Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1931-06-01 · Nr. 6/7 - Juni/Juli · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 6/7 - Juni/Juli
Date
1931-06-01
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/6727475-6029203-6074852--2651-4869235
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Friedcnsstcuer-Hefte ä 10 Q an Bekannte sind unter der Adje: densbund, Berlin-Wilmersdorf, zu verlangen, wohin auch alle zu richten sind. Bücherschau. Chaim Bloch: Das jüdische Volk i n <1 e r Anekdote. Verlag fiir Kulturpolitik. Berlin 1950. RM 4.50. S. 540. ■Man wird der Ansicht Bloc is kaum beipflichten können, die er m einer dem Bliche' vorangeschickten Ski/ze über Witz- und Anekdote teratiir ändert, dal! sich der Gei seine Anekdoten besser'’ergrün seine Geschichte. Dennoch wird wie der vorliegenden einen Wert für die tiefere Erkenntnis der jüdischen Denkun i Gefiihlsweise nicht ab-preclien können. Goethe sagt einmal: Wem dem heben ist, der -kann nicht- Geht man an Hand dieses Sat ittungen zürn, Absatz sse- Jüdischer Frie- Hindenburgstr. 106 onstigeri Zuschriften iri.der jüdischen Lit eines Volkes durch len lasse als durch;nan einer Sammlung es bitter ernst mit humoristisek xseiuo es diese .Sammlung laß hier in der Tat n, was man Humor Es ist eben dem Zeiten so ergangen, jüdischer Anekdoten .durch, dan l kann man die interessante Feststellung machen. \\ itz und Scherz gegenüber dei nennen kann, weitaus, Verwalter jiulischen Volke ii^ den meisten wie es Goethe allgemein ausgesprochen hat. t\^s war ein Volk, dem es mit dem Leben bitter eimstVar, darum war ihm der Humor, diese sonnige, erhellende und erhebende Gabe des Herzins, wie ihn Börne nannte, weniger gegeben als W tz und SehCrz und Spott, diese -Blitzlichter des Geistes, diese von Druck und Schmerz befreienden Ausbriche einer verwundeten Seele. ' Daß der echte jüdische Witz eine besondere Eigenart besitzt, die ihn zu einsm charakteristisch jüdischen Geistesprodukt macht n, hebt der Verf. mit Recht hervor und bringt 'e:: dem Leser durch einige Beispiele zu Bewußtsein, \nekdote, Witz und Scherz sind, wenn sie auch, wie hier geschieht, aul historische Persönlichkeiten als deren Urheber zuriiekgeführt werden, in gewissem Sinne zeitlos, weil für alle Zeiten:wertvoll und'wirksam. Aber niemals war ihre Herausgabe so zeilgemäL wie in der Gegenwart, dieser ernsten und sorgenbe drückten Zeit. Denn ihre Lektüre wirkt befreiend urd erfreuend, wenn auch freilich einzelne Stücke nicht befriedigen und in einer neuen Auflage besser wcgbleiben sollten. Holze r—Worms. Encyclopaedia Klatzkin-Elbogen. judaica. Band Verlag Eschkol, VII. Redaktion Berlin. Von der großen jüdischen Enzyklopädie ist vor kurzem der’ 7. . Band, erschiene^, die Sticshworte: G a b i r o 1 bis Hess umfassend, dieselben Vorzüge der früheren Bände auf: Exakte Forschung, tionen, gute Ausstattung. Neben und biographischen Skizzen enthält er. auch, wie seine Vorgänger, umfangreiche grof ängelegte'Abhand- Dieser Band weist hier besprochenen wertvolle Illustrakleineren Artikeln lungen, die dine wahre Fundgrube fü$,Lernende u ul Suchende sind und sich fiir Referate and Vorträje in Vereinen und Logen sehr gut eignen. Einige dieser Monographien seien hief genannt: Salomo ben huda ihn Gabirol, Gebet, Gebräuche, Abr. Geig|r, Gemeinde, Genealogie, ^leonim. Gersonides, Gese z, Gott und die Gottcsnarben, Grab, griechische und römische Schriftsteller iiber Juden und Judentu Haggadah (für Pesach), Halacha, Hamburg, Hand >1 Handschriften, Handwerk, hebräische Sprache, Helle nismus, Theodor Herzl. Der Bam) schließt mit Mosn Hess, dem Verfasser von >Rom und Jerusalems und dem bekannten Vorkämpfer des Sozialismus’ mul Zionismus. Durch eine ausführ iche Monographie ist am- Galizien ausgezeichnet. Dieses früher Österreich i sehe Kronland genießt |>ei unseren Glaubensgetu s sen im Westen keinen besonders guten Ruf. Da haben die Schriften von Karl Emil Franzos (»A .Halb-Asienc) das ihrige beigetragen. Um so me freut inan sich, hier ilie Tatsache verzeichnet :u finden, daß Galizien im zweiten Viertel des 19. Jahr -hunderts der Ilaskalai (Aufklärung) einflußreiche Repräsentanten geschenkt hat, wie L. S. Rappapo N'achmann Krocliinal, Is. Erter, Jos. Perl, M. Lettens, u. a. m. — Es könnte notjh dieses Land bereits im Jab 1554 eine hebräische Druckerei in Krakau best fl (s. Halicz). der 'dann später mphrere gefolgt sin 1. Jeder einzelne Band, der uns gleichsam als G<: schenk dargeboten wird, erinnert das >Yolk de L. Mieses, Sinison Bloch hinzugefügt werden, daß Buchesc an seine Pflicht fen und wünschen wir, diese Mahnung verstehen gegenüber (Jem Buche. Ho; daß unsere Glaubensbrüdi und der Enzyklopädie troiz der schweren Zeit ein regelmäßiges Erscheinen dt r weiteren Bände ermöglichen. E. F. Der Morgen: Das eiste Heft des siebenten Jah gangs ist soeben erschienen. Einige geleitende "pre grammatische Sätze legen Richtung und Ziele des neuen Jahrgangs dar, wie sie sich aus der FortfüL rung des bisher Geboteren und der geistigen Lage der Gegenwart ergeben, Das Aprilheft nimmt m t einer Reihe besonders bedeutsamer Arbeiten die ac gezeigte Linie auf. Leo B-a eck eröffnet das Hef|t mit einär Betrachtung übler „Volksreligion un Weltreligio n“, in c er er die Idee einer übe r das Staatliche hinausreiclenden, mit ihrer Forderun ' an die Welt -£idi wendenden Religion aufzeigt. E)> folgt ein Abschnitt aus aem Josephroman von T h o mas Mann, „Das bu n t e Klei d“, ein jüngst entstandenes* in sich abgeschlossenes Einzelbild vo* großer Schönheit. Aus dem Nachlaß Franz K a k a s erscheint eine Reihe bedeutender philosophi scher Aufzeichnungen: „Vom menschliche D a s e i n“, „Von der Sund e“, „V an der Hof nun g“. Der Dorpater Rleligionsphilosoph Dr. W e n e r G r u.e h n gibt ein^ aufschlußreiche Einführun in einem außerordentlich! interessanten. WTssenskreis „Die Stufen der imystischen Versen kung und ihre jse.elischen Hinte g r ü n d e‘\ Her Autor jfügt seiner Abhandlung eir ausführlichles Literaturverzeichnis bei. Max Diene — 10S

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.