Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1932
- Issue
- Nr. 4 - Mai (5.1932)
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 53 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Bücherschau (H d n c ie Edmond Fleg: Le Marehand de stration, Paris.) — Es. ist hezeijc liehen den „Kaufmann von Berlin“ de Paris“ tritt, wobei für Fleg, der literarischen Behandlung jüdischer Stelle steht, die Absicht vorliegt, Bild des raffenden und wuchernden liches, lebenswahres gegenüberzustel|i \ ersuch aufzuklaren und der Wahrte eigentliche Wert des Stückes. Ob deutung groß, ob tlie Komposition eine Frage von nur untergeordneter dem Thema selbst. (Die Meinungen ker gehen in der literarischen Bewe ander.) Im Mittelpunkt der Komödie >t das Problem, das zur Abwandlung gi Es betrifft die Frage der bewußte Wirtschaftsprozeß erworbenen Vermilj die es mit'schaffen. In diesem Fällte gestellten der Fabrik. B. macht Theorie zu eigen und verficht sie ' aller Art. Jener französische Kritiker der da schreibt: Mag der Gegenw so oder so geartet sein! Was immei das Publikum denken möge ..., icl wir uns einem wichtigen, grundlegen befinden, das weitere Interpretation* lies Themas nach sich ziehen wird. Paris. (La petite Illuhnend, daß nunmehr ehring) ein „Marehand in Frankreich in der lelange wohl an erster m ^einseitig verzerrten Kaufmanns ein menschen. Hierin, in diesem it zu dienen, liegt der rein literarische Beestlos gelungen ist, ist Bedeutung gegenüber der französischen Kritirtung sehr weit auseinsielt Bild des von ihr zutiefst geliebten sie für das ganze Leben den Seg< n fraulich-mütterlicher Zuneigung bis in das Innerste ihres Wesen« bewahrt. Der Roman, der in ausgezeichneter Übersetzung erschienen ist, verdient gelesen zp werden. / Dr. Max Safomop , Der Sohar. Das Heil. Buch dt, Urtext herausgegeben von Ernst Mijl Glanz, Wien. Preis in Leinen 20 Frank zu einem, dem (Frankfurt a. Main.) Mit der in neuerer Zei wuchs auch das Interesse Buch, an das die großen uischen Kabbala und des im Laufe der Jahrhunder Entstehungszeit und des V; Beurteilung innerhalb des fahren hat. ts cht Samuel Brizach, und;clangt, ist ein modernes, n Begrenzung des im gens zu Gunsten derer, der Arbeiter und Anlich diese ökonomische egenüber Widerständen Von diesem eigeuar Sprache abgefaßt ist, lieg« tigsten Teile in deutscher fasser, der bereits im Ja zungskunst gegeben, hat' reichen Einleitung verse die er mit feinem Verst Abschnitte gruppirrt -um Bibelstellen nachgewiesen, genaue Verzeichnisse sow den Wert dieser Neuersche zunehmenden |Niigung f ir Mystik für den Sph'ar, jenes merkwürdige inystischen'Bcwegungen der Luria- Chassidisipus ankiülpfeu,Ulas aber abgesehen v>n;der Frage der 'erfasserfi -I— eine verschiedenartige Judentums und : einer Umwelt ert|igen Werke, du in aramäischer n nun gum ersten Male die wich- .Sprach|e Vor. Ilerl gelehrte Verhre 192j0 Proben sieincr Uberset- «liese Ülaeijtragun; "mit einpr lehrli-n, die bedeuten ■ Ulli! ie len Sohazstellrn, aufgewäh t hat, tn sieben Rai(de djvorkomnenden Gehaltvolle Ai merkunge a, zwei die s<|j>ölne Ausstattung erhöhen inung. I die Situation richtig, a^rtserfolg dieses Werkes r die Kritik sagen und habe das Gefühl, daß den Werke gegenüber und Behandlungen Schalom Asch: Die Gefangene Gottes. (Paul Zsolnay. Verlag Berlin — Wien — Leizig. Deutsch von Siegfried Schmitz.) — Auch in diesem Romi n versteht es Schalom Asch, ein Schicksal zu gestalten, dau ergreift und uns aufs -stärkste in seinen Bann zieht. Die Darstellung überrascht durch eine ungewöhnliche Kenntnis seelischer Vorgänge, zugleich aber auch durch feine und feinsinnige Beobachtungen