Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1932
- Issue
- Nr. 4 - Mai (5.1932)
- Date
- 1932-05-01
- Page
- Seite 43 (sequence 3)
- Language
- German
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verteilen, die vielleicht den Egoismus dieses oder jenes Volkes nicht befriedigen, aber «Iler (Gesamtheit aller die Erlösung aus drängender Not hringcn kann. Und wir erleben endlich «init der tiefsten! Enttäuschung und 11c- ' schämuug im Herzen sogar dan, daß ein angeblicher „Bund der Völker“ nicht einiuai dazu fähig ist, zu verhindern, daß immer noch und V ölker Tod und V ernichtung ge jeneinauder tragen. VV o also soll der Optimismus seine zti all dem schaudernd Erlebten will und Soll? Er kann diese Kr wenn eins uns Mensehen bewußt wird: Jenes starke „Und dennoch!“ des Optimisten darf nicht bloß ein Bekenntnis des, (Glaubens bleib zur eigenen Tat sein. VV ir Menschen dürfen uns nicht mit der Erkenntnis begnügen, daß die Voraussetzungen für die Fortdauer dieser Mc/iscphciPvon uns allein gcgerade jetzt, wiederum Kraft hernchmen, der „Und dennoch!“ sagen raft sieh nur gewinnen,- schaffen werden können, sonde -n müssen an kenntnis die Tat der Verwirklichung reihen. Denn keim vorgestellte Menschheit Menschen nicht dieses 'Tat, diifl ich ung der Welt, der Verbrüde diese Kroiler geglaubte Macht des Alls wird der die- Fortdauer gewährleisten, wenn wit- Tat der Vermenschrung der Menschen, tun. Hier aber ist der Punkt, wn unsere, eler, lfnc Bris eler Söhne des jüdlsche-ii Mena-bbeitsbundcs, Tat he-’ ginnt. VV ir haben uns im Zeit* ich von „VV <diltätigk<-it, Bruderliebe und Eintracht“ zu lammeiige-sehlossen, und wir machen de-n Versuch, inimei von neuem den ernstgn Versuch, Menschen gegen alle Erfahrung des la-hens au die Chuug dieser Tugenden zu hindcu. Wir machen diesen Versuch, oh wir auch wissen, daß wir nur die Wenigen sind, ohne!'darauf zu achten, daß’irehen und gegen uns, die w irdoch als Bue Brfss nur nach Zeluitausenden in der Welt zählen, die Millionen- .stehen, dis in der Erstarrung und Ver ichlossenheit de^ Seelen verharren. W enn Hills aber'der Zweifel beschleicht, oh das, was wir tun, Siiui hat in dieser Welt des Ungeistes, lind oh dem Tun ein Erfolg auf dem Wege zur Umgcstaltung der VV eit j heschicdci sein kann, dann reißt uns aus solchem Zweifel eine doppelte Kraft: die Kraft der Erinnerung an jüdische» Ge schichtserlehnis und die Kraft der VV irksamkeit des (Geistes, von der weniger noch als von der Materiejim Hauslia t des Alls auch nur ein Atom verloren gehest kann. Jüdisches (Geschichtserlebnis ist immer das Erlebnis der W enigen gewesen. W ir sind immer den Vielen, die anders .waren als wir, gegenübergestellt gewesen. Uns kann da i Argument der großen Zahl nicht beeindrucken, weil <; ie Überzeugung von der stärkeren Kraft des Geistigen und Sittlichen durch die (Geschichte der Juden ihre lebendige Stütze erfahren hat. So tun wir Eine Briss unsere Tat der Menschen- und Bruderliebe, und wir wissen, daß diese Tat im ewigen Fluß des [Geschehens nicht ohne Wirkung bleibgn kann. Denn geistiges und sittliches Tun ist wie ein Feuer, das, einmal entflammt, nicht nur niemals verlöschen