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Der Orden Bne Briss · 1932-11-01 · Nr. 9 - November (11.1932) · p. Seite 128

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 9 - November (11.1932)
Date
1932-11-01
Page
Seite 128 (sequence 4)
Language
German
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Bestreben, Wegbereiter für die Zukunft handwerklicher Jugend unter den Juden iu sein. Esl offenbart sich darin der Geist alter jüdischer Tradition. In »er A etl?r Geschichte stand immer das Handwerk in hohem nsehen. Seiher Pflege lassen unsere Schriften hohe Zum Thema: »Jüdische Sied Die Jüdische Siedlung Groß-Gaglow hei Cottbüs wird bis zum Ende des Jahres aufgesiedelt sein. Das R«fich hat durch die Deutsche Siedlungshank bisher ca.- 20(1 000,—* Reichsmark für die Durchführung der Siedlung überi wiesen. Fünfzehn Gärtnorsteflen werden zur Zeit fertig ausgehaut. Sie arlieiten auf eigene Rechnung. Mit den Bauten für die Gärtnerstellen ist am l.Juni hegonn *n worden. Jedes Haus kostet KM. 6 900, : die. Häuter sind inzwischen' bezugsfertig geworden. I nter 'den Siedluiii^anwärtem befinden sieh Bcrufsgärlner. zum größten Teil aus der Ahlemer S< hule—rferner Angehörige anderer Berufe, die aus wiitsehaftlielieii und ideellen Motiven ihren Beruf gewechselt Ixthcn. Die Erfolge mit dein augesiedelten M< nschenniaterial sind gute. Der Absatz der üärtuerisehen Produkte gelang ohne Sei iwierigkeiteii. Auf \ erlangen der Behörden wurden zehn St«' ische Würdigung angedeihen. WO. [lauernin Hamburg wurden 40 junge jüdische Menschen beist«dlen ä 15 Morgen vorbereitet, die t«'ils gärt neriseh, teils landwirtschaftlieh betrieben werden sollet Im Goethe- und ung in Deutschland« Heil ä 15 Morgen sind für auf dem Gute beschäftigte Iaihdarbeiter reserviert. Drei Vollbauernstellen wurden ausgeschrieben. Handwerkerstcllen für einen Maschinisten und^Monteilr werden vorbereitet. Auch Erwerbslosensiedlung soll «hirchgeführt werden. In Breslau hat der Reichsbund für jüdische Siedlung füjzwanzig jüdische Erwerbslose einen Antrag an den Magistrat Öreslau zwecks Bereitstellung von je 2 500,— Rcjichsmark d. h. von RM. 50 000,— gestellt. In Breslau ist» es gelungen, zehn Erwerbslose einem Sc lirebergarten- Verein anzugliedern. Tn Berlin wurde die Bereitstellung von Mitteln für sechzig jüdische Erwerbslose vom Magistrat angefordert. ln Gaglow' sind neben den Siedlern und Siedlungsanwärtern einige Gehilfen, sowie zur Zeit 50 Jugendliche beschäftigt. Jm Frühjahr 1932 wurden ca. dreißig jüdischen Landwirten und Gärtnern geeignete Stellungen verschafft. Drei derlei Geschlechts kollektiv im freiwilligen Arbeitsdienst uijtergebracht. '• \\;b in >pinoza die Menschen ergriffen hat. war vorr gelebt ige hiiiicn und - / ■r-t noch mehr ab seine Lehre «las D-hen. «las -« hat. Schuir die Einsamkeit, zu der er seine T geführt hatte, sprach zii ihnen von einem Ei^e: B<-onilercli seines Denkens. Wer. stets unter «I|?n Menten und verziehwollen. peilen sein will, muß vieles ilimm zuliehe gesta! -prcclicii: nur wer auf das. was-sie geli«‘n. auch ten kann, wird g«vg«'iiiihcr «lern, was sie fordern ge-iehert bleiben. er wir«! ein Selbständiger auch in '«■inen Gedanken zu s«‘in vermögen. Das Alleinsein Spinozas wurde zu «'hier- Bürgschaft für die 1 gigkeit seiiier Philosophie und zu einer eimlririglichcn Predigt von dem M«-ns«'hen. der in s«*in«*r Lehre ein Freier zu sein imstande ist. ' Hierzu kam das Anilere. «laß dieses sein L«‘hen druck seiner Lehre, als-nnmittelharster Bewei Philosophie auch erseheinen durfte. Starker Spinoza-Jahr leuchtender noch als seine geometrische Methode, die ein Unwiderlegliches darbieten wollte, schien seine Persönlichkeit eine Wahrheit des Denkens darzutun. Spinbzas Philosophie hatte nichts Artistisches, nichts, was glänzen, was Eindruck machen wollte. Sie war keine l.’liilosophie um der Philosophie willen, sondern eine I jliilosophie des Menschen wegen, des I-cbcns wegen. Sie dürfte sich mit Recht „Ethik“ neunen. I Trotzdem hat sie, und auch darin ist eine Kraft ihrer irkung gegeben, im höchsten Sinne ihr Künstlerisches. Alle echte Kunst erlebt die Einheit von allem, was lebt, i^nd will immer wieder diese Einheit aufzeigen. Das ländliche, «las Zeitliche und Begrenzte wird ihr zur Offenbarung eines Ewigen, eines Seienden und Unendlichen; ajles ist ihr wie ein Symbol, das von einem Jenseitigen kündet. So ist es das Grundthema auch der Philosophie s seiner qpinozas. Dieses große, tiefe Künstlerische an ihr hat ab' Aus- Liii d innier wieder zu den Menschen gesprochen, pjnoza. geh 24. Npvcinhcr 1632 i L. B a e c k. e I „Der (»eist, der so entschieden auf mich wirkl und der auf.meine Denkweis^ so großen Einfluß haben sollte, war .Spinoza. Nachdem ich mich nämlich in aller Welt um ein Bildungsmittel meines wunderlichen Weiens vergebens umgesehen hatte, geriet ich endlich an di i „Ethik1 dieses Mannes. W as *ich mir aus dem Werke Goethe über Spinoza sjusgelesen, was ich in dasselbe mag hineingelesen haben, «}avon wüßte ich keine Rechenschaft zu geben; genug, ich fjand hier eine Beruhigung meiner Schien sich mir eine große und freie Sinnlose und sittliche Welt aufzutun. Leidenschaft. Es Aussicht über die Was mich aber - S4*^*ii>n «uuitvev utiu DttlllVUC *» All UUU.UIU1IW V» dB IIIlCIl ttUCI mag herbesonder!? an ihn fesselte, wai; die grenzenlose Uneigen- 128

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