Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 9 - Oktober
- Date
- 1931-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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gegeneinander be maß zuschreibt. ]ls kann danat wegten Systemen cassclbc Zeith dej Begriff der ten bleiben, W Masse zu kommt; Zeiteinheiten so. absoluten Zeit nicht aufrecht erha sondern es ist zi erwarten, daß Bjobachter in zwei gegeneinander beweglen Systemen sich eines verschiedenen Zeitmaßes bet diesen Gründen j verliert der Zeitltegriff seine absolute Bedeutung: er muß stets e uf einen bestimmten Standpunkt bezogen werden. Die mathematische Formqlieru ig der Theorie führt auch zu der Erkeintni:, daß jeder Art von Energie eine gewisse wählt man die Längen- und daß die Lichtgeschwindigkeit gleich Eins wird, so erscheinen Masse und Energie identisch.. t Die durch, das spezielle Relativitätsprinzip bedingte Korrektur des Newtonschen Grundgesetzes der ‘ Mechanik brachte eine wichtige physikalische Konsequenz mit sich: die Masse eines Körpers wächst mit seiner Geschwindigkeit. Nun ist die Abhängigkeit der Masse von der Geschwindigkeit derart, daß sie nur bei Geschwindigkeiten, die ihrem Betrage nach mit der Lichtgeschwindigkeit vergleichbar sind, merklich werden kann. Durch Versuche an I schnellen Elektronenstrahlen ist es seitdem gelungen, der von Einstein behaupteten änderlichkeit festzustellen, pie keit der Masse mit der Geschwindigkeit beruht nun, nach Einstein, darauf, daß bei Energiegewinn in irgendeine]1 Form (etwa durch Erhöhung der Geschwiijdigl eit) die Masse des Körpers zunimmt; Abgabe von Energie ist dagegen mit Massenverlust verbu iden. Den wesentlichen Inhalt (der speziellen Relativitätstheorie kann man folgendermaßen zusammenfassen: Es hat keincb S nn, von einer gleichförmigen Bewegung sei dec ithin zu sprechen, denn diese läßt sich bei A »Wesenheit anderen Körper nicht physika iscli konstatieren was man wirklich beobachten bahn, sind nur Relativbewegungen der Körper, sowie Erscheinungen, die lediglich bei Abwesenheit anderer Körper auftreten. In der alljjemleinen Relativi- Jie Existenz Massenver- Veränderlich- 8C68 TM fl der C1 b!if>th8k dar - Jöd. Gemeinde ßarlia. tätstheotiq erstrebte Einstein die Befreiung des Relativitätsprinzips von der Einschränkung auf gleichförmige Bewegungen; vielmehr sollte auch bei ganz beliebigen ungleichförmigen Bewegungen der Bewegungszuistand nur durch Bezugnahme auf die Umgebung aufgedeckt werden können. _ Einstein führte dieses Prizinp konsequent durch und erkannte zunächst die völlige Gleichberechtigung von gleichförmig beschleunigten Bezugssystemen und solchen, die einem homogenen Schwetkrüftfeid« unterworfen sind (»Aequivalenzprinzip«). Wenn nämlich ein Beobachter sich mit konstanter Beschleunigung nach oben bewegt, so ist, von seint'm Standpunkt aus, ein sich selbst überlassener . Körper in einer nach unten beschleunigten ■ Bewegung begriffen; derselbe Vorgang kann aber' außer durch beschleunigte Bewegung des Beobachters ulicli durch Wirkung eines entsprechenden Gravitationsfeldes 1k*- 1 schrieben werden, das eine* ‘ ,»Fallbewogiing« des freien Körpers verursacht. Die längst bekannte Tatsache von der Gleichheit der trägen und schweren Masse wurde' in ' diesem Zusaui- menhang verständlich. Es gelang Einstein schließlich, auch die Einschränkung auf gleichförmig beschleunigte Bezugssysteme atifzugeben und eine mathematische Formulierung zu finden, wonach alle beliebig gegeneinander; bewegten Bezugssysteme (Standpunkte) zur Beschreibung der Naturvorgänge gleichberechtigt ‘sind. Esiha-t* sich dabei erwiesen, daß jedes Gravitationsfeld eine Krümmung der Raum-Zeit-Weit bedingt. In der Umgebung schwerer Massen ist daher die Geometrie der Welt eine nichteuklidische. Die allgemeine Relativitätstheorie ermöglicht tiefgreifende Schlüsse über die Ausdehnung des Universums. Die astronomischen Beobachtungen der letzten Jahre haben diese kosmologischen Folgerungen aus den Einsteinschen Gleichungen wahrscheinlich gemacht: die mittlere Materienc(ichte der M eit ist nicht unendlich klein, sonclern von einem endlichen, wenn auch sehr kleinen'?Betrüg, und. diese endliche Dichte Steht im Zusammenhang mit der räum- — 141 — «