kunn, sondern in-Ewigem W’eiterglühen und sr -leuchten, ohne da£ wuhrnehincn, von abgibt an dpe-' not- Mag darum tuiser T Annäherung der M im engen Kahnu-n sichtbaren Erfolg keine Kraft im Unij' von diesem unserem ein «las Lehen fornjt die Welt hinein, aus der inneren EG Menseh zu Menseh haben wird, wird in u Zieles nicht -fortged unserem Tun, dem scholl heute seinen Kraft verleiht, au Auflösung aller Bi noch!" des Wille sprechen. wir u liier li in in, unsi tischen unserer iahen ,ersinn U i Unsere diese (Gemeinschaft« VV ir kö .In ire irgendetwas äu äußtüiihm, FGrhülliiug il Eän anderes aller k Beglückung, die, df de r lii d Atmosphäre hru der guten Tat zus die F’rage dt-l Beg (Gemeinschaft von i wird ihnen ai^ (Güte -ie seihst wirkend werden. W irkeig nder d einst (starrunj ie Bruj. ser Auf lebt wi Wollen ztireit- und uiigeu Us zur nd die arme u irstarrun er Ringe zu näelishriider —• nach verloren linterrr Strom u wenn g | gelüst* ilifr -zu E eil an t r< eil kö Jnd W cli ul m Mefi4 lieber friinit. kung ■ inen si 1?r I neiden gerade das optin »cmei l rüder |iabeu sic mulmig, nlel.t reu (G ,’e de 4ncleren es viijHeiclit id seinem Leuchten befindliche Well, um di^e brüderlich - vielleicht auch nur iclien (Gemeinschaft dem (Gesetze, daß geben kann, strömt lisch und unsichtbar ■bildender- Kraft ii Welt und Menschen sein werden, wenn ruder sich gefunden Erreichung diese inen. Das ist’s, vvajs eil < ler ßnr Bris; »rund und Ulis di in dieser Zeit de i nistiselu- „Und denschaftshiiiditng zc)i Brüder haben siclli heute mit uns iii ler Bit* Briss verflochten, rsprecieu, daß sie in ili ■ iltt-rn dm Lehens, ap FGlirt1 r sozialen. Stellung finden werden innen vir iluten verspreelien: jene cln-n in der wärmenden Mensel liclikcil 1 und an. ml st ist letzten Enden ■ nt-ueii Brüder in unsere Daß das gesellt1 zu der zweiten F'ragc v ic-Jlt-ichl bewegt, zu in dieser Zeit jiidisc unsere neuen ßriief zur guten Tat berei dafür gibt es eine heute einer brjidt- FGs sind Menschen sieh tlie neuen Brü l tc sind, wie uns aueli dm keit, nach Beruf, pe kenntnis und rt nziert haben mag, hei gl.-i .11 tlie gleichen, tles Lebens, Jer vorhanden. Das a ander und vtfn heul eng zusammen: ahtvon der wir j|tzt sp. vielleicht von diesem rcligih: mag. jütlisteil ii it-n wii|i y tlie tl r F’ragt u-r Ort r hei Me. sichen eben r eigei der heu s Schi rstinlieli (Ge ,VV arii i |bst abhängig. Unser Hunt l tles 1 li-rzenstl as’zu rück gehen, waa md stlafTY-nd ln ilui biiieintrageil tli——"im 1 damit komme icl heule ‘iiigefiilH-teu Brüder in aut-b und geradt: en, jiitli.ehe Logd?“ •—, tlali uns find an werden, was de icli zu fi iden erwarten darf (Gewähr. Sie schließen siel, i-nieiuseliaft von Juden an eiji Art und Herkunft, denen t^ verbinden. In uns allen rkkal nae i Anlage und F'äliig ein Erlebnis, politischer Kr >ser Anschauung voneinander diffe die gleielien (Gr[IiijlkräfIe tler Seele, n Vorstellungen vom letzten Shu iclic Thr tlunu: tles Lehenjsgtifülil i s bim el uns Bne Briss' iinterein e au a icli mit'den neuen Brüdern das aller führt auch zu tler F’rage ujeeben,. md die an tlieneuen Brülle oder -'jenem, der'ihnen nahe ist I . 4ct i