Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1932
- Issue
- Festnummer zum Ordenstag ; Nr. 8 - Oktober (10.1932)
- Date
- 1932-10-01
- Page
- Seite 112 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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I I eiljs in dem benpft. ie über'- ^nalistischrn und Ringen sich ab- Glück hatte, als ch interessierten jegen die W iilers Schüler eines Schräder. Preuß. ans I.iehc zu :i der Gerechtig- <ht I “n zum Letzten hat er für die Unschuld von rüchtigten Kiewer Prozeß mit Erfolg geki legen, klug, geschickt, mit welchem jou politischen Kraftaufwand dieses erbitterte spielte, kann nur der ermessen, der das Mitarbeiter dabei zu sein. Paul Nathan kam nicht.aus einem jüdi Lager. Wenn er so mutig das Schwert sachcr des Judentums schwang, so deshalb, weil er in dem Liigenarsenal der Judenfeinde eine W affer Sammlung gt^ren die liberale und humanitäre Idee. sah-. Ludwig Baniherger. als Freund der Barth galt seine Kriegsansage dem Judenhaß ni den Juden, sondern aus Liehe zu den Idei keit und Menschlichkeit. Vielleicht mag manchem diese leststellh aber sie entspricht der Wahrheit. Sieht 11 vorwiegend die Treue zur allen Religion, bestechliche Berichterstatter festzustellen Paul Nathan auch nicht einmal einen lihera konnte. Würde und- An-Iainl hätten-ihm ■ Religion /iw wechseln. Aber sie war ihm dain seinem Geburtsregister eingetragei kenntni-. .Wollen wir deshalb mit ihm re kannte gr-et/t-streuc Lehrer und Gelehrte Balkan- und »or allem des Heiligen Li Lorheerkränze aufs Haupt gesetzt. Ersch drängten Ländern des alten Rußland, so dem Knaben den Mann, der so vielen gewe-en i-l. Im 'Lehen war er ein Einsamer. Wochenschrift Theodor Barths, an der arbeitete, die nie mehr in Deutschland ihr ging frühzeitig ein. Der politische Liberal Färbung lief fest.' denn die von vielen,sehn i Aera Kai-er Friedrichs sank mit der 99 Tage“ ins frühe Grab. Den fast 70 Trauerbot-chaft. daß sein Lehens- und Heiligen Lande durch den Zusammenbruch tütljeh getroffen war. Paul Nathan hlieh ä i Die liebenswürdige Grazie seines Auftre e I nterhaltung veränderte sich nicht. Dur-i mentalen Charakterkopf gingen .neue Plän ‘ betrafen. Nach dein Kriegsausgang galt sei e-se und seine ständige Mitarbeit dem Ka Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Gl und Gerechtigkeit für das deutsche Judentu Kurz, vor dem 70. Geburtstag löscht« wumlervolle, weit strahlende, göttliche -ehmerzlos. — Geh. 2.3. 1. 1857. gest. 15. 3. Berthold Auerbach-Loge 1904—1927. Hel Di e ng hart klingen, n im Judentum so wird der unliaben. daß man Juden nennen ie erlaubt, seine nichts mehr als e religiöse Be- :hten? Weit heiles Ostens. d«*s des haben ihm n er in den lieigte die Mutter fer und Retter L c 1 > Sozialpolitiker Eugen Caspary war ein Organisator von nicht gewöhnlichei Gebiete der W-lohlfahrtspflege der Loge sowi hat er Hervorragendes geleistet. Er war 1 Zentalwohlfahrtsstelle «1er deutschen Jude i Norsitzeuder des \ erwaltungsausschusses. sitzender der Zentralwohlfahrtsstelle. — wurde er von «1er Jüdischen Gemeinde B des Wohlfahrt-- und Jugemlamtes als «fesse i Organisator berufen. ,— Die Gemeinde ehr erk«*nnung einer Grabstätte in der Ehren -i liofes. — -Geb. 22. 10. 1863. gest. 7. 2. 