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Der Orden Bne Briss · 1931-12-01 · Nr. 11 - Dezember · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 11 - Dezember
Date
1931-12-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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I In zwei aufsehenerregenden deutschen Reichsgerichtsurfeilen wurden Kollektivbeleidigungcu gegen Juden für straffrei 'erklärt. I ' * ' In Kiel starb 54jährig ider Ordinarius für Staats-» Wissenschaften, Professor Julius Landmann. Der hervorragende Gelehrte, ein gebürtiger Lemberger, war früher Generalsekretär des internationalen Arbeitsamts. Als Professor in Basel hat er sich grundlegende Verdienste!um die Errichtung und Organisation der schweizerischen Naticmalbank erworben. Er galt als ein^r der besten Kenner des internationalen Währungsjvesens. . 1 f In der Berliner' Anatomie wurden von nationalsozialistischen Studenten! in . die Oberschenkel von Leichen mit Sezii irnkessern Hakenkreuze eingeschnitten; eine darau hii vom preußischen Kultusminister angestellte Untersuchung verlief ergebnislos, da die an der Roheit Beteiligten keine Auskunft gaben. ' 1 ■ ♦ Der berühmte Wiener Laryngologe (Br.) Professor Markus Hajek, ei^e weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte (irztliche Autorität, feierte seinen TO. Geburtstag. Zeitschriften anderer Distrikte. B'nai B'rith. Monatsblätter der Großloge für den tschechoslowakischen Staat X. I. O. B. B. Jahrgang X, Nummer 9, November 1931; ■. Das 9. Heft gibt anläßlich des 60. Geburtstages des Großpräsidenten Br. Ör. Josef Popper die Büste wieder, die von der Künstlerhand Karl Vogels stammt. Es enthält die Widmungen, die |im tschechoslowakischen Distrikt dem verehrten Großpräsidenten dargebracht wurden. ,i Einleitenden! Worten des Br. Friedrich Thieberger schließen sich idic Wünsche an, die vom Ordenspräsideinten Br. Alfred M. Cohen,, und den Vertretern der Distrikte in Anerkennung seiner ausgezeichneten Leistungen Br.; Popper ausgesprochen worden sind, pas 25. Gründungsfest der w. Alliance in Böhmisch-B|udweis wurde jin Anwesenheit des Bruder Großprääidenten und einer großen Anzahl von Vertretern des 10. und der benachbarten Distrikte gefeiert. Das JIeft enthält weiterhin die 'Die preußische Regjierung denken des großen Physik^] Eugen Goldstein,! des strahlen, zu ehren, deh neue: berger Observatoriums ,»Eugei zu benennen. rs u Entdec n An -Golds Als Deutschlands Vertreter stehenden, überaus wichtigen Bank für internationalen Zahla wurde wiederum (Br.) Dr. Kurl M Hamburger Bankhause M. M. Reichsregierung delegiert. Dip: gilt als der beste Experte Schuldppfragen. der In voller geistiger Frische für Geschichte in Zürich, F Stern, aus Göttingen!gebürtji tag. Seine Werke übet Schw zchnbändige mehrfach Europas von 1850—1871« sind rofe g, sei üizef ühersetzi' In der Hamburger jKunstballe wurde eine Büste des 1929 verstorbenen",, hervorn genden Kunsthistorikers und PhiluhtrOpen Pr >fc|ssor Ab •W a r b u r g aufgestellt.: ausführlichen Aufzeichnjungen des Generalkoinitees. i Heft enthält Ausführungen über dien jüdische teil im Weltbnnkwesen. der jüdischen Jugend The B'nai B'rith Journal. November 1931. Das dritte Heft des englischen Distriktes ist erschienen. Die erste Loge von England konnte einen Ueberblick über ihre 20jährige Tätigkeit gqbej . Ihre Frauenloge gibt Mitteilu ng über ditf Gründung eines dramatischen Klubs und dessen Leistungen " i d du beschloß, um Astn rs der u des ^in-Stcrn an ker bar .s Anomen Kanal- Babelswarte« en für die .jetzt Verhandlung« ngsausglcich ir e Ichio Warhurg seiteh ser -V ükswirtsi R :paration:;■ beging der Ordi A 1 G?1 Stand! ssor inen 85 Geschichte, e »Gesc rdwerkc. bevorder Basel vom s der cjhaftler - und uarnts f re d burtsscine hichte über die Herbst agimg 'ahrgtng i, Nummer 3, Das n An- — Dem Erfsiehungsgeclanken Wird in England groß; Aufmerksamkeit zugewandt. — Weiterhin wird die trage ventiliert, ob die Logen sich mehr abgesondert halten oder das Prinzip der offenen Tt^r inh :halten sollen. Der Präsident der Glasgow-Loge, Br. n. Lew bringt dabei ein System, der Gewinnung heusyf Mitglieder. . Bücherschau. Das Hohelied, übertragen und gedlutet von Joseph Ca rieb ach. Frankfurt a. 1L Ilermonverlag;! * Auch bei denen, die iden Thesen de? Verfassers nicht völlig zu folgen verflögen, darf, das Buch einer warmen Aufnahme sicher] sein. Eine Fülle herrlicher Betrachtungen hat Carleblach über das Hohelied ausgegosSen. i! Mit Recht sagt Verfasser, daß schon von vornherein der schlichte Wortlaut der biblischen Liebeslyrik gewisse Obertöne klingen ließ, welche zu allegorischer Auffassung die Handhabe bbtci. Die Allegorisierung ist . nicht Erfindung späterer Zeit, sondern liegtim Wesen orientalischer Weltanschauung begründet. A rch stimmen wir dem Verfasser zu, wenn er aus Sprashe, Stal und Kolorit die Einheitlichkeit von »Schir Haschirim« folgert und der Liedersammlung ein höheres Alter zuweisl als die landläufige Kritik einräume« möchte. : Ab< r darin können wir ihm nicht folge«, wenn *er stellenweise die Obertöne zum Grund ton i macht und — laus der Allegorie den »Pschat« ablei^et. 177 —

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