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Der Orden Bne Briss · 1932-10-01 · Festnummer zum Ordenstag ; Nr. 8 - Oktober (10.1932) · p. Seite 99

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Festnummer zum Ordenstag ; Nr. 8 - Oktober (10.1932)
Date
1932-10-01
Page
Seite 99 (sequence 7)
Language
German
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im Versöhnungsfeste einen der auch «l i e » c Frage hatte, erwiderte ironisch: S tilen unter Jauiii Kippur.-4 Im i ssorexamens w'tirde mir rs zu dem in neuer Auf: aub allvertraut mit dem ehender zu gestalten, als lieren Auflagen gesehehen fügende Äußerung Staubs, hei Anfertigung des Kejedem Worte fragen, w o e n!" * wider den Willen des Prinzipals Entlassungsgrund bildet. Stau!) an einschlägiger Stelle behandelt j.Sie hätten im^Register suclrun Nach Bestehen meines lAsije u. a. die Anfertigung des .Rcgist läge erscheinenden HGB. voh I Wunsche, das Register viel Dilles von meinen Vorgängern in fri ist. Charakteristiseh ist nuij die mir als R i c h t s c h n u r gisters diente: „Du mußt dich kann der Ochse n o cli s u e Niemand, der Staub Witlze erzählen hörte, kann den dramatischen, lebendigen Eindruck vergessen. Er war dabei sein bestes Publikum und erfre ite sieh lachend aueh bei der hunderttten Wiederholung!*der Witze, als oh er sie zum ersten Male 'gehört oder soebey f emaelit hätte. Für alle, die den lehensilu eigen 'Staub kannten, ein schwer zu fassender Gedanke^ laß er fast ein Jahr sein äußerst schmerzhaftes Leiden Mi stiller Ergebenheit ertrug. Ein Leiden,. welches er selhs^ ichilderte. ..als oh ständig glühendes Ejsni in quälender Absicht durch spinen Körper getrieben würde4-. Gleichwohl |e rtite er Narkotika ah, weil das einzig Mensehliehe. wa| ihm geblichen sei. die geistige Fähigkeit wäre, I^r starb in klassischer Größe in voller Erkenntnis, daß es seil Monaten von Tag zu Tag schlechter ging — ..mir kanp kein Mensch helfen, ich müßte denn seihst erst noch Medizin studieren“, meinte er sarkastisch, als die Aerzte trotz monatelanger Beobachtung die Krankheit nicht diagnostiziejr en; er traf testamentarische Bestimmungen nbch wenige Ta;e vor dem Tode ..eiligst, bevor die Katastrophe kommt!* Bis zuletzt bewahrte er — studierend — die ihm eigfi le^Haltung. Sein nächstes Wirken, mit dem er sich unmittelbar vor der Erkrankung trug, sollte der Niederschrift j seiner Lehenserinneriingen und „öffentlichen Dingen“ gewidmet sein. Ein schwerer Verlust für die Allgemein leit hei der Lebenserfahrung. praktischen Klugheit und | cm Ansehen, welches Staub in allen politischen Lagern genoß.-. Auch Zeitungen in dem entlc| Nachricht von dem Tode des ristentag und Justizministerium seinem Hinseheiden. Ein gläul faßbar war, daß im Alter von ni viele unersetzliche - Mensch dalli in dem Gedanken Trost finden] lieh jetzt solche Köpfe gebrauch „In hoc natura quid effice hier etwa: Die Natur hat hei wieviel Vorzüge sie in etae kann. lensten Sihiren brachten die roßen Juristen Staub--, Jtinahmen offiziell Anteil an ger Klient, für den es mich nicht SO Jahren, der fiir gegangen war, konnte nur daß ..da oben wahrschein- ■ werden“.- re possit videtur experta“. in offenbar zeigen wollen. Persönlichkeit vereinigen Geh. 21. 3 Berthold-Au 1856 erbachfst. 2. 9. 