Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1932
- Issue
- Nr. 2 - Februar/März (2.1932)
- Date
- 1932-02-01
- Page
- Seite 18 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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atandatraßc, alozzi- (j ropiuai deu etwa kommt traße. nntuis eisuug liier au X ahlzeit sich an wie Alte :orguug S]» die, i ’k sic 1 Hierher gehört auch die aliheliehte Toynbee- Halle der Berliner Logen U.Ü.B.B., die au 2 A jenden der U oche geöffuet ist. 2. Sie bilden deu Übergaug zu, den Mitte, und \ olkskiichen (Schönhauser Allee, Claudi Pfalzburger Straße, Schmargendorf er Straße, Pest. straUe, Miincheuer Straße und Fingwstraße, Straße, Weißensee und Brandenburgstraße), die W ohlfahrtsbczirkcu unterhalten und wo täglic l 1200 l’ortioueu ausgegeben werden. Zu ihnen auch die \ olksküche des Heimathauses GormauUs liie „Berliner Logen Lf.O.B.B.“ haben in Lrk der W iclitigkeit solcher Veranstaltungen die Blankenfelde-Straße durchgeführt. Ls werden 150 Bedürftige täglich mit guter, warmer kostenlos versorgt. Außerdem haben die Logen der Schulspeisung in der Rykestr. beteiligt, gleiche Einrichtungen in der Auguststr., im Bez; Synagoge, den Kindergärten und Horten, der \ er: besonders hilfsbedürftiger Kinder dient. Schließlich ist in diesem- Zusammenhang die ,.\lrn-:i academica judaica", Kosentha)er Straße 40—41, . zu erw ahnen, die täglich 20Ü Studenten speist, (ind au die eine \ olksspcisung augeschlossen ist. Zur Speisung von Bedürftigen liabcii. einzelne Familien erboten. W cungleich diese namentlich nach den Erfahrungen der Kriegsjahr allgemeine Billigung findet, wollen doch kleinere bezirke, in denen eine .solche Form nachbarliche r leichter durchführbar ist, davon Gebrauch mac 3. Als neues Aufgabengebiet ist in diesem die Brot Versorgung liuizugetreten, die lieh großen Familien zugute kommt. Durch veri v olles Mitarbeiten jüdischer Bäckereien wurde müglicht, Brot zum Preise von 25 Pf. abzugebe l Bedürftigen haben von unserem Angebot starl brauch gemacht. 4. Aach altem Brauch haben die Bezirke Schaffung von neuer Kleidung schon zum Chax Fest besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Es ihnen 2500 Kinder und 400 Erwachsene damit v worden. Zu ihnen kommen noch 500 Kinder Erwachsene, die von Vereinen beschenkt word- W enn man sieht, daß vom Bezirk Prenzlauej 620 Kinder und vom Bezirk Alte Synagoge 450 und 60 Erwachseile bedacht worden sind, so de davon überzeugt sein, daß damit der ersten gendsten Not abgeholfen ist. Dazu kommen aber hin tägliehc Bewilligungen von Kleidungsstücken aus der Kleiderkammer, die durch Sonderzuweisui igen in den Stand gesetzt worden ist, eine größere Anschaffung neuer Kleidung durehzuführen. Es konntei damit insbesondere Personen versorgt werden, die Auss cht auf den Antritt einer Stellung haben, und die sich in der Berufsausbildung befinden. 5. Sollen die vorerwähnten Einrichtunge l dazu dienen,-der unmittelbaren Not der Stunde zu begegnen, tn und auch Form, , nicht Außenllilfe |ien. Winter hamentsfändnises er- Die ken Geier Beukkahsind von :rsehen d 1000 sind, r Berg Kinder rf man drinweiterso ist, wenn auch leider nur in beschränktem Umfang, den W huschen, Mittel zu einer wirtschaftlichen Aulhilfe zu erhalten, entgegengekommen worden. /Es sind insbesondere Darlehen an Gewerbetreibende oder Handwerker gewährt worden, tun ihnen die Beschaffung von W areu oder Betriebsstoffen zu ermöglichen^ teilweise auch in Form der Gewährung eines Kredite^ bei Lieferanten, um die Benutzung der bewilligten jBeträge zu den in Aussicht genommenen Zwecken wirklich sicherzustcllen. Dieser Zweig der Fürsorge geht in engster Zusammenarbeit mit der Jüdischen Darlehnskasse G.m.b.H. vor sich, die die gleichen Zwecke — aber in kaufmännischer Form — verfolgt. Bei ihr sind vom W ohlfahrtsamt in einer größeren Zahl Bürgschaften für vertrauenswürdige Bittsteller übernommen worden, so im Oktober/.November, 19 im Betrage von 7800 RAI. 6. Der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit widmet sich der Arbeitsnachweis zu seinem Teil. Das Problem, zu dessen Lösung die Kräfte von Reich, Ländern und Gemeinden bishei nicht ausgereicht haben, wird für die jüdische Fürsorge dadurch besonders schwierig, daß -immer mehr Unternehmer djie Aufnahme von Juden grundsätzlich ablehncn. ' Trotzdem ist cs gelungen, Stellensuchende in größerer Zahl unterzubringenJ Notwendig geworden ist die Eröffnung einer Abteilung für höhere Angestelltengruppen aus dem Bank- und Versicherungsfach, sowie| der Industrie and für Akademiker, denen nach Erschöpfung aller sonstigen Beziehungen nun die Inanspruchnahme des Arbeitsnachweises als letztes Mittel verblieben ist. Das Problem der erwerbslosen Jugendlichen steht im Vordergrund der Bemühungen. Um einen Teil von ihnen aufzunehmen, deren WohnungsVerhältnisse so 'schlecht sind, daß sie tagsüber nicht zu Hause bleiben, können, ist das „Erwerbslosenheim für Jugendliche“ in der Auguststraße 17 eröffnet worden, wo täglich zirka 100 Jugendliche zusammen kommen. Im Anschluß an das Heim sind Berufs- und Fortbildungskurse eingerichtet, in denen die Jugendlichen von Fachlehrern unterrichtet, sich in ihrem Beruf weiter bilden können. Es sind auch Versuche mit dem freiwilligen Arbeitsdienst gemacht worden, 10 männliche, und 10 weibliche Jugendliche arbeiten in diesem Rahmen in der Kleiderkammer an der Wiederinstandsetzung der dem Wohlfahrtsamt gespendeten Kleidungsstücke und Möbel. Für stellungslose gewerbliche Arbeiterinnen hat sich diese Einrichtung gut bewährt. So vielseitig alle diese Maßnahmen sein mögen und so stark die persönlichen Kräfte sind, die sich für ihre Durchführung einsetzen, gegenüber der ständig wachsenden Not reichen sie nicht aus. Es muß deshalb an dieser Stelle immer wieder an die Bereitwilligkeit der Brüder und Schwestern appelliert werden, im Hilfswerk nicht müde zu werden, eingedenk der Verpflichtung zu W. B. u. E. Br*. Dr. Fritz Lamm. 18