und deren Kinder ags allen ufen und mit allerliestcr Ansbildtmg tUnngtlos sind. Sie zupAch 11 zu berüdssfdrägen, Bruderpflicht. > 135

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