Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1932-05-01 · Nr. 4 - Mai (5.1932) · p. Seite 54

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 4 - Mai (5.1932)
Date
1932-05-01
Page
Seite 54 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/6727475-6029206-6074867--2790-4869367
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Die Juden Deutschlands (563 379) stellen 0.* Ce der <olkcriing ilar. Im Jahre 18*1 betrug ih e Zahl 512 153. d. h. 1.25'' der Gesamtbevölkcrmig. In den letzten 15 Jahren vermehrten sich die Juden IVeuLicns von 366 876 auf 403 969. Auch die Juden Sachsens. Hamburgs und Lübecks haben an'Zahl zugemimmrn. nährend diejenigen aller anderen Staaten des Reiches sich an Zahl verminderten^ Die Gesamtbevölkerung alle- «leutsehen Staaten mit einer Ausnahme hat sich währe id der letzten 15 Jahre vermehrt. \on den deutschen Juden nolnieii 66.8-® in Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern. 16 ' in solchen von 10—100 000 Linnohnern und lT^*'-' in Orlen unter 10 000 Einwolniern. r. w. .trnold /.weiß: Junge Frau ton 1914. (Gustav 1 .iepenlieuer \ erlag.) Es geht uns mit diesem Ruch nie seiner Zeit mit dem nach «ler ..Claudia" erschienenen ..Geschichtenhuch". Die früher heraii-gekommene hedeutendere künstlerisch i* Leitung stellt das zneite Werk in Schatten. Denn so erhält es -.ich mit ilie-em Roman, neirti wir an den ..Grix-ha" «lenken. Das Ruch ist sozusagen ilessen erster Akt. d ich da i— stark in «ler privaten Sphäre hleilit. fehlt ihm dessen Mlgemeiiigöltigkeit. Es siml die Menschen weniger «les ..Grix-ha". als die noch vorkriegsmäüiä allzustark mit ihren .. Pri« alxlinicrz«-n" belasteten der ..Abreise“ (aus dein ..(,«■- srliicbt«‘iihueh" I. die uns heute unendlich fern siml. ohne «loch schon historisch zu wirken. Dali cs danebei Fülle «ler feinsten und für alle Zeiten gültigen 11 trugen über die ewigen Kämpfe der Geschlechter gibt, ist hei einem Dichter und Seelenkenner vom Range Arnold Zweig» so seihst verständlich. «laß es kaum hesond« rs erwähnt zu werden braucht: «loch ist es dem ..zwischen zwei eine iihacli- /)o/i/«<7jnhitimin des Br. Muri> ll isehnitzer. Ilr. Mark W ischnitzer. Historiker lind Publizist. G« ueralsekretär dt's llilf-vereins der Deutschen Jutleii. hegelit am 10. Mai 1932 seinen 50. Geburtstag und blickt gleichzeitig duf eins- 25jährige wissenschaftliche literarisclie Tä igkeit zmii<k. Nach Absolvierung des Gymnasiums in lirody studierte llr. ^ischnitzer in ii-n mul Berlin und -chloll daran weiter«' ausgetlehnte Studien in Petersburg mul London. dir ihn befähigten, in führenden russischen, den rhei mul englischen Zeitschriften «las Wort z.6 nehmen. 1921 als Nachfolger Dr. Bernhard Kahns zum Generalsekret llilfsvereins der Deutschen Judenberufen, reiste ei 1923 mit. l)r. Paul Nathan nach der Sowjetunion mul 1» igaru. lieren 1927 im Aufträge des Hilfsvereins'die jüdischen Siedlungen ui der l.kraine mul der Krim. In zweijährigen Ahsländen führten ihn «lann Studien «Igr kulturellen Verhältnis;«• «ler Juden nach Rumänien und in Angelegenheiten der Ha fkinc- Sliftmigen für Jeschiwoth nach Litauen. Polen. L Rumänien und der Tschechoslowakei. W ir grati herzlich. - Ehrungen ton Brüdern. D«-r \ or-tanij «les „Verein für Kin«l«*rerliolmig'heiine Rerlin e. \ ." hat H e r m a*h n Ahraham ...Griilie zu seinem 85. Grhurtstag 11. März 1932" gewidmet, «li fiiliri-n«l<- Persönlichkeiten zum Aiis«lruck brachten. L. a seien erwähnt die Schreiben «Irj Reichspräsidenten von llindenbiirg. des Reichskanzlers Dr. Brüning, des preiill. Ministerpräsidenten Dr. Braun, des preuli. Ministers für Volkswohlfahrt Dr. Hirtsiefer mit'gleichzeitiger Verleihm g «ler ..Staatsnu-daille für \ erilienste um «in* V olksgesundl «-it in Silber", des Reichstagspräsidenten Löhe.'des Polizeipri sident«-n Grzesinski. des