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Der Orden Bne Briss · 1931-10-01 · Nr. 9 - Oktober · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 9 - Oktober
Date
1931-10-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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Pariser institut des poids et des mesures und in gerechter Würdigung seines das Ganze der physikalischen Wissenschaft umfassenden Schaffens Mitglied der französisch *n Akademie, der er 55 Jahre, zeitweilig als Präsident, angehörte. I.ippniaiins Interesse «all stets auch dem praktischen Nutzen wissensch« ftlicher Forschungen. Zahlreiche \on ihm er:lachte Meßinstruniente kamen den angewandt *n Wissenschaften der Elektrotechnik und «IV»r Astronomie zugute. Seine auch in weiteren Kreisen am meisten bewunderte Leistung ist die Erf ndung der Photographie in natürlichen Karin*!i nach dem Interferenz-Verfahren. welche ihm’ 190N die höchste internationale Auszeichnung. den .Nobel-Preis, einhraclite. Der einfache Grundgedanke erinnert an das Prinzip des Phondgraphen. VI ie dort Schallwelleir auf einer \\ achsoberfläche so werden hier di<* vom Objekt ausgehenden Lichtwellen in der völlig durchsichtigen lichtempfindlichen- Schicht der Photoplatte fixiert. 'Diese wird zum Zweck der Erzeugung stehender Lichtwellen mit einem Spiegel hinterlegt. Die Belief tung erfolgt in der photogr. Kammer. Der Gan r der Entwicklung Nt der gewöhnliche. Die getrocknete Platte zeigt im reflektierten Tageslicht die Karben des Gegenstandes. Jeder Puukt .der Platte sendet dem Auge nur diejenige Farbe, von «ler; er affiziert wurde. Die Platte wird hierbei nicht durch Farbstoffe angefärbt, vielmehjr entsteht der Farbeindruck in ähnlicher Weise!wie bei den Seifenblasen oder den Anlauffarbeji dünner Schichten. Nur der Fachgenosse kapn ermessen, welche hohe Experimentierkunst und welch’ überlegenes Wissen tlazu gehörte, alle' (Schwierigkeiten zu überwinden, die der Ausführung dieser Idee im Wege standen. j Lippmann starb 1921 auf der Riicjikehr Von einer im staatlichen Auftrag unternommenen Reise nach Kanada, schmerzlich betrauert von seiner Gattin, einer Tochter des Bekannten Romanziers A. Cherbuliez. ab«?r nicht 'minder beklagt von seinen ihn aufrichtig verehrenden Kollegen. In dem ihm von dem Mitherausgeber der Annales de physique gewidmeten Nachruf wird sein unerwarteter Tod geradezu als ein nationales Unglück bezeichnet. Obwohl sich Gabriel Lippmann bewullt sein durfte, von der Gelehrtenwelt als einer ihrer würdigsten Repräsentanten . und als Zierde der französischen Akademie gefeiert zu sein, war sein äußeres Auftreten fast schüchtern. Dies entsprach zweifellos keiner Befangenheit. Eine weise innere Bescheidenheit findet in den Worten ihren Ausdruck, mit denen er seinen Nobel-Vortrag .abschließt: >Langsam ist der Fortschritt, doch das L«fben ist kurz.< Angesichts solcher Männer wie T. M. C. Asser würde Mensch doch eigentlich T. M. C. ASSER. Von J. I.. P a 1 a c h e-Amsterdam. man fast vergessen, daß ein kleines der und zu schwaches Geschöpf ist. Men staunt über die , Riesenarbeit, welche - er gewesen ist. über den nachhaltigen Einfluß, den die Bedeutung, welche se hat. nicht nur für de «einer Landsleute, sondern •und nicht bloß für' seinee auch für die weite Zukunfi haben seine -\ erdienste' dankend und lobend anerkannt. Die Geschichte'— jetzt ruhig feststellen — hat dig bestätigt- L nd gerade in und unruhig bewegten Zeiten wird es in weiten Kreisen aufs lebhafteste bedauert, daß keiner da ist. wie der große Assi r leisten imstande iefgreifenden und er ausgeübt, üben ne- Arbeit erlangt engeren Kreis liir die ganze Welt, igene Zeit, sondern * Die Zeitgenossen das darf man schon ihr L rteil vollstännnseren unsicheren Tobias Michael Carel Asser wurde zu Amsterdam geboren am 28. April 1858. Sein Vater Garei Daniel Asser war ein berühmter Rechtsanwalt, später wirklicher Justizrat im Hof von Nord-Holland, zuletzt Mitglied des »Hooge Raad«, des höchsten Gerichtskollegiums in Holland. Seine Mutter Rosette Godefroi war eine Schwester des Dr. M. H. G. Godefroi, der Justizminister gevvesen. und viele Jahre hindurch Parlamentsabgeordneter für Amsterdam war.- Daß «1er juuge Asser sich zum juristischen Studium hingezogen fühlte, kann somit nicht wundernehmen. Bemerkenswert ist aber, daß, er sich schon als Student nach verschiedener Richtung rühmlichst hervorgetan hat. Das geht u. a. daraus hervor, daß er zum Leiter «les Studentenkorps gewählt wurdle, und daß er eine Schrift über den national-ökonomischen Begriff des Wertes, die er 1857 al|s Antwort auf eine 130 —

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