1904. e 1883—1904. l(g‘ rt zu Julius Goldstern Julius Goldstein gehe ersten Viertel dieses Jahrhum gingen. Von Jugend au eifer erfüllt, erzwang fr sich Art den Zugang zur iLJniversi höchsten Anerkennung '■ erfolgte sich 1902 an der Technischer als Dozent für Philosophie. Ii Hochschule für seine Tehrtäti Anschauungen über das' Wesen Von Mag Dienemann, Offenbach a. M. Menschen, von denen im lter|s stärkste Antriebe ausem leidenschaftlichen Lerni;egen Widerstände stärkster it. Nach seiner mit der Promotion habilitierte er Hochschule in Darmktadt der W'alil einer derartigen [keit kam der Wandel der <Jer Philosophie zum Ausdruck. Sie ist nun Begriffliches, Abstrakte Denken, das nichts itii als Sinngebung des Lei zu entwickeln i|st. Zi Sinne und die innere und Füreinander zu in seiner Lehrtätigkeit Arbeit am und jiu Slo der Aufgabe, vertraut Sinn zu gehen, an ihm rischen Lebenswillens licht mehr wie früher als ein rein i gefaßt, als ein ’oin Tuir abgelöstes dem Alltag zu tun habe, sondern bens, ails der die Linie des Handelns i l" wird: die äußere Erfahrung der Erfahrung der Seele in ihrem Nebenbegreifen. Goldsteins besondere Note vurde es null, Minsehen, die fiir die Iflichsten berangfbildet wurden, 'mit machen.Mer Ar leit um Steiff einen Ürjifte des zu die gestaltenden u bewähren cli Eine im Grunde r ( Wesens war denn au und Demut war in sr aueh der leidensehaflli fremdeten Juden wieil se liließc *n, ih r<» Ehrfure W urzelfesten religiösen Ein Erziehetvon ■ an seiner lloehA-hiile. des Volkes. — fr war au der pädagogischen dem auch Lehrer uneiit durften. Ein Meister i Vortrag, voll Te ler einer durch er Unzählige in fließend englisch und entzündet und .llefliigr I i g i ü s e Aufg eine tiefe. Rel inem Empfinden Wille, den rr Zugang zum lit vor der f berl Lehen •Zu’-crw inperun sichtige ii Deutse ul Nach dem Kriege., ger initinaehte. war er" der llerausarheitung de \ ersÖhniiiig. Eia liesbli samkeit war die Kritik aller Unklarheit iun'd V und mit einer nnerbittl dem landläufigeil polit Mißbrauch — der Wort ergeben hatten; und zu aus dem Mißbrauch die: die Juden kehrte, außc angewandt wurde-. Fm diesem Gebiet waren di« und Politik“ und „Deut sehe Idee“. konnte nur so ii weil in iluu Gesell losseiihei : nd 1 e Diese Wirksamkeit tung . entfaltet werden, Zwiespalt, sondern ein war. Tn ihm war die S» IhstverstäniLlielikr Deutschsein und! Jude»-in. Woruin er ein Kampf, in dem er tu den geistigen Führern gehörte des „Morgen*-. darum al >e vecl; It.ener Begabiliif. licht nur Bildnejr hi den letzten Vkademie Darnis]t lieh Vieler, die er Rede, klar m ent und Uherzei und einfachen J ih s<1 Idaml fra II und im nznsiseh -— reu aucji Lehrer adt-Mainzj — sonne Vortrijg e hören Gedaukeii und im gungslcrafj. Kiinsi; Stilfiihrjiug. hat Ausland — fr sprach he ehrt, ihren \\ illeri , len er von Anfa stark politisch Gedankens der!eres Feld seine der völkischen (rschwommcuhcit eben Logik tlie sehen. Ge.hraHch r Rasse. Nation, leich wies er na er Worte in De rhalli Deutschla Iit seiner politi zwei grundlege :sche V olksidee i ch aus der Sorge um deutsche Geistigke.it. deutsehen Huiiii nitätsw illens. Stärkster Ausdruck seines Willens Mit dir Gründung,dieicr Zeitschrift, bestimmt, dem geistigen Schicksal des'Judentums in Deutschdir und lanil zu dienen Formung der (legenw des gescjiichflii heil an der Entwicklung kens in der, Welf aüfzli religiösen Kräft<- in aller über sein ze tbegrei und in deutscher Kulti kämpfte er zügle und . Gruiidzug seines giosität; Ehrfurcht und Tun. Darum hrer Religion Cut- Judentum zu ereferung und allem en. eliöpfe niclit nur Lehrer künftige^- Lehrer Hg an als prr.iwillit; tig. V or; allem in Volks- und V ölkerpoli^ischen Wirk- Ideologieil. Feind zeigte er geschickt Mängel auf, die bei oder vielmehr Volk, völkisch'sich c Ii. wie alb das. w as u [sehland sich gegen nds gegen Deutsche, sehen Tätigkeit auf n|den Werke: „Rasse und dcutsrh-vülkiin solcher Richinerlei «eelischer der Empfindung it der Einheit von als Jude: kämpfte, und wegweisenden ich als Deutscher, um Erhaltung des var die Schöpfung lledeutiing des .Judentums fiir die i rtskultlir darzm teilen, den Anteil des gegen wirtigen Judentums Befestigung drs religiösen Gedan-i zeigen, die Einheit aller wirkenden herzustellen. wirkt ztes Lehen im c: eufschen Judentum rgestaltung fort. -I 99

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