Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 9 - Oktober
- Date
- 1931-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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zeitlichen Dauer des Seelen mathematische Zeit Gleich cbens. Während die z^itigkeit ist, ist das Wesen des seelischen Geschehens Ungleichartigkeit. unaufhörliche \ erände 'wegung, schaffendes W erd bewußtes Wesen, heißt siedeln. um zu reifen, zu re| fortwährend zu erschaffen. Bergson dehnt diese A Icbens aufalles Leben «ns: krete, zeitliche Dauerist. Welt des Raumes ist das Wissenschaft, die Welt der phie. Der \ erstand ist da Organ der.exakten Wissenschaft. die Intuition das de Philiosophie. Der \ erstam erfaßt nur das Nebeneinan der. das I nzusammenhär geiule. das Zählbare.' das ■ Meßbare. das Berechenbare, die Materie. Die Intuition «U gegen versetzt uns sofort ii s Innere d«-r Ding«- jmd mad t uns zu Zeugen ihres schür ferischen Werdens, sie ei faßt das Nacheinander, «Ide gegenseitige Durchdringung die Freiheit. (|as Leben, kuiz den Geist. Null kommen die meistcln Irrtiiiner. Mißverständnis? »■ und Fehler auf dem Gebiet» der Philosophie nach Berg son däher. daß mau das. von der. Welt des Raume|s der Zeit überträgt. So sch zwischen den Gegnern um Willensfreiheit eine stills gung dieser beiden Welte Gebiete der Physik -erzeugt L rsache immer dieselbe W biet der Psychologie aller Ursache nur einmal ihre sie kann sie niemals wie» 1 uiig. Fortschritt. Beil. Dasein für ein wandeln, sich waufen. um sich selbst ffassuivg des Seidenalles. was nicht konicijnt er Raum. Die Gebiet der exakten Zeit das der Philoso- / zwischen findet. dem Künstler und seinem Werke Automaten, meint Bergsoi Handlungen streng detCrifiiniert sein, da wir und uns in jedem so sind wir frei han- . wenn unsere Handgauzen aber geistige Wesen sind Augenblick neu erschaffen delnde Wesen. W ir sind fr» lungen "der Ausdruck umerer lichkeit sind, wenn sie mit bary. Aehnlichkeit -haben. gilt, auf die Welt ießt der ganze Stroit den Anhängern der (iwvigende \ ernieu-. in sich. Ayf dem allerdings dieselbe rkung: auf dem Geil») eine innere ti»‘fe ganze W irkting aus. rholen. Wären wir so könnten unsere Persönihr jene undefinierdie man manchmal Damit hängt eng zusammen das zw'eite charakteristische Merkmal der feergsonschyn Philosophie, das uns berechtigt, 'bei ihr van einem ethisch-religiösen Gruiulcharakter zu sprechen: der Kampf um die Rettung der Selbständigkeit des Geisteslebens. Mit aller Kutschiedenheit verwirft Bergson die Lehre von der Gleichwertigkeit des Seelischen Und des Körpt-rlichen. Er begnügt sich nicht damit zu zeigen, «laß kein Gehirnzustand «las Aequivalent der Wahrnehmung ist. sondern er weist „nach, ’ daß «1er Geist völlig verschieden von der Materie ist. Das Seelische ist weder vom Leiblichen völlig getrennt. noch ist es ein Parallelvorgang oder ein ‘Spiel von Gehirnmechanismen. Vielmehr ist der Gehirnzu* stand. «1. h. das Physische «lic Fortsetzung, «las Werkzeug;des Psychischen. Die wichtigste Folge dieser An,- schaung ist, «laß die Seel«’ . nicht «las Geschick «les Körperlichen teilt ihm > nicht folgt, nicht stirbt. Am deutlichsten kommt «ler ethisch-religiöse Grun«lcharakter der Bergsonschen Philosophie zum Durchbruch bei seiner Widerlegung des mechanistischen Evoliitionismus Spencer-Darwinscher Herkunft lind bei der Darstellung seiner eigenen I.eliensli'hre. Nirgends ist nach Bergson die l nzulänglicjikeit «les \erstandes. so groß wie bei dem ersuche, «las Lebendige nach der Analogie «les Leblosen zu erfassen und zu erklären. Spencer nimmt die* Wirklichkeit in ihr«*r jetzigen Form, er zerbricht siy, er zerpflückt sie in Stücke und rekonstruiert dann die FOtw ieklung aus Bruchstücken des Entw iekelten. Im Gegensatz dazu nimmt Bergson an. «laß das Leben seit seinen ersten Anfängen «lie Fortsetzung einer geistigen l rtri,ebkraft i$t, «Ii«* sich an die auseinamlergehenden Eptwickluiigsreihen verteilt hat. Nur durch die Annahme «lieser Lelienssehw ungkraft (französisch e I a n vital), «lie von Keimgenerationen auf Keinigeneratio'ien durch entwickelte-' Orga- - 146 - .•I