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Der Orden Bne Briss · 1931-10-01 · Nr. 9 - Oktober · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 9 - Oktober
Date
1931-10-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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liehen Endlichkeit der W^lt. Ferner lassen die Gleichungen der allgemeinen Relai ivitätstheorie ein Lösung zu, die von der neuer« ings nahegelegten. Zeitabhängigkeit der We tdimensionen ' Reelu-iischaft gibt. Die Relativitätstheorie vermochte auch 1h*> Drehung «ler r helbcwegung 1. Eine der knnntlich die sonst unverständliche großen Achse der Merkurbahn (Pe des Planeten Merkur) aiifzukläre schönsten Bestätigungen der Theorie bildet die aus dem daraufhin beobachtete- Ablenkung ' Gravitatiousfehl. ' Nun mögen auch die Aeqni valenzprinzip bei Son neu f i nster n isst f ilgcnde und tatsächlich übrigen. legenden I ntersuchungen Einsteins mit einigen Morten erwähnt werden. Schon von Anlieginn fesselten ihnneben der Elektrodynamik und Optik bewegter Körper die molekularen Erscheinungen. Man verclankt Einstein Beiträge von hohem Wert ,zur Quantentheorie der .Lichtstrahlen im meist grundwenigstens der tliermo- Miiungen und Ableitung des auf Grund der Spitze der der spezifischen Märme. Theorie < I y iia in iseheu Sch wank u n gserseh ’t-ine erstaunlich einfache P 1 n n c k sehen Strahlungsgesetztfs der modernen Atomtheorie. An Phofochemie steht h«‘ute nimmst -itten das Einsteinsche Gesetz von der quar tenhaften L inst tzung der Strahlung. Ganz nelx*nbei erbrachte I'. instein den wichtigen Nachweis, daß jede durch magnetischen Einfluß bewi "kte Aenderung des Drehimpulses der einzelnen ülektronen eine mechanische Drehung-des magne ischen Körpers zur Folge hat. Es ist ferner bekannt,-daß Einstein lange vor der Entstehung der Wellenmechanik überzeugt war, jede korpuskulare Belegung müsse mit einem Wellenvorgang verbunden sein. In den letzten Jahren befaßt sich Einstein mit einer Verallgemeinerung der nichteuklidischen Geometrie und arbeitet gegenwärtig mit seiner ganzen Kraft an der Ausarbeitung der einheitlichen Feldtheorie, die eine Verschmelzung des Gfavitationsfeldes und des elektromagnetischen Feldes unter einem höheren Gesichtspunkt verwirklichen soll. Man sieht: das Lebenswerk Einsteins ist Vine I.eistuifg, wie «lie Geschichte des menschlichen Geistes deren wenige kVnnt. Einstein genießt in der ganzen Welt eine Verehrung, wie sic einem Lebenden selten beschieden wird] Dag Schönste dabei ist, daß Albert Einstein ein schlichter, menschennaher Mensch geblieben ist. Man merkt nur: es ist ein ungewöhnlicher, besonders duldsamer und mitleidsvoller Mensch. Alan weiß übrigens, daß er ein tiefempfinqender Musiker und passionierter Geiger'list. | i j Man kennt Einsteiii als einen treu ergebenen Sohn des Judentums, der seine Abstammung mit Stolz betont. j Und über allem steht Einstein — der pdle Weltbürger, der seine Stimme überall dort erhebt, wo Ungerechtigkeit geschieht, der seine hilfreiche Hand jedem Notleidenden ohne Zögern reicht, einem jeden zugänglich, ein gütiger Freund der Menschheit. JAMES FRANCK. ton E. .Rabino witsch - Göttingen. Nachdem die Behauptung eines allgemeinen eher Begabung achen der jüdi- Mangels an naturw issenschaftl c bei den Juden durch die Tatsi scheu Leistungen auf diesem Gebiete widerlegt worden ist. kann man immer npeh oft die Meinung hören: Der ■ jüdische Geist*' kommt forschun'g von einer anderen arische: an die Stelle der Eli Natur und des Strebens. ihre G lauschen, tritt bei «len jüdisch« f reud«‘- am Aufbau vfin abstra * sehen Konstruktionen, von Sehe neu, in die dann «lie lebendige Natur eingezwiingt wirtl. Der größte Jinlenhasser unter den Physikern. Lczu der Natur- Seite als «1er furcht vor der heiinnisse abzun Gelehrten «lie ten mathematinard. sieht in dieser »jütlischenc Einstellung der modernen Physik das Zeichen ihres Niedergangs. . Der Methotle der klassischen Physik: zuerst vorurteilsloses experimentelles Forschen, dann Aufstellen von allgemeinen Sätzen und Formeln, die nur Zweckmittel zur einfachsten Beschreibung «1er experimentellen Ergebnisse sind — stellt Lcnard die »motlerne« Methode entgegen: zuerst Aufbau einet1 mathematischen Theorie, dann Experelnentieren. jmit dem ausgesprochenen Zweck, die aufgestellte Theorie zu beweisen«. | An dieser Gegenüberstellung ist vieles richtig: und es ist wohl auch wahr. «la|t der jüdische Geist mit seiner hohen Begabung zur Absfrak- 142

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