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Der Orden Bne Briss · 1931-06-01 · Nr. 6/7 - Juni/Juli · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 6/7 - Juni/Juli
Date
1931-06-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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jüdische Aufgaben erfüllen. I |i«l seine Worte vom -Aufbauwerk clureli den- Geist sprechen mch mir ganz aus dem Herzen. Das ist ein weiter Weg gemeinsam. ' Die Scheidung beginnt erst mit deq Mi 11i-rstiiiidnissen, uml diese setzen da ein, wo Kon- -•quenzen gezogen werden, die unserer (pedan-!euführung fremd sind. Im Aufsatz O’rdtjnstag'- and sich nichts von Absondern, um frelmd zu -leiben-, von »Selbstzweck des Fremdseins . uw' inen»' Wunsch, der Orden solle uns dazu er- -:ehen. den Menschen fremd zu werden, nichts <m Zusammenschluß als Selbstzweck. Weder dem Wortlaut nach, noch dem Sinne. Absonderung als Ding an sich war im •Gegenteil sc hon 'n der Einleitung unzweideutig verworfen. Hingegen waren zu positiver Wertung zwei \rten der Absonderung herausgehoben: t. die •/wangsgegebene Absonderung, die uns iingetan s ird. 2. die freiwillige, soweit sie Strebep nach l igencm ist, zu Aufzucht und Entfaltung Unserer (iahen und Eigenarten, zu jüdischer C|cmoin- --'clniftspersönlichkeit. Leber die* erste Art {spricht Ur. Sterns Erwiderung nicht, der zweitenjstimuit 1-- zu. glaubt aber allerdings nicht, daß j ich sie tr-meint haben .könnte....! 1 jst Lebersteigerung macht den Begriff zum j. rschreck. Es nützt hier gar kein 'Augen- Jdießen: »Draußen im Leben des Alltags« Midien wir in den Absonderungen bis zinf Schulter drin, mit und ohne Willen. Biologisch i»i einer eigenen Geburten-. Ehe- und Stejdierate; 'o/iologisch in einer .eigenen historisch igegebe- «••ii/Schichtