Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 8 - September
- Date
- 1931-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Dann wird auch die Bahn erkannt werden, die ins Freie, ins Bessere hinausweist. Menschlichkeit der Gesinnung, die von Habenden zum Entbehrenden einen keit des Empfindens, die über alle Verschiedenheit des Schicksals und des Bodens den Völkern und den einzelnen einen Zugang zueinander eröffnet, Menschlichkeit kenntnis des anderen, des And irsdenkenden, Andersstrebencien, Ande lichkeit erscheint, das allein ind der Bedrücktheit hinausführen. D e wahre, vielleicht die einfinden zu lassen, das also, was gn unserem Ordensideal als die Bruder kann aus der Sorge, der Enge zige Bürgschaft de» Zukunft war immer und ist heute zumal der wahre letzt doch immer als die stärkste Wirklichkeit. Wir leben in Tagen einef Krisis des Menschen kann und große Hoffnung für das neue Je ms Wandlung, die alles, was galt, soll zu einer Wiederentdeckung des M' hr. Weg bereitet, Menschlichdes Denkens, die zur Errsseienden, und zum Verständnis für ihn hingelangen lä EH, dieser Wille, den Menschen zu'suchen und vom Menschen sich Mensch. Er erweist sich zunsichere ziehen will. Diese fischen werden- Das ist die Die Raumenge dieser n ir wenige Seiten umfassenden Kummer ist ein Ausdruck der Zeit In d>-r Enge, die unser alter Schicksal ist, soll aber trotz aller Hindernisse und Hemmungen der M nt rieb und Auftrieb zur Arbeit rinsetzen. Wir müssen und werden um auf allen möglichen Gebiete) ' inschrihiken, alter wir werden wieder in die Höhe kommen, so wie u ir die begründete .Hoffnung halten 'dürfen, daß Deutschland wieder in die Höhe kommt. Wenn wir die Erwartungen vergleichen die der U. August dieses Jahres — im Hinblick auf den 14. September des vorigen —- in uns aus 1 wirtschaftlich trotz allder Opfer, die wir noch zu bringen haben, g einer auf sieigenden Linie rechnen. In ihr dürfen wi die ihn umgeben, an di ■löst, so dürfen wir politisch un auf eine - langsame Entwicklun nach in gleichem Sinne die Arbeit im und für den Orden auffassen. Der Schaffende, der es fertig bekommt, trotz aller Kote selbstverständliche Arbeit des Tages zu gehen — ohm viel Murren und in de- Erwartung, daß diese Arbeit doch eben notwendig und nützlich ist — für ihn und die Allgemeinheit s<i uns gewissermaßen Symbol auch für unsere Tätigkeit tm Orden! In solcher Auffassung mögen die-beiden folgenden Aufsätze gelesen werden, die sich mit der Frage befassen, in welchem Raimen richten wir unsere Arbeit in der Loge ein, und wie sollen wir die Verhältnisse im Ganzen, in unserem Orden zu sehen uns bemühen. n (Spinoza-Loge)- Zur Tagesordnung Von Br. Expräs. Willy C o h Immer wieder hört man die Brüder von den ihnen wenig zusagenden Formalien sprechen, die unsere Logenarbeiten belasi en, sie selbst langweilen und ermüden und dadu rch oft den Logen abenden fernhalten. Sie me: zuletzt auch die Gebete am Schluß der Sitzungen, die gai ihre Bewußtseinsschwelle dr in den Logen. inen damit nicht Beginn und am nicht mehr über ngen. Höchstens einmal eine andere Betonung öder ein Versprechen des Vortragenden weckt sie aus der geistigen Ruhe und läßt sie aufhqrchen. Versuche, die Gebete wenigstens sprachlich einer veränderten Zeit anzupassen, njußten mißlingen, weil der Fehler nicht alleil in der äußeren Form liegt, sondern weil auch die immer gleichen -Gedanken schließlich i n Einprägsamkeit verlieren müssen, wenn sie zu etwas längst Bekanntem geworden sind. .Zudem steht der Inhalt .der.-Gebete, die mit dem Logengedanken verbundenen Bestrebungen mit .den Erfahrungen nicht immer im Einklang, di? viele Brüder im Alltagsleben machen müssen, zwischen Wollen und Können, Diese Diskrepanz zwischen Idee und kann, schon am Anfang jeder Logensitzung zun Bewußtsein kommt, und mit der man auch wie der aus dem Tempel entlassen wird, muß sic 1 lähmend auf die ßtimmung der Brüder legei und den Erfolg der Logenarbeit beeinträchti» gen. Man sollte doch einmal den-Versuch machen, bei Beginn jeder Sitzung den Präsidenten etwa 5—10 Minuten über eine Stelle aus der Bibel oder einem Werk der Literatur sprechen zu lasser, die ein in der Richtung unserer Bestrebungei ' liegendes ethisches Problem zum Inhalt hat. Dt - durch könnten die Brüder innerlich erhoben werden, und eine weihevolle Stimmung wäie geschaffen, die das noch so betonte Aufsagen eines längst bekannten und zur Kritik Anlaß gebenden Gebetes nicht vermitteln kann. Natürlich soll diese Ansprache nicht etwa eir e Bibelstunde oder eine Predigt mit dem Versuch der Erbauung oder gar eine schulmeisterliche Belehrung sein, sondern sie soll eine geistige Anregung, eine seelische Erhebung bringen. Ich bin mir natürlich der Schwierigkeit eines sc 1- Wirklichkeit, die jedem, der hören will und ehen Unternehmens bewußt, die nicht nur in d 114