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Der Orden Bne Briss · 1932-01-01 · Nr. 1 - Januar (1.1932) · p. Seite 8

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 1 - Januar (1.1932)
Date
1932-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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großen dänischen Zeitung „Politiken“ war, gehör e dem dänischen Ministerium auch jahrelang als Finanzminister an; er hat eine stattliche Reihe bedeutender Werke i us verschiedenen Wissensgebieten verfaßt und n^a. Bearb« itungen und Übersetzungen öffentlicht. aus dem jüdischen' Schrifttii!• Der Berliner Hygieniker Br. Professor Alfred l ewand o w s k i starb 67 jährig; er vertrat an der Berliner Universität das Fach der sozialen Hygiene. Er War ein l ohn des berühmten Komponisten synagogaler Musik Louis Lewandowski und ein Schwager Hermann Cohens. * Nach dem soeben erschienenen Jahrbuch des statistischen Amts in Budapest hat die jüdische Bevölkerungsgruppe den stärksten Geburtenrückgang von allen Bevölkerungsteilen. Die Zahl der außerehelichen Geburtejn ist bei den Juden am geringsten. * In Amerika stärb 69 jährig der große jüdisch: Philantrop Julius Rosenwald, eine der führenden heutigen Persönlichkeiten auf dem Gebiete praktischen hui sanitären Wirkens. Noch im August 1931 hat Rosenwald eite Million Dollar für die Errichtung einer Kinderzahnklinik in Berlin gestiftet. Die fünf Kinder des Verewigten gründeten die ..Rosenwald Family-Association“ zur Fortführung seines philantropischen Lebenswerkes. Reichskanzler Br ining hat telegraphisch den Hinterbliebenen sein' Beileid( ausgesprochen. ’ Zeitschriften anderer Distriktei The B’nai B'rith Journal. Der Januar-Nummer des englischen Distrikt s entnehmen wir. 'daß Br. M. Gordon Liverman, J. P. z am Großpräsidenten des 13. Distriktes gewählt worden ist, neben ihm als Vicegroßpräsidenten die Brüder George J.' We >^er, L. L. B. aus Manchester, und Alderman H. Morris, J. P. aus Leeds, als Großschatzmeister und Ehrengroßsekretär für die auswärtigen Distrikte Br. Schwab, London. Als,erlreulich ist weiterhin zu berichten, daß in nächster Zeit im.] 3. Distrikt die Gründung neuer Logen eyfolgen wird. Hamenora. IX. Jahrgang. No\ember, Dezembei 1931, Nr. 10—11—12. ~ Br. Israel Auerbach gibt auf der- Grundlage < tatistischer Mitteilungen ein Bild des deutschen Judentum >, aus dem der gegenwärtige schwere Druek der Zeit ersi thtlich ist. Prof. Abraham Galante weist auf ein geschieht! ches Dokument aus dem Jahre 1892 hin, das den Miiitä 'dienst der Juden in der Türkei berührt. Eine sehr eingehende Würdigung ßndet in dem vorliegenden Heft Br. Ehrengroßpräsident Timende rfer. Allgemein interessierende Ausführungen betreffen die: Verhältnisse der Juden in Österreich, Amerik i, England, Spanien. Angesichts der Bestrebungen, die'von führenden spanischen Persönlichkeiten ausgehen, um ein: Rückkehr der sephardischen Juden nach .Spaiiien her leizuführen, kommt zum Ausdruck, daß die türkischest Juden sich mit der Türkei verwachsen fühlen, wenngleich jsie das Spaniolische als liebes sprachliches Erbgut treu bewahren. Buletinul Lojii Noua Fraternitate, Jahrgang I, des rumänischen Distriktes. C Mitteilungen Die Loge „Noua Fraternitate I.