Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 6/7 - Juni/Juli
- Date
- 1931-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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} mann ergänzt diese Ausführungen durch eine Bei .uhtiing. „Erlebnis und Int", in 'der 'er das. .Neuartige Wesen der jüdischen Mystik duriegt. Eine ,; gehende Darlegung und Kritik des .National- . ., / i a 1 i s t i s c li e n -Wirt se h a f t s p r o g r a m m s" . Margarete Wiener kommt einem nllgcmein Bedürfnis nach Aiiriiellung dieses Eragcnkoni-;.ie.MV entgegen. Eine wissenschaftlich fundierte Kriijk des Programms -wird hier mit -leidenschaftsloser .Idichkeit vorgetragen. Paulus van linsen L-il>teinen Ueborlilick über „die geistigen Strömungen im K a t li o I i z i s m u s 1) e u t s c hlauds“. Der Frankfurter. Inicersitatsprofessor I r j n / W e i d e n r e i e li behandelt das „P r o l> 1 e m der j ii di selten Basse" mit Sachkenntnis und -mller l eberlegenheit. und gibt wertvolle, statistisch In-Iegle Tatsachen über Bassen, Bliitgrnppcnforschung und verwandte Prägen. Auch dus Gebiet der Wirtschaft kommt in diesem vielseitigen Heft zur Spruche: Leopold Merz buch lägt in vorzüglichen „B e - t r u.cli t ii n g e n zur W i r t s e li a f t s I a g e" d ie l Kuchen der gegenwärtigen Weltwirtschaftskrise dar,- uull‘G c r Ii a r d Se ha eher beschließt seine Ausliilirungen: „Die w i r t-s e h u f 11 i c h c Läge der j ii di sehen . Minderheiten in S ii d o s t - < uro p a“. Weltbürgertum und Friedensbewegung in Vergangenheit und Gegenwart. Band 1: Kulturgeschichte des Weltbürgertums und der Friedensbewegung im Orient in der Antike und im christlichen Mittelalter. Von D r. Viktojr Engelhardt. 208 Seiten, 8°, kart. 4.—, Leinen 5.— < Neuer Breslauer Verlag 1930). Mehr als je ist im gegenwärtigen Augenblick eine enzyklopädische Darstellung der Friedensbewegung notwendig. In einer Zeit, die zu einem Generalangriff gegen den Pazifismus einsetzt und die Pazifisten als Menschen minderer Art zu brandmarken versucht, ist es wichtig zu erkennen, daß zu allen Zeiten tind bei allen Völkern die Besten sich um den l-riedensgedanken bemüht haben in einem großen, auf mehrere Bände berechneten Werk, dessen erster nun vorliegt, setzt sich Viktor Engelhardt mit diesen Ideen auseinander. Er legt zunächst eine Kulturgeschichte des Weltbürgertums und der Friedensbewegung im Orient, der Antike und dem christlichen Mittelalter vor. Uns interessieren naturgemäß jede Abschnitte am meisten. :n denen er sich mit dem alten Israel befaßt Man wird im einzelnen nicht mit allen Formulierungen einverstanden sein I einen, vor allem scheint mir seine Auffassung! des jüdischen .mdenrechts abwegig zu sein. Aber mit besonderer Liebe ist der Pazifismus der Propheten i cusgearbeitet, und am Schluß seiner Ausführungen stellt er den jüdischen Typ dar, der verstreut unter den Völkern do pazifizierten Menschen geschaffen hat. Man liest dieses aufschlußreiche Buch mit einer gewissen ehmut. Jahrtausende von Menschennot und Menschenleid '•aben nicht ausgereicht, um die Päst des Krieges auszurotten, und eindrucksvoll möchte man mit den Worten des Jeremias -hließen, die au(h Engelhardt zitiert: »Wie lange noch muß ich Paniere schauen, muß ich Trompetenschall hören?