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Der Orden Bne Briss · 1932-02-01 · Nr. 2 - Februar/März (2.1932) · p. Seite 17

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 2 - Februar/März (2.1932)
Date
1932-02-01
Page
Seite 17 (sequence 5)
Language
German
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Winterhilfe 1931)32 in Berlin „Wir wollen helfen.“ Mit diesem Ruf hat sich die Reichsregierung an die Spitze aller Bestrebungen gestellt, die die Wintersnot lindern pnd ihr möglichst abhelfen sollen. Die in der Deutschen Liga der freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossenen Spitzenverhände, darunter die ZentralWohltahrtsstelle der deutschen Juden, haben als Leitgedanken aufgestellt: freies und planvolles Wirkenlassen der örtlich und gesinnüngsmäßig verbundenen Helferkreise! ■ Die „Berliner Winterhilfe“, hat schon im vergangenon Winter unter Beteiligung der gesamten freien Wohlfahrtspflege, also auch des Wohlfahrts- und Jugendfür- ' sorgeamtes der Jüdischen Gemeinde, ihre erste Probezeit abgelegt und hat diese Arbeit'selbstverständlich im Herbst 1931 fortgesetzt. Um ein vollständiges Bild für Berlin zu gehen, hat die Betrachtung zu scheiden zwischen der allgemeinen (interkonfessionellen)! Arbeit und der innerhalb der Jüdischen Gemeinde. I. Nach den getroffenen Vereinbarungen ' soll die allgemeine Winterhilfe in erster Linie langfristig er- ’wcrhslosen kinderreichen Familien einen Emährungs- Zuschuß verschaffen. Es sind etwa 30 Pfennig pro Tag und Kopf gerechnet, also 9 RM im Monat, leider konnte dieser Satz nicht erreicht werden. Ein Ausgleich ist durch den Eingang vieler Sachspenden geschaffen. Für kleine Freuden wurden Kino-Karten, Theaterkarten, Rauchwaren gegeben. Die Winterhilfe wird gewährt in Form von Ernährungsheften, die einen Wert von 1,50 RM haben und aus Marken von 5 bis 20 Pfennig bestehen, die auch einzeln abgegeben werden können. Das Ernährungsgeld wird in allen Küchen der freien Wohlfahrtspflege, in den großen Warenhäusern, in einer großen Reihe von Kolonialwarengeschäften, Butterhandlungen, Fleischereien, im Bcamten-W irtschafts-Verein und in den -Geschäften der ’ Konsumgenossenschaft (in den beiden letzteren nur für Mitglieder) in Zahlung genommen. Die betreffenden Geschäfte und Küchen sind durch grüne Schilder mit der schwarzen Schrift „Hier wird das Ernährungsgeld der Berliner Winterhilfe in Zahlung genommen“ gekennzeichnet. Um auch den jüdischen Kleinhändlern die Möglichkeit zu geben, Ernährungsgeld anzunehmen, hat das Wohlfahrtsamt der jüdischen Gemeinde es übernommen, die Abrechnung für diese Händler zu bewirken. Die Ausgabe erfolgt in allen 20 Verwaltungsbezirken der Stadt durch die Bezirkswinterhilfen, in der die 3 Konfessionen, das Rote Kreuz, der V. Verband, die christl. Arbeiterhilfe, die Arbeiterwohlfahrt und die Stadt mit je einer stimmberechtigten Persönlichkeit vertreten sind. Dabei erhält nicht, die einzelne Organisation bestimmte Mengen von Ernährungsheften zugewiesen, sondern sie vertritt die ihr zugehörigen Bittsteller und die Entscheidung erfolgt lediglich nach Maßgabe der Bedürftigkeit, daß diese Organisation sich absolut paritätisch wirkt. Es darf t’öllauf r 1-Italien anerkannt werden, bewährt hat und sielt die Verbände*»* Zur Ergänzung der Mitt« zur Durchführung von 11 t u s s.a rttn 1 sammengeschlossen, vtui den |tifcH>ei erzielten Eingängen verbleiben 50% der-lreien WohlfahrLspfle ge, Dem gleichen Zw rck dient der Ve fahrtshrief m.a r k c n i ud der wohl-Lottcrie lilr die intcrl 11. Schon die Rüeksic it Kreis der Familien, die föj t rächt kommen ■— es rentner, * kinderarme Alleinstehende aus — itaclil Jüdische Gemeinde van sich griffen hat. Sie stell Stärkung der den W 1. Zur Frage deg lep sich i ohlfulti tsbezirkrn zi r zustehenden Mittel dar. Nejeinrirlittingelt sind/iü he schränkten! Maße, insbesondere für t peismgen/erfolgt. ju’f' r die rkaul der W o h 1.- .ose Idor V <i 1 k silfe. len beschränkten intet ltilfe in Ber fallen last alle Sozialu nd Kil einotier Rinderlose Familien sowie e cs erf jrder ich, (laß dir aus Hilfsmaßnahme^ er im wesentlichen als jeine Verfü^ui Obdac t Hilfe bei Exmissionen an etster Stelle, in Zusammenarbeit mit der städtisc hen . Bezirken geleistet werden. Da diese nur ein iretei , wenn ein Räumungsurteil vorliegt, ntitfl den Hilfestiebenden klargemacht werden, daß es ohne gerichtl ehe I Entscheidung, tlie sie oft gern vermeiden möchten, ilicht abgeht. Nur so ist es möglich, die erste Miete für elfte neue Wohnung zu sichern. Stark. ar gewachst -ne Mietsschulden dürfen mit Wohlfalutsmitte In nur icgliMien werden, wenn die Gewähr .bestellt, c aß die tlte Ä’olqtung geaber bei der sunehnienden ietung nur ausnahmsweise tler Wolm tilg stell! die Sie kann nur sieh um eine In ihnen ist eit. halten werden kann. Das ist Schwierigkeit der Un terverirj der Fall. Hierbei bandelt es fiirsorge im wahrsten Sinn lic)ten Stadtbezirke betrifft. Bittsteller in stetem Steigt stehende Obdachlose werden Einen ergänzenden Teil, tler bildet die Kohlenversorgun t. Den Vorsitzenden des V Wohlfahrtsamtes, Stahl, ist es gelungen, Köhlen zu. einem billigten . Preis anzitscliäffcnv Dadurch Die Möglichkeit tlic vo r all »nt die westbegriff- Fremdei ilteinie lienutzt Wohntingsfürsorge Remübitiigen des .Herrn Direktor?rhebliclr verkonnten in diesem Winter 24 000 Zentner verteil^ werden, d. lt.-die doppelte Menge-des Vorjahtes. des Al fenthaltes in licheren Umgebung Jiei glci’hzeitige: wärmenden Getränkt s und starker Beteiligung tler Ortsgruppe s c h e n F r a u eit b Stuben“, die in den lottenburg 2, Lützo'vstraße u n d e Mittelstandsdie Zahl der Für allein- Darbietung eines Zubrotesbitten die unter Berl s eingei ichtt ten „Warmen Bezirken Preri [laueiner freundn des' J ü d i - r Berg, Char- und Wedting bestehen. / 17

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