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Der Orden Bne Briss · 1932-10-01 · Festnummer zum Ordenstag ; Nr. 8 - Oktober (10.1932) · p. Seite 107

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Festnummer zum Ordenstag ; Nr. 8 - Oktober (10.1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 107 (sequence 15)
Language
German
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Quellenbehandlung dH Fäden aufgedeckt, die von den alten Griechen über den arabischen Philosophen zu den klassischen jüdischen R^ligionsphilosophen des Mittelalters (S^iadja bis Maimuni) führen. Große Belesenheit, gründliche Stoffbeherrschpng und ^bewundernswerter Scharfsinn zeichnen seine Jalmudisch-Iiterarischen Arbeiten ans. Seine Predigten und! Reden wirken durch die Kruft der Sprache und durch sprühenden Geist und Witz. Horovitz war ein Weiser altsin Schlages, bescheiden, anspr ichslos und darum auch erhaben über die Nichtigkeiten dieser Welt. Trotzdem er die Zurückgezogenheit liebte, schloß er sich im Jahre 1914 unserem Orden an, weil er n ihm einen Wall für die Erhaltung des Judentums erblickte. Geb. 1. 11. 1858. gest. 2. 4. 1921. Lcsjing-Loge 1914—1921. Eduard Baneth wurde nach einer '13jährigen rabbinischen Tätigkeit in krotoschin als .Dozent für talinudische und rahhi lische Disziplinen an die Hochschule für die Wissenschaft des. udentilins in Berlin berufen, wo er bis zu seinem Tode wirkte. Kill bedeutender Gelehrter von großer Begabung, unrflasscnden Kenntnissen und von einer fast leidenschaftlichen Liehe zür Mathematik. Er hat modernes Wissen in den Dienst der Tahnudforschung gestellt und zahlreiche Arbeiter veröffentlicht. die. eine Bereicherung der jüdischen Wissenschaft bedeuten. In seinen t'hersctzungen und Nacliilichtungen zeigt er sich als feiner Kenner der deutschen! und hebräischen Sprache. Auf seine Umgebung, insbesondere auf seine Hörer, wirkte er durc\i seine große, reine- Persönlichkeit. durch seine schlichte Wesensart .und durch deine. hohen menschlichen Tugenden. Mit dem gesetzestreuen Judentum innig verbunden^, war er gerade aus der Tjiefe einer wahren Frömmigkeit 'duldsam gegen Andersdenkrpde. Geb. 8. 8. 1855. gest. 7. 8. 1930. Montefiore-Loge 1899—1930. Anschließend seien noch die Leiter der Lehrerhili|u tgsanstalten in Kassel und Hannover ' Jacob Stein ‘ (Sinai-Loge) und Lesser Knoller1 f (Lessing-Loge. später Zion-Loge) erwähnt. Durch lauteien Charakter, durch ideale Pflichttreue und gew inncnuc Freundlichkeit ausgezeichnet, erfreuten sich beide hei ihren zahlreichen Schülern sowie in weitem Kreise hohen Apsehens und großer Beliebtheit. Solo Adler der zu der Gruppe der Lehrer gehört, wurde als Logenpatrou in der Festnummer 1925 gewürdigt. Paul Alexander- Kptz Rechtsanwalt und Dozent an der Technischen Hochschulel zju Berlin, ein bewährter Führer unserer Ordensgeineiiirl schaft. ein vorbildlicher Vertreter des Ordensgedankens. I ij'ast ein Menschenalter gehörte er der Deutschen Reichs- I Loge an. zeitweise als Vizepräsident und Präsident. Emsiger Fleiß und sonniger Humor, hoher Idealismus und treue Pflichterfüllung waren ihm eigen. Trotz seiner ausgebreiteten beruflichen Tätigkeit hat er der Großloge und seiner eigenen Loge seinen Rat und seinen Beistand niemals v.ersagt. Im Generalkömitee und im Geschäftsausschuß war er nach dem Urteil des damaligen Großpräsidenten Timenrme einsetzte. Auch Logen eingerichtete dorfer das fle ßigste und arheitsfreuc igste Mitglied. Besonders -Oag il m die Organisation der Krankenschwestern am Herzen, füi die er sich mit aller W'ilr die von den damaligen vier Berliner Jüdische Kran keusch vesternstation föi derte er nach Kräften. und es gelang ihm. sie trotz der Ungunst der Verhältnisse lebensfähig zu erhalten.— ..Hier handelt es sich um eine ideale Siche, fir die materielle- Erwägungen nicht Platz greifen dürfen'1, rief er den Eriidrru mit der ihm eigenen Begeh terungsfähigkHt zu. Als im vierten Kriegsjahr immer größere ’inanzielle Förde -ungen an die Logen in Berlin und im F eiche gestellt wurden, belehrte Br. Alexander-Katp in einem Artikel ..Legen Sind Logenfinanzen'*, daß es in Zeiten der Not .gerecht fertigt sei, zur Lösung dringender Ordensau Fgahcn aufgesatn nelte Kapitalien .«kec^ auzuziehen, die nach sefner'Auffassung als ..aufgespeiclierte Bruderliebe und auf gespeicherte Wol dtätigkeit" anzusehen sind (Monatsh- 1918 Sr. I S. 5). . Geh. 7. 2: 1854, gest. 8. 5. 1918. Deutsch? Reichs-Loge 18-16—1918. Martin Philippscn ..Hingebung, unermüdliche Arb« it. praktischer Sinti. Zielbewußtsein. Allst geiz vermögen - allein Bleibendes rahierting von allem persönlichen Ehrschaffen." Die charakteristische tnd Segensreiches zu l Eigenschaften, "die Philippson von allen forderte, die iir Juden und Judentum wirken w.ollen., besaß «fr seihst in hohem Maße und darum war sein Schaffen als Führer de ■ deutschen Jiideuheit. insbesondere als langjähriger Vorsitzender des D. I. G. B. von reichem Erfolg begleitet. Kriege habilitierte er fürmittlere mul neuere Geschichte. Nach dem deutsch-französischen sich 1871 in Bonn wurde vier Jahre ipäter außerordentlicher Professor und im Jahre. 1878 als ordiuitiirher Professor an die freie Uni versität Brü isof berufen. Mit der Jahre 1890 erreich er den Höhept nkf «der akademischen Ehren und Würden. Deutschfeindliche Vitrötnungen an der Universität veranlassen ihn jeiloch. , lektorat und Professur ni«*«lerzulegeh und nach Deutscldan« I zuriickzukehr«m. Da die deutsche Heimat einen Lehrstuhl der Geschichte einem überzeugungktreuen Juden nicht einj ätimcn mochte, wandte sich Philipppon -ganz der jüdischen Arbeit zu und wurde Fortsetzer des Leht nswerkes seine«! i aters. Im I). I. G. B. fand er reiche Gelegenheit, seine Fähigkeiten zu entfalten und eil» Mehrer des Ansehens und «Irr Aufgaben «lieser ersten «leutkcli-jüilischen Vereinig!! ag zu werden. \ iele sozial-ethischen Schöpfungen entstanden unter aejner bewährten Leitung, wie «lie „Jüdische Arbeiterkolonie in Weißensee". ..Deutsche Zentralste.!!« für. jüdische Vi anderarmenfürsorge". ili? ..Fürsorgeansta teil in Repziu und in Küpeiiick". jGeinein-am mit «1er Gro lloge U« O. B. B. wur«le «1«t Religionsunterricht in kleinen Gemeimh'n ausgi-haut. «lie ..Erziehungsanstalt für» geistig zurückgebliebene Kinder in Beelitz".] erricht i-t und das l.Gesamtarehivder Hektischen Juden" gegründet. Ein unjermüdlichcr. unerschrockener Kämpfer für «lie Gleichberechtigung! «!«■#• Julien forderte er in zahlreichen Aufsätzen knit beredten Worten den Zusammenschluß der gesamten d eutsche l Glaubensgenossen und regte «lie Schaffung eines ..Allgemeinen «Hutschen Jndentages" an. Aus dieser Aair« gütig ging bekanntlich der ..\ erband der deutschen Juileit" hervor, «len Philipps m mehrere Jahre kraftvoll leitete. Um die im Jahre 1902 begründete ..Gesellschaft i zur Fönlering «lei Wissenschaft «les Juilentums“, in der er Uns an sein Lebensende «len Vorsitz führte, hat er .sich lgroße Verdienste erworben. Auch «lie ..Vereine für jiidi 107

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