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Der Orden Bne Briss · 1932-11-01 · Nr. 9 - November (11.1932) · p. Seite 131

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 9 - November (11.1932)
Date
1932-11-01
Page
Seite 131 (sequence 7)
Language
German
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Wochenfest wurde eine Thorarolle — die einzige anf den Hawaii Inseln — eingeweiht: Br. Nachman Uscheroff schenkte dazu die heijigp Lade, Br. Harry Peretz Levin den, Vorhang. Nunmehr |Wanstaltet die Loge auch Freitagabend-Gottesdienste. Vpll brüderlicher Anteilnahme verfolgt die Ordensleitqng das Schicksal der deutschen Juden. Der Name Hitler begegnet uns in jeder Nummer unseres Ordensorgans mehrmals] „Es gereicht den Deutschen zur Ehre“, schreibt es, „daß sie nicht einmal in ihrer Verzweiflung sich verleiten lassen, einen Demagogen, der ihnen alles verspricht, an die Macht heranzulassen. ' In seinem Unglück steht/Deutschland yor den Augen der Volker wie ein Zauberbild da. Nicht, daß wir so verblendet sind zu glauben, Hitlers Macht sei t gebrochen — o nein, sein übler Schatten wird über Deutschland schweben, so lange die Verarmung anbält, und die hauptsächlichsten Ungerechtigkeiten des Versailler Vertrages bestehen bleiben.14 Die drei Nummern des Magazins bringen eine Reihe wertvoller Aufsätze: Die „Wahrheit Uber Josephus14, „Das Ghetto in Budapest14, „Max Margolis“, „die Juden auf den Malaiischen Inseln14 (mit Ansichten der Synagogen), „Eine Weltuniversität in Jerusalem14, „Leben wir mitten iu einer jüdisch-literarischen Renaissance?*4 etc. Br. Professor Dr. Eugen Wölbe, Montefiore-Loge. Zeitschriften anderer Distrikte. B’nai B’rith Monatsblätter der Großloge, für den" cechoslovakischen Staat X. I. O. B. B., Nummer 7, September 1932. Aus dem Bericht von Bri Max Korach über die Lebensmittelaktion in KarpathoruBland ersehen wir, wie großzügig die Organisation für die Hungernden gestaltet wurde, ln den einzelnen Zentralstellen! wurde die Anzahl der Portionen Lebensmittel zu 3000, zu 2000 sorgsam festgestellt und zur Verteilung gebracht. Die einzelne Portion besteht aus 5 kg Mehl, 5 kg Mais, 5 kg Bohnen, H kg Pflanzenfett und 1 kg Salz. Insgesamt wurden in 98 Ortschaften 4401 Familien, bestehend aus 20 861 Mitgliedern mit 25 000 kg Mehl, 24 992 kg Mais, 24 968 kg Bohnen, 2500 kg Fett und 4997 kg Salz versorgt. §till und glatt ging die AJction, der die Fachkenntnisse von Brüdern zugute kamen, von statten. — Wir erfahren ferner einige Mitteilungen über die Situation der seit einiger Zeit bestehenden Argentina- Loge in Buenos Aires, zugleich über die Lage der Juden dortselbst, über die ein nach Europa gekommener Bruder Bericht erstattete. Der Distrikt beklagt den Verlust des verdienten Bruders Expräsidenten Markus Frankl von der w. „Fides14.; . /> Heft 8, Oktober 19^2.- Franz Burg gibt einen lehrreichen ' Überblick über „U mfang und Bedeutung der. jüdischen Press e“. Jüdische Zeitungen erscheinen so ziemlich in allen Ländern, wo Juden wohnen, rund 50 Ländern. Dler größte Teil, —- 600 —, in Europa, 250 in Nord-, Südundi Mittelamerika, 17 in Afrika, 56 in Asien, 5 in Australien. Von den europäischen Ländern steht Polen mit rund 200 Zeitungen an der Spitze. Es folgt Deutschland mit 100 Zeitschriften. — Einen besonderen Raum nimmt in der Besprechung ,das zentrale jüdische Pressebüro' „Jüdische Telegraphenagentur“, kurz „Ita“ genannt, eip. Von amerikanischen Juden gegründet, hat die Ita Zentralen in allen Weltstädten. 