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Der Orden Bne Briss · 1932-01-01 · Nr. 1 - Januar (1.1932) · p. Seite 3

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1932
Issue
Nr. 1 - Januar (1.1932)
Date
1932-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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I 1 großes Bejahen schien eine bejjjuhensvverte Well noch einmal gutzuheißen; ein Deutscher, der es sieh alle Zeit hatte sanier werden lassen, hatte ihnen ein vorbildliches lieben vorgelebt, Natur lind Känst, Zweifel und Forschung, Wissenschaft und Bildurig, Tun und Unterlassen auf einmalige und zugleich endgültige Weise so majestätisch verkörpert, daß zu diesem Sohn eines frankfurter Patriziers und einer Frai| aus geistiger süddeutscher Familie alle gutbn Genien der Welt Ja und Amen gesagt zu haben schienen. Der deutsche Bürger bester Prägung war als W eltbürger, das Ziel menschlicher Kntwickhnig überhaupt geworden: höchstes Glück der Erdenkinder die Persönlichkeit. IV. 4, Jugend aller A ölkel gegen den Militarismus desi ersten französischen | Imperiums aitfhrarli. Dieser Mann, Schüler Rouspeaus i ml Voltaires ,111 der Geschichte de 1 in W eimar, einem Fiihlcns und Deilkens,, hehagte siel Städtchen vo|i etwa gedeckten Häusern nnl schien veri: fünf tausend er den Gütz gedjcli tet,. als ihn französische \ orbili er hatten v Größe, der Revolution mitzüfiihlc land auf die Seite der FreLheitsfr ' verletzliche, sehr en pfimlliche-moiDriie Seele läßt, ilu im Problem iler LeLeitsgestaltüne: immer danchcp grei len, immet* nämlich diejenigen M Sch c. stärken. diij väter 1 leist mit Schindehi zehn Jahre späh Cratilassen können, di« rund auch in Deutsch linde 211 treten'. , Seim Uns Heutigen kommt dieses Bild märchenhaft fern vor, bis zum ungläubigen Staunen. W ir kritisieren Johann Wolf gang Goethe nicht, er entfärbt sich unter unseren Blicken und fast gegen unseren W illen. Gebrannte'Kinder, verstehen wir unter Feuer anderes, als 1 r. Nur nebenbei zucken wir die Achseln über vieles Absurde in seinem Werk, .das den Menschen vom Schlage Büchners und Heines, Börnes und Menzels ebenso unerträglich war wie depv Kleist und Ilerdi-F. Dies kümmert uns nicht. Füll Mensch, der lange lebt und viel schreibt, muß notwendig Mittelmäßiges nnd Überflüssiges in Menge hervorbringen: «las ist sein Recht und vielleicht sogar eine Tugend: seine natürliche und gelassene Vollkommenheit kann es sich leisten, Spiele für Gesellschaft und Hof'mit der linken ’llaud hiuziiwerfen, byzantinische Feiergedichte an Hoheiten zu richten, die nur noch lebendig sind-, weil J. W, G. sie mit Reverenzen angedichtet. Auch stört uns nicht, daß er in Nebenwerke seine herrlichste Dichterkraft hineingegossen, in Dinge wie Satyros, Proserpjna und Pandora, die dank ihrer Bedingtheiten seine kostbare und brausende DaseinsgCi taltung «lern allgemeinen Zugang vorenthalten, als wären sie in wertlose Bleehscharhtcln eingelötet. Das, was Goethes Flrsehcinung heute verschleiert und entfärb , sind vielmehr Tatsachen, die uns nach unseren Firhlhri ingen neu Uufgehen, wie sie seinen jüngeren Zeitgenossen neu aufgingen, denen also, die in einer Welt der Real tion die Güter europäischer Freiheit, Geistigkeit iit'i tl Gesellschaftsformung versinken sahen, während Joliinn Wolfgang von Goethe diesen ■ erstarrenden und erniedrigenden Mächten Weihe, und ■* Lebensrecht zuspracl, dadurch, daß er auf ihre Seite trat. Der Sohn eitles frankfurter’ Bürgers glorifiziert di$ üblen Veranstalter der Karlsbader Beschlüsse, wie er vorher den Vernichter der französischen Revolution zum Heros erhöht hätte und sich in Farbenlehre und westöstlichen Diwan flüchtete, als die revolutionäreliehen Mächte, die - ihm- Qual,“ Karo erlegt hatten,j sohin; gehabt: läßt ijli'u nie e er sie pf und Flucht auf- -.Jüngling zu erdulden die Parallel[■ empfinden, in der die bedrückten lind um Freiheit rügenden Teile dei menschlichen Gesellschaft währe zu ihm s * ’ -n - Genius von Ajufruhr seid lien. Datier verliert er innrer v .mit allen F'reuuden Kräften, dij nach 11 ul nach :ui Jacohi, I.< ssing orüher | wii land und die beiden teil au ihm ebenso v wie der junge Scliil Heine noch Kleist, Beethoven und Schi berf v«j»r schaff mit Schiller e ■st, als di« ser si Sie Olfried und I.iseii Verantwortung flieht spaltet die inann-wi-iblie.h«1 sinnliehe Einheit, in zti jenem und 'neuer1 Ai ul seines langen Lebens 'seiner lebe, das de der J ugen 1. a ih d! um Ihst seinen Frieden mit eben den Mäcl ten gefiel lossen, die - er in ieiner xenialen Jugend nimlerzUren len begonnen. Kennen Ale Rezensent Goethe dem Puhl legte. Finden Sie, d iß Fl.TJA FIrzäliler ist? Aber Goethe w nung. Und die Geschichte sei ier'Rü ldnisse mit Frauen ist die Geschichte eines MenjaliCn, der beständig vor der dir vollen, geistig geadelten jungen Mäi dien, auferlegt; er Beziehung, diese geistiggeistige SeelenfreumUchaften und sinnliche FJrlelpnisse mit der Schicht Christiane Vulpius, zu einer Zeit, wo veder Shi lley l och Byron, weder Stendhal noch Sclih** el oder Sflielling sich mit solchen Notlösungen zufrieden gegej en hätten, und schafft da- Jiingliiig eine 'austische Ausrede, die über hundert . alire Vorhalten wird. Statt die Brüchigkeit dyr aris: okratisfhen Kaiserei, ilie er doch erlebt hattet grimmig festzijjstellen vie Beethoven, verwandelt er selbst ßonapartein-einen solchen legitimen Kaiser, und, weit davon eijtfernt, d e pflichthafte Verantwortung zu, begre feil, ilie Erziehung und politische l'ormung von Massen und iGruppei: auf dem curopässen zu haben, dalfang selbst zu sein ieder den Kimtakt en jungen, großen herantreten. Wie- und Claudius glei- Kloastock und Herder, er, wie H‘inse: er versteht weder er zieht, Zeltler und Reichardt stiftet eine Freundso hießen Wjerke, die der hum ernsthaft ans Herz Hoffmaijji ein herrlicher ar keineswegs dieser Mei- Lichehiimhtis mit wert- 4

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