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Der Orden Bne Briss · 1932-10-01 · Festnummer zum Ordenstag ; Nr. 8 - Oktober (10.1932) · p. Seite 106

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Festnummer zum Ordenstag ; Nr. 8 - Oktober (10.1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 106 (sequence 14)
Language
German
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ehern Talente zum Durchbruch verholfen. Auch He her dieser Zeilen darf sich in diesem Punkte sein har erinnern. Und trotzdem, das heißt hei aLlen Erfolgen au Gebiete. wird das Bild \ou Doktor Simcliowitz a erst ganz lebendig. Wenn man sich erinnert, mit Leidenschaft er die Literatur ins Volk hinein getra| Oh er im weiten' A ortragssaal. der. wenn Doktor Si sprach, fast immer iiherfiillt war. die groben Fri Literatur und der geistigen StrehHngen der Gegen seine frische, oft witzige, immer geistreiche Art bell oder oh er im engereu Rahmen seiner hald kleine gröberen Kurse und Abendveranstaltungen von d lern der Gegenwart, den Geistigen des In- und sprach oder schließlich iin intiinsten_ Zirkel aus d seines Wi»»en» spendete und von Person zu Per A ii Schreir dankdiesem is Köln welcher gen hat. ipcliow itz gen der art auf andelte. i. hald Dichislaudes ■r Fülle on sich < n gab. er war und blieb immer der Gleiche, ein wissender Mensch, ein kristallklarer Kopf, ein sprühender Redner, ein liebenswürdiger Causeur, vor allem aber ein ganzer Mensch, der aus dem Bilde des geistigen Köln vom ersten Drittel des Jahrhunderts nicht wegzudenken ist. Zum Schlub: Ein warmherziger Jude und auch auf diesem Gebiete ein Wissender, wie ihn nur der jüdische Osten häufiger hervorbringt. Was er als Präsident der Rheinland-Loge, der er Anfang 1896 heigetreten ist. geleistet hat. die. Freundschaften, die er sich dort erwarb, all das wird bestehen bleiben als ein schönes und reiches Erinnerungsgut für all diejenigen, die ihn kannten, liebten und verehrten. C/ V Geb. 29. 8. 1864. gest. 20. 7. 1930. Rheinland-Loge 1896—1930. Dozenten, Lehrer Von Ephraim Finkel-Berlin hrt In <lt‘n ersten Jahren nach seiner \ erpflauzii «leut'f-heu Bollen hatte der LOBB. mannigfache £ Weiten -zu überwinden: \ orurteile. Mißverständnis be-ifhdere auch Bedenken gegen den Anschluß an jüdische \ ereinigung. Aber gar hald wurden die reichen Wirkungen und \ orziige des jüdischen Loge die nactT dem anerkennenden l rteil eines Gele David Kaufmann darin bestehen, daß es _d erwärmt, da* Kntfretndete ■ zurückhringt und um aller Stände und BeruGarten das schmückende um menhalteude Band fies mit bewußtem Stolze ge Judentum* zu «chfirtgen erfolgreich bemüht ist~. der W i**rnschaft. Dozenten sowie geistige Führer nieinden *chlo**en >ich den Bne Briss-Logen an und ihnen mit Begeisterung und Hingabe. mg auf iw ierig* ■j»e. insne rein segensi itvesens.' en wie a I tele. Man ner zitsamragenen Männer fler Geflienten F rka An <ler iege unsere?» deutschen D.istrikte* stgnd Hirsch Hildesheimer Dozent am Berliner Rabbiner-Seminar utirtmüdlirher 4 erteidiger des Judentums und de »en Einrichtungen. Er hat iln»eroni Orden wertvolle l)irn»te geleitet und ihm Zugang au» den orthodoxen Kreisen un»erer Geiiiein-cliaft ver-ehafft. Zu »einem eigen« n groben Bedauern inubte die»er eifrige Bruder infolge e ner engherzigen lie-ljimmmg einer Stiftung fiir da» labbiner- »eniinar uri-ere Reihen frühzeitig verla»»en. Geb. 2. 2. 1835. gest. 6. 2. 1910. Oeiit-che Reieli'-I.oge 1881. Moiitrliore-I.ogr 18fjl—1890. I I All» dem»« •Iben (.runde inubte auch der Dozent Simon Eppenstein » früher Rabbiner in Brie-en. Br. der Gabriel Rjeber-Loge- Tliorn < 18*19—1912) au» un»erem Bunde äussebeiilen. Frei von »olelien f ••»»ein konnten die Dolentc.iJ der anderen jüdi»ebeii IIoeli»c}iulen dem Orden ihre Tri-ue bis zu ihrem Tode bewahren. Zu ihnen• gehört Marcus Brann Dozent am jüdisch-theologischen Seminar zu Breslau seit 1911 Profe»»or. Schüler von Heinrich Grae z und sein Nachfolger im Lehramte. Als .seine vornehmste Aufgabe betrachtete es Brann. das Erbe des großen Meisters zu verwalten und es den Jüngern als. Besitz zu übergeben, liri in wei ^ft Kreisen unserer Glaubensgenossen das Interesse für die Geseliiehte uuserer Vorfahren zu erwecken und lebendig zu erhalten, bat er seine ..Geschichte der Juden- und ihrer Literatur" geschaffen, die als Lese- und Lehrbuch weite A erbreitung gefunden hat. -— Brauns unvollendet gebliebene ..Geschichte der Juden in. Schlesien** ist nach dem .Urteile der Fachmänner das Muster einer jüdisch-geschichtlichen Monographie. — Bald nach seiner Berufung nach Breslau.hat er die von Frankel i^hd Graetz begründete und im Jahre 1887. eingestellte ..Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums** gemethsam mit seinem Freunde David Kaufmann wieder ins Leben gerufen und nach dem frühzeitigen Tode des letzteren allein fortgeführtßranns unermüdliche Arbeitskraft galt zahlreichen jüdischen Organisationen. Unter anderem w;ar er besonders um die Hebung des Lehrerstaudes und A erbesserung der Lage der jüdischen Lehrer eifrig bemüht. Die im Jahre 1902 von ihm mitbegründete ^Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums" verdankt ihm die Anregung zur Schaffung der ..Germania Judaica", deren Mitherausgeber er gewesen ist. Trotz seiner vielseitigen Tätigkeit als Dozent und Geschichtsforscher fand er noch Zeit, als eifHg besuchender Bruder das geistige Lehen der Lessing-Loge dureh A orträge und Referate zu befruchten. Mit Liehe vertiefte er sieh in die Geschichte der ältesten Zeit unseres Ordens, über die er in der F e s t n u m in e r zum Ordenstag 1919 berichtet. Geh. 9. 7. 1849, gest. 26. 9. 1920. Lessing-Loge 1892—1920. Saul Hocovitz galt in der Jugend als Wunderkind, aber-auch heim gereiften Manne wurden das erstaunliche Gedächtnis und das ungeheure issen . bewundert-* Wie Brann w ar auch er rin Zögling des Jüdisch-theologischen Seminars in Breslau, wohin er nach einer zehnjährigen rahhinischen Tätigkeit in Bielitz (früher Oesterr.-Schlesien) nach dem Tode David Rosins als Dozent für Religionsphilosophie, Homiletik und Talmud zurückkehrte. Nach dem Hinscheiden von Professor Israel Lewy folgte ihm Horovitz im Amte als Seminarrabbiner. Seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiete der jüdischen Religionsphilosophie und der Talmudforschung fanden ungeteilte Anerkennung. In seinen religionsphilosophischen Arbeiten hat er durch gründliche 105

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