151 Korrespondenten bringen t|ie Verbindungen der verschiedenen Kontinente. Durch die! weit verzweigten Verbindungen, über die die Ita verfügt und die rasche Berichterstattung konnte mancherlei drohendes Mißgeschick in Ländern mit jüdischer Bevölkerung' abgewandt werden. —— Unter der Überschrift „A ufhellung des Glaubens“ bespricht Friedrich Thieberger jüdische Werke, die von einem besonderen Standpunkt aus eine Klärung auf dem Gebiete des Glaubens herbeisufiihr'en bestimmt sind. Zunächst die Schrift von Hans Joachim Schoeps „JüdischerGlaube in dieseil Z e i t“. Angekjündigt wird ein Artikel über das religiohs-] kritische. Werk „Königtum Gottes“ von Martin Buber. Gegenüber den 'Tendenzen, die aus Ött< Hellers Buch „Der Untergang des Judentums“, sprechen, und der feindseligen Einstellung von j Autoren, die in der „Europäischen Revue“, sich gegen Juden und Judentum wenden, wirrf als Prognose für die Zukunf^ auf die Geschichte den Judentums als die äReste in Europja verwiesen. Das Judentum hat durch Jahrtausende hindurch Geschehnisse und A igriffe überstanden. B’nai B’rith Mitteilungen für Ostencicli, .Heft 7, Sep tember 1932., In anschaulicher Weise spricht Br. Ludwig Braun über dias Thema: „Der Naturforscher Goethe1 Er eröffnet Einsicht in das Goethesche Denken, dessen Blick ein in der Natur herrschende: harmonisches, auf Analogie beruhendes Entwicklungsgesetz erkennt. Die Entdeckung des Zwischenkiefers am Menschen, die Wirbel tlieorie des Schädels, d. h. der Nachwei i, daß unser iSchädel nach dem gleichen Prinzip wie die . Wi rbelsäule gebaut ist, seine Anschauung, daß die .Unterschicde im Tierbau auf einen einzigen Grundtypus zurückgefü irt werden gönnen seine Urpflanz^ als Modell für alle I'flanzen —'all das spricht für die Einheitlichkeit von Goethes naturforschen dem Denken. —• Br. Ludwig Singer gibt Kenntnis von Juden feindsc|iaft und-Abwehr gus den Tagen Josephs II. — Br. Arthur Goldmann läßt uns einen Blick auf ältere Todes anzeig«!n der Juden Id Wien, werfen. — Br. Jsmar Freund Berlin setzt seine Ausführungen über „den Entwurf einei neuen preußischen Judengesetzes“ fori. , Heft 8, Oktober 1932.. Unter dem Titel „Einiges übe ’ Goethes Verhältnis zur Religion“ schreibt David 'Feuchtwang. Der Autor bringt zahlreiche Äußerungen Goethe aus allen Perioden seines Lebens und belegt sein! Thenn durch viele Proben in poetischer uni prosaischer Form Von einem System ist nirgendwo ,einc Spur. Goe|he wa 1 kein Theoretiker der Religion. Die Einigung widersprechender Auffassungen findet der Verfasser mit. Goetha in einem Begriff, der vom Dichter in seiner ganzen Tief; erfaßt wurde: in dem Begriff der Eh-furcht. — Bernharil Wachstein macht das Diskussionsbuch über die Judenfrage: „Der Jud ist schuld?“, Zinnenverlaf 1932, zum Gegenstand einer ausführlichen Abhandlun.;. . Er behandelt zunächst in gebührender Weise die jude nfeindlichen Abhanc - lungen, die einen großen Teil des erkes einnehmen. Hamenora, Mitteilungen des Distrik es XI, Heft 7—8—K Juli/August/September, Jahrgang X. Neben einer Fülle v«n zeitgemäßen Mitteilungen aus dem jü lischen Leben, ferner Vorkommnissen des XI. Distriktes finfen wir eine Abhandlung von Abrjiham Galante über „Mones im Lichte der Geschichte“, ferner eine ausführliche Betrachtung von jj. Ko in über „Goethe und seine Beziehungen zu den! Judep“. Cer Verfasser werdet sich mir"Recht dagegen, daß-bei den vorliegenden Beziehungen Goethe irgendwie von judCnfeindlichen Parteiungen als der ihrige ir Beschlag genommen werden könnte. ., . B’nai B’rith Monatsblätter der Transsylvanischen Arbeitsgemeinschaft |/. O. B. B. IX. Juni—September 1932. iBr. Tibor von Aller, Arad, wendet sich in Ausführungen,! die „Weltkongreß “ betitelt sind, mit zornigen Worten des Vorwurfes an alle diejenigen jüdischen KreiSe, ' insbesondere auch Ordenseuropäischen Exekutiv-Konütee und Arbeitsgemeinschaft der Ordensdistrikte, die eine Beschickung zur Vorkonferenz des jüdischen Weltkongr« sses abgelehnt haben. Vorwurf und nur die eine vertritt, und sich auf der Zorn wären am Platze, wenn über diese trage Auffassung möglich wi re, die Br. von Adler wenn die Motive einer ablehnenden Haltung ist aber nichjt so. Basis bewegten, die Br. Adler annimmt. Dem 131

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