“ in Bukarest gibt unter dem oben genannten Titel Veröffentlichunget heraus, die den Interessen des rumänischen Distriktes diegien und zur Propaganda des Ordens bestimmt sind. Trägerin der Veröffentlichungen ist die genannte Bukarester Loge. — Ihr Präsident Dr. Aureliu Weiß veröffentlicht einen Aufsatz über die Gesellschaft „Ort“. — Br. Großpräsident Niemirower schreibt über den „sozialen Optimismus des Ordens Bne Briss“. — Br. Dr. Costiner behandelt das Problem der Stellung der rumänischen Juden. — Br. Rabbiner M. A. Halevy beleuchtet „Die Verschiedenheit Israels und das orientalische Judentum“. — Br. Expräsident Adolf Goldstein schreibt über Benjamin Disraeli. — Br. Dr. B. Mihalovici bringt Mitteilungen der ausländischen Distrikte. < B'rtai B’rith Mitteilungen für österreith. Heft 10, Dezember 1931. Jahrg. XXXI. t An den Bericht über die Tagung der Arbeitsgemeinschaft der außeramerikanischen Distrikte in Berlin vom 25. X. 31 schließt sich ein Aufsatz von Dr. Alfred Einstein: Franz Liszts „Judentum in der Musik“. Der Verfasser zeigt, wie selbst Menschen von hohen Leistungen auf ihrem Gebiete — Wagner, Liszt — sich bei der Beurteilung jüdischer Musiker in mannigfacher Hinsicht mehr vom Rassengedanken als vom Persönlichkeitswert beeinflussen lassen. Aus dem B'nai B'rith Magazine werden d^e Ausführungen von Dr. Z. Rychowski über das Thema „ein jüdischer Weltkongreß“ übernommen. B’nai B’rith, Monatsblätter der- Großloge für den eechoslovakischen Staat X, I.O.B.B.. Jahrgang X, Nummer 10, Dezember 1931. Anläßlich des 60. Geburtstages des Br. Großpräsidenten Popper hielt Br. Großpräsident Baeck in Prag einen Vortrag über das Thema „Neue Zeiten oder neue Menschen?“ Er unterwarf die geistigen Bewegungen der letzten Jahrzehnte des vorigen Jahrhunderts bis in unsere Zeit hinein einer kritischen Betrachtung. Die Voraussetzung der Demokratie war Bildung auf der ganzen Linie, Gründung von Schulen ihr Kennzeichen. Trotz großer Leistungen und trotz seines erfolgten Sieges hat der Liberalismus kein endgültiges Ziel der Befreiung für alle aufweisen können. So sind die geistigen Bewegungen der Zeit über ihn hinweggegangen. Der tiefste Sinn der geläuterten Bewegungen der Gegenwart ist, den Menschen zu finden, die innere Freiheit zu erlangen. Ünser Orden darf sich einreihen in diese Bewegungen. Sein Sinn ist: den Bruder zu finden, seine Bedeutung ist: Brüderlichkeit. Br. Dr. Michael Feith äußert sich anläßlich des 35 jährigen Bestandes der w. „Moravia“ über das „Gebot der Stunde“. Als Aufgabe nach außen erscheint ihm am bedeutsamsten eine geregelte Arbeitslosenfürs or g e; als Aufgabe nach innen innerhalb der Lebensgemeinschaft, die wir anzustreben haben, die brüderliche Fürsorge, an erster Stelle für die Hilflosen und Alten. Die Gründungsfeierlichkeiten der neuen Loge Concordia in Kosice werden ausführlich beschrieben. Die Aufgaben der neuen Loge sind zum wesentlichen Teile durch die Nähe von Karpatho-Rußland bedingt, dieses große Problem des Elends jüdischer Massen. Im Anschluß an die Gründungsfeierlichkeiten besuchte Br. Großschatzmeister Gottlieb Stein die Stadt Mukacevo und schilderte seine Reiseeindrücke unter besonderer Hervorhebung der Verhältnisse des hebräischen Reform-Real- Gymnasiums. Unter dem Titel „Im Banne des Gesetzes“ bespricht Friedrich Thieberger 3 Werke, die das Gemeinsame von Hindnngen irgend welcher Art auf weisen: Smarya Levin „Kindheit im Exil“, Franz Werfel: „Die Geschwister von Neapel“, Max Brod: „Stefan Rott oder das Jahr der Entscheidung“. 8

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