Oberbürgermeisters Dr. Satun, unter Verleihung der Ehrenmünze der Stadt Berlin. Es folgl dann «•ine grobe Anzahl von Zuschriften hervorragemler Persönlichkeiten aus Kreisen von Behörden. Wissenschaft, \unst, des i-lite Generationen“ — der Vorkriegs- und Nacbkriegsgenerätion — stehenden Verfasser in diesem W'erke nicht gegeben. will mul ohne Reflexion zu schauen und zu schildern. was an manchen Stellen (besonders hei «jer etwas verzi-ichneten Gestalt des Bruders «ler Heldin) deutlich wir«l. Wir glauben nicht, daß «lieses Werk zu denen gehören wird, die späteren Zeiten die Luft und die Stimmung der ersten Kriegsjahrc gültig .darstellen werden. E. Stiul Kirnt:: Sendschreiben an den Vorstand und die Milßlieder der Vereinigung traditionell-gesetzestreuer llabz. bitter Deutschlands. Verlag M. Poppelauer, Berlin ,1932.. 16 'Seiten. Der V erfasser, seihst ein gesetzestreuer Rabbiner, wendet sich an seine Kollegen gleicher Richtung mit der Bitte um Erwägung, ob es richtig sei, nCue religionsgesetzliche \ «-rbote einziifiihren und dadurch neue Sünden zu schaffen,,— 'Veranlassung zu diesem Schritte gibt ihm die von gesetzeslreuen jüdischen Zeitungen ''eingeführte Neuerung, in «len WoFten Gott, göttlich und «lep mit Gott zusammengesetzten Kompositis das o zu streichen, durch ein Apostroph zu ersetzen und G'tt. g'ttlich. G'tteshaus usw. zu di ucken. Der Verfasser befürchtet, «laß «liese Neuerung, wenn sie sich einbürgert, zu einem neuen Trennungssymbol «.erden könnte, mul darum ruft er die Kollegen zur Stellungnahme auf. ) Die klaren, logisch-scharfen Ausführungen «les Verfassers. gestützt auf eine Fülle voll Belegstellen aus Talnuul und Midrasch, aus der Dezisoren- und Responsenliteratur werden hei jedem Leser — welcher Richtung er auch angehür«-n mag — Interesse in hohem Maße wecken iih«I ihm Genuß und Bereicherung seines VS issens bringen. F,. F. \\ ohlfahrtsverhäiiden usw. Br. Ahraham starb kurz nach \ <illendung,«les 85., Lebensjahres. F'. C. Mit Ende des Schuljahres ist Oberstudiendirehtor Professor Dr. Friedland in Seesen a. //., Brutler «ler Leopojd Znnz-Loge in Braunschweig, nach Erreichung der Altersgrenze in «len Ruhestand getreten. Fast 25 Jahre. lang hat er die altlu-rühmte Jacobsonschule geleitet. Zahlreiche Generationen jüdischer und christlicher Schüler sehen in ihm mit dankbarer Verehrung den Erzieher zu freiem Menschentum. Sein<-n Bemühungen ist 'es zu verdanken, daßdie Anstalt. der wie so vielen andern jüdischen Institutionen infolge' «ler Inflation der sichere Untergang drohte, erhalten und durch Übernahme seitens <Jj-s Staates unil Ausbau zur Ober- ' realschule für alle Zeiten gesichert worden ist. Der Rat der Stadt Seesen ließ dem Scheidenden als Anerkennung für die hohen Verdienste, die er sich um «lie Entwicklung <|es hölier«-n Schulwesens der Stadt erworben hat, ein Ölbild überreichen.« das «lie Stätte seines Wirkens, darstellt. Der Leiter des höheren Schulwesens des Freistaates Braunschweig. Ministerialrat Dr. Witte, hat in einem persönlichen Schreiben Direktor FTiedland seine Anerkennung um! seinen Dank für seine erfolgreiche Arbeit im Dienste der Schule ausgesprochen. Die Schulgemeinschaft verliert in ihm nicht nur einen gerechten und wohlwollenden Führer, sondern auch einen stets hilfsbereiten und tatkräftigen Freünd. Zu seinem Nachfolger ist Oherstudiendirektor Dr. Brodführer aus Gandersheim ernannt. Seine Berufung ist auf Vorschlag des Kuratoriums der Jacohsonstiftung erfolgt und damit die Gewähr gegeben, daß die Schule im altCn, überlieferten Geiste fortgeführt werden wird. * Brüder denkt in diesen schweren Zeiten daran, daß Logenangehörige und deren Kinder aus allen Berufen und mit allerbester Ausbildung stellungslos sind. Sie zunächst zu berücksichtigen, ist Bruderpflicht. I 54

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.