Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1932
- Issue
- Nr. 1 - Januar (1.1932)
- Date
- 1932-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Im Goethe-Jahr 1932 bringen wir in Erinneiung an das Hinscheiden des grüßten deutschen Genius Johann Wolfgang v. Goethe (22. März 1832) in dieser ersten Jahresnummer'deii Aufsatz von Arnold Zweig. Wir werden angesichts des 932 über Goethe geschrieben werdavon absehen, längere Aufsätze Vielen, das im Jahre den wird, möglichst über Goethe zu überrhitteln. Wir wollen lieber' Goethe selbst das ganz^ Jahr hindurch zu. uns sprechen lassen, indem wir in jeder N immer Worte v >n ihm in Gestalt von Äußerungen, Bemerkungen, Gedichten, Anschau iingen — in irgend einer Form vorgetragen' — auf uns wirken lassen. | Sein Geist soll1 möglichst unmittelbar zu uns sprechen, j .• . r . 1832 1749 1932 Au» Kiml Ludwig „Gorlhe** l'nul Zi^lnav V< rla^) Sdntenkeburtir* Bildnis au» dem Jatire* 183„\ ** I- Goethe-Worte: Mahnung an die Deut! dien im Hinblick auf Hessings ..Nathan der Weise“: „Möge doch die bekannte Erzählung, glücklich dargcstellt, das deutsche Publikum auf ewige Zeiten erinnern, daß es nicht nur berufen wird, um zu schauen, sondern auch, um ^u hören und zu vernehmen. Möge zugleich das darin ausgesprochene göttliche Duldungs¬ und Schonungsgefühl der Nation -heilig und wert bleiben!“ Nur ein allgemeines Vergeben und Vergessen kann ganz allein das verlorene Gleichgewicht sowohl, als das gestörte wechselseitige Vertraüen nach und nach wiederherstellen. 1 ' ' I [ Ich bin überzeugt, daß die Bibel immer schöner wird, je mehr man' sie versteht, d. h. je mehr man einsieht und anschautj, daß jedes Wort, das wir allgemein auffassen und im besonderen auf uns anwenden, nach' 1! ■ ■< j gewissen Umständen. einen eigeneil, besonderen, . inimitl eibar individuellei Bezug gehahlj hat Je'höher-die Jahrhunderte an Bildung steigen, desto mehr wird die Bilel, zum Teil als Fundament, zum der Erziehung freilich nicht von sondenji von wahrhaft weisen Menschep en. 1 eil als W erkzeug ■ . f naseweisen,' benutzt werd Sonst m^iclit n ich mein entsc Schwärmerei^ Heuchelei und Anma ■ t|-> .•4*1. JJil der ßibüijthtk Jöi Gemeinde f nach1 Zeit- .urd Orts Verhältnisse! wahre ideale Gute in Menschen, dis sich,in der Erfahrung nicht Wohl gi nz rein zeigen liedener Haß gegen [Jung auch gegep di s kann, pft ungerecht. Hierüber, wjie über manches and;re, belehrt uns d Zeit und man lern;: daß wahre Schätzung nicht öhi Schonung seän kam. s