1Ö31 Montefiore-Loge 1891—193] 112 ..Nation”, ilie führend mits gleichen fand, sinus Barthscher üchtig erwartete .Herrschaft iler jährigen traf die iehlingswerk im ler Mittelmächte Bt-rlich der alte, ns und seiner h seinen uionudie den Osten n warmes Inter- -/ pf des Centralubens um Recht m. der Tod dieses ht schnell und Form. Auf «lern ie der Gemeinde ithegründer der (1917). zuerst lann erster Vor- Im Jahre 1923 rlin zum Leiter Begründer und e ihn durch Zuei he des Fried- Wirtschaftsführer Oskar Tietr Von Gerson Bach-Berlin Ein Großkaufmann von ganz besonderem Format. Aus kleinsten Anfängen heraus, 'durch eigenen Fleiß, durch unermüdliches Schaffen, durch dauernden Fortschritt über da* Gute zum Besseren ist Oscar Tietz zum Wirtschaftsführer von Weltbedeutung emporgestiegen. Die Stufen seiner Entwicklung bewegen sich über Gera. Müncheij, nach ^Berlin, wio der Höhepunkt seines Schaffens liegt. Eine unglaubliche Arbeitskraft, die sich niemals in Kleinlichkeiten verzettelte, die stets den rechten M inn an den rechten Platz zu setzen verstand, ermöglichte ihjn. sein Interesse über seine Berufstätigkeit hinaus auf dje Allgemeinheit auszudehnen. Schärfste Disziplin an siel) seihst schuf seine Persönlichkeit, die in geradezu wunderbarer W eise mit der Zeit so hauszuhalten verstand, daß er] neben seinen beruflichen Arbeiteh für die mannigfachsten Angelegenheiten außerhalb dieser Sphäre Interesse utjd Zeit gewann. Oh es sich um allgemeine Angelegenheiten, sei e# im Reich, sei es in «len einzelnen Ländern handelte, oh <1 ie Unterstützung wissenschaftlicher Unternehmungen in Frage kam. oh W'ohlfahrtsangelegenheiten der jüdischen Gemeinschaft oder Fragen allgemeiner Wohlfahrt an ihn herantraten. überall war Oscar Tietz mit seinem Rat und mit seiner offenen Hand zu haben. Er hatte immer Z«9t. Sein Geburtsort Birnbaum fand in ihm einen För«lercr größten Umfangs, und bei seinem Tode erkannte die inzwischen polnisch gewordene Stadtverwaltung die Verdienste ihres Ehrenbürgers in überraschend freutulschaftlichcr und warmherziger Weise an. Daß hei einer derartig großzügigen Persönlichkeit, die mit einem Herzen voller Liebe ausgestattet war. auch die Bestrebungen unseres Ordens Interesse erwecken mußten, darf als selbstverständlich angesehen werden. Als er im Jahre 1900, damals Mitglied der München-Loge, nach Berlin übcrsiedelte, wurde seine Aufmerksamkeit auf die Berliner Logen hingelenkt, und in der Folgezeit hat er sich ,als Förderer und bewährter TreuhSn«Ier der Bestrebungen.1 unseres Orilens erwiesen.! ‘ I In den ersten Jahren seines Berliner Aufenthaltes trat er mit dem Gedanken hervor, den Berliner Logen |Arbeitsräume zu schaffen, die eiiirn würdigen Rahmen | für die Hochstehende geistige und ethische Arbeit des Ordjens darstellen sollten. Vorschlag lum Vorschlag unterbreitete er den Berliner Logen, wobei er bestrebt war, auch 4>e wirtschaftliche Grundlage für dieses neue Unternehmen zu Schaffen. Mit wenigen Mitarbeitern. es seien hier besonders Louis Kreslawsky und Georg Silberstein erwähnt, wurden alle Arbeiten für die Erstellung «les Logenheuses in der Kleiststraße vollzogen, und ohne did rastlose Initiative eines Oscar Tietz wäre diese Aufgabe kaum zu lösen gewesen. Seine großherzige Gabe — zwei {biblische Bilder,von Lesser Ury, die den Logentempel zieren. — ruft immer wieder in Dankbarkeit die Erinnerung . an «liesen Logenbruder ins Gedächtnis. | Für W ohlfahrtseinrichtungen der Logen spendete Oscar Tietz mit reichem Herzen tand mit offener Hand j Beträge, <Iie weit über das Maß des Üblichen hinausgingen. |Ein charakteristischer Fall sei erwähnt: ' Verfasser dieser Zeilen regte bei ihm an, für das Berliner Logenheim einen Beitrag Zur Verfügung zu stellen und erhielt die Antwort, den fceichnungsschein auszufüllen. Auf die Frage, welchen Betrag er einsetzendürfe, erfolgte die Gegenfrage, ob d<nn seine J