und Betrachtungen hinsichtlich der Lebensform und des Rhythmus des gegenwärtigen Amerika. - Im Mittelpunkt der Erzählung stehen Emily Brown und Frank Melbourne. ..Die erste Jüdin, in deren Innerem Erinnerungen jüdischer Art nur sqhwach und im Uuterbewußtsein leben und nur in schweren, kritischen Stunden ihres Lebens in dag eigentliche Bewußtsein und die Empfindungswelt' eintreten. Frank, Spioß einer in strengster Tradition lebenden puritanischen Familie, zugleich auch, zum mindesten bis zum Zusammentreffen mit Emily und darüber hinaus, der echte Repräsei tant puritanischer Art und Gesinnung. Beide, aus so vers« hiedenartigen und hier und da doch einander sich berührenden Ursprüngen erwachsen, fühlen mit unheimlich wirkender Macht sich zu einander hingezogen. Ganz meisterhaft geschildert wird das Seelenleben der „Frau“, die in jeder Weise (nach voraufgegangenen stärksten Erschütterungen und Qualen) von jeglichen Bindungen unabhängig und frei zu sein scheint. Sie bleibt aber die „Gefangene Gottes“ und verklärt das Felix Holpern: Wie Ton in iles\Töpfers.Hand. (Gustav Engel Verlag, Leipzig.) -j- Es ist iinmer gefährlich,! eitlen Titel zu wählen, der sich bereits mit einer bestimmten literarischen Reminiszenz veibindet: cip BucI, das sich ,. Krieg un«l Frieden“ oder;,Schuld und Süluje“ ne knen würde, - selbstverständlich allerlei 'Vergleichen aufgesetzt... nicht nur diese Schwierigkeit hat der Autor mit dem pbetenwort als Titel hei aufbesci waren, londern auc für ihn vielleicht' noch l edenkli :he(e, sich von Max ein freundliches Vorwort schreiben zu lassen. Und au „RJ-ubeni“ (an den B-od erii nent) daijf man hier gar nicht denken! Denn wir haben einen histoiifcl en Rmnan vor unkt unseren heutigen gesteigerten Ansprüchen nicht geni kann. Handelt es sich doch hier um ein .Stoffgebiet, in aem gerade Max Brod Vorbilder gesc(iaff-n, d< ren- Vergleich Idas vorliegende Buch wahrhaftig tiiclht .aiishält,imit seiner jtnokkenen und unlebendigen . Scbiltlerui g des [ Barkochba-Alufstandes. Auch an Moritz Heimanns thematisch verwandtes „Weib des Akiba“ tnag inan denken^ uml zu verstehen;, was die Behandlung eines ihistoriseben Themas für Anloraerangen an den Bearbeiter stellt: Im. vorliegenden Werk genügt weder die psychologisch^ Deutunlg, noch die -historische Genauigkeit; ja, jgaiiz grobe-Scbnitzctr sind unteren Autor unterlaufen, wenn er imimer wieclrr Von Holzhäuser in Palästina spricht, dU, Thora'mit der Mischna verwec seit und so unhistorische. Konzessionen an den Geschimact einer gewissen Leserkategorie macht, l.'ie bei der Eilnfüh rung der Gestalt einer „Mesi iasbraut“. die scheinbar Vorbild in Feuchtwangers Tichter d-s „Jud Süß“i .hat.l Fkl. Ebenso ^wie der niebtge vierte Sprache. meisten e Stoff s; r Kabbala. Nach dem ler, Verlag Dr. Heinr. M. — Slatistics of Jens. Aus d« in Werke von Harry 5. Linfield, New" Y >rk 19.31. gende Einz« Ibeiten: In den Vereinigten Staater von Amerika gibt es 42*8000 Juden, die in etwa 10 0Q0. Stadt- und Landgemeinden wohnen. Während der letzten f>0 Jahre vermehrten sich die Juden von 230 000 auf 4 228 0M).! j Außerhalb der Vereinigen Slaalen leben .7 200 000 Juden in einer Reihe zusa nmenl än;ender europäischer Länder, wo sie mehr als ('/•> der Bevölkerung bilden. (Deutschland ist hierbei nicht eingerechnet.) Die Juden Palästinas stel en einen höheren Prozentsatz der Gesamtbevölkerung dar i Is die Juden irgend eines anderen Landes, nämlich: 18%: hre Zahl beträgt 161000. Im Jahre 1930 wapiderten 1152(i Juden in die Vereinig ten Staaten ein, im Jahre 1929 12 479. ört die wenig kulti- Dr. E. : 1 i '.. ,-Statislics of fews“ entnehmen wir fol-.