Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 9 - Oktober
- Date
- 1931-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/6727475-6029203-6074854--2694-4869276- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
nismeii übergeht, die zwischeh den Keimen ein Bindeglied bilden, erklärt sieh die Tutsache, dal! das Leben mit „verschiedenen Mitteln und auf divergierenden Kntwickliingsliiiii-n bestimmte identisch^ Apparate (z. B. das /Auge ‘ und das Sehen) erzejugt. Die Altpassung an die ,1 ingebung läßt Bergson nur als! Bedingung der Entwicklung gelten, er erwartet aber nicht von ihr die Erklärung c er Entwicklungsbewegimg. Andererseits sieht B;rgson in der Entwicklung des Lebens nicht die Verwirklichung; eines he-, stimmten vorhergehenden Planes, sondern eine fortwährend erneute LSchöpfung. bei <icr der Zufall eifie grolle Roll«) spielt. Und doch bestellt eben dank dt|r geistigen l rt ricbskraft. trotz der Dissonanzen in der Natur, eine grolle Solidarität der Lebewesen. (Pflanze; Tier, Mensch.) Alles'in «Ilern also:*ist die Freiheit eine I atsache. derjCi e i s t gleichsum dus l rphäuomen i;n<l die Schöpfung das Wesen des Lehens, so ergibt sifh daraus nach ßergson mit aller Deutlichkeit* der Begriff eines schöpferischen und freien Gottes, der zugleich die Materie und das Leben erzeugt, und dessen Schaffensdrang nach der Seite des Lebens durch, die Entwicklung der Arten .und durch die Bildung von mciischliehen Persönlichkeiten fortgesetzt wird. OTTO MEYERHOF. Die folgenden Anguben wurdeii uns \ou llrrrn Professor Meyerhof freund liehst überSniiilt. Otto Meyerhof wurde gel>oren am 12. 4. |SM4 in Hannover als )Sohn des Kaufmanns Felix Meyerhof und seiner pruu Bettina, geh. May. Fr Itesuchte von 1890-1901 das Wilhelms-Gymnasium in Berlin und studierte Medizin in Freiburg. Berlin. Mrallburg und Heidelberg; nach seiner Doktorpromotion arbeitete er daselbst bis 1912, habilitierte sich in Kiel 1913 für Physiologie, wtyde 1918 nichtbeamteter aullerordentlicher Professor.. 1924 wurde er als wissenschaftliches Mitglied des Kaiser Wilhelm-Instituts für Biologie nach Berlin-Dahlem berufen, 1929 von dort 'als Direktor des physiologischen Instituts am Kaiser W ilhelm-Institut für medizinische Forschiing nach Heidelberg. Er ist seit 1914 verheiratet mit Hedwig Schallenberg aus Köln und hat drei Kinder. 192"5 erhielt er den Nobelpreis für Medizin gemeinsam mit Professor A. V. Hill für seine I ntersuchungen über die chemischen Vorgänge im Muskel. Er ist Ehrendoktor der Universität Edinburg (L.L.D.), Mitglied der Akademie der \\ issenschaften in Heidelberg,.der Medizinischen Akademie in Rom, der Societe de. Biologie in Paris, Ehrenmitglied der Harve^-Society in New York. 6b- Seine Arbeiten betreffen, den Stoffwechsel der Zelle. Güritngs- und Atmrtngsvorgängr und insl>osondortf die l inwandlung der Energie im tätigen Muskel. In-diesem letzteren lall konnte er durch Verfolgung der cheutischen Norgänge . (Umwandlungdes Kohlehydrats in 'Milchsäure und R uck verwand I u ng derselben mit Hilfe der Atmung) eine Erklärung für «len. eigentümlichen, von A. V. Hill gefundenen Wärme verlauf im Mjyikel finden. Weiterhin lieft die hier festgestellte Rolle der Atmung, «lie in der Rückgängigmachung sauerstoffloser Spaltungsvorgänge besteht, in andern tierischen Organen und Geweben sowie in einzelnen Zellen, 'auch in Bakterien und Hefen, wiederzufinden. Dilr Zusammenhang von Atmung und Spaltung ergab sich als eine allgemeine Gesetzmäßigkeit auch für die alkoholische Gärung (^»genannte Pasteur - Me.yerhofsche Reaktion). Auf der andern Seite konnten «lie einzelnen chemischen Vorgänge des Muskels auch iu schonend hergestellteo AVasserauszügeri. studiert und die einzelnen Teilprozesse des Muskelstoffwechsels auf diese Weise chemisch aufgeklärt werden. Die gegenwärtigen Arbeiten bewegen sich auf den genannten Gebieten. Von einer Behandln« der Nobel - Preisträger Albert A. Muhelsou. t«M7. J’bysik: Ollo Walladi.i I<n0, Chemie; KriU Haber, im Chemie: Weiner, I9J0. Medizin, die — tou jiidisdter Abstämmling — jedoih dem Judentum nullt mehr angeboren. halien »lg Ul diesen Blattern Abstand gen oimrii. i Judentum i — 147 -