« Wir möchten dieses Buch nachdrüchlichst für unsere Logenarbeit, die ja in der gleichen Liipe liegt, empfehlen. D r. W i 11 y C o h Ji, Breslau Die Gemelndeorfanliatlon der Jaden in den Vereinigten Staaten <herausgegebcn von der Statistischen Abteilung des Amerikanisch-Jüdischen Komitees, New york). Ein c umfassendes Werk über die Verhältnisse der Juden in den Vereinigten Staaten, sehr ins einzelne gehend und für Europäer durch die unübersehbare Menge von Zahlen ein wenig ermüdend/ jedenfalls aber das Ergebnis ungemein fleißiger Arbeit und als statistisches Material unschätzbar. Folgende Angaben mögen auch für Europa von Interesse sein: In den Vereinigten Staaten wohnen. (1927) 4.228.000 Juden, die in 3118 Gemeinden organisiert sind. 1750 Gemeinden haben eigene Rabbiner, diese werden auf 5 Seminaren ausgebildet. 1754 Gesellschaften, - die meisten davon in Verbindung mit Gemeinden, Unterhalten Anstalten für jüdischen Elementarunterricht. Es gibt 111 jüdische Zeitungen, darunter 65 in englischer, 41 in jiddischer, 3 in hebräischer Und 2 in anderen Sprachen, 39 jüdische Verbände haben eigene Organe Die Zahl der philanthropischen Gesellschaften ist außerordentlich groß, sie unterhalten u. a. 61 Krankenhäuser, 44 Waisenhäuser und 41 Altersheime-. F. W- Jüdische Persönlichkeiten iii und aus Breslau. Von Babb. I)r. A. Hcppner — Verl. Th. Scliatzky, Breslau. 4H S„ BM l.fti. v . Der Vrrf. gibt in der vorliegenden Sdnifi biogr. Bilder der Bresl. Gemeinde unter Benutzung des Materials aus dem Gern.-Archiv. Nur Persönlichkeiten. deren Leben abgeschlossen \orlag. sind behandelt. Ein Spiegelbild der ultohrw iirdigen Gey 'mcindc von der Gründung bis in-unsere fuge tritt Ulis cor Augen iii.el die 'Neunen in den Blattern -dieser C hronik künden in beredten Worten ihre Bedeutung. l’nser Interessegilt an e r's t e r ■ S t e I I e der Würdigung der Miiniier. deren- Namen Minliol -fiir den Orden wurden: II ein rieh Gractz, der eiste, der unsere Geschichte in großem Stil zeichnete M a n ii e I J o e I . der Holigioii'philosoph iuj/1 feinsinnige Kunzclrecfner Z ii e har ins Kranke.l. der erste Direktor eleys jiid.-theologischen , ScMninurs, clor Historiker .und Kommentator des Tiilinuds — \ Ii r a h u iii Geiger, der bedeutendste Vertreter dos religiösen Liberalismus. —. Ein großer Teil der Männer, die* im Ehrendienste der Gemeinde standen, widmeten gleichzeitig ihre- Kräfte dem Gemeinwohl ihrer Vaterstadt. Der beschränkte Baum ermöglicht nur eine,gedrängte l ebersieht uns dem reichhaltigen Inhalt, und nur einzelne sollen hier, -genannt sein. \nn den geistigen führorn: Jos.-I.öw Berliner, einer der ältesten Talniudkritikcr, die Dynastie der Ober- und Landrabbiner Tikti»,- Jukob Guttinann. der Beligionsphilosoph. Der Dichter Ephraim Moses Kuh - der Lexikograph Jae. Levc, de r-Orientalist'M. A. Lee y. -- Der Leiter der Gem.-\e;rw alt. Geh. Koni.' Bat ls. Kriodcntlial. gleichzeitig Präsident. der Handelskammer. — Einzigartig inder Geschichte der I niversitäteu sind: Eiinf jiid.. o r d c n t I i c-h c Professoren in einer 1‘ukitltiit j a Ii r zr ji ii! ei all ihr Lehramt ausübend.. E c r d i n a n d ( oliir. Jae. Bosanes, Jac. C aro, Jae. Erciidcnthal: Siogmmid FraenkeL unter denen E. Colin Weltruf genießt. — Von den ältesten Dozenten des jiid.-theol. Seminars sei liier genannt derspätere Bohner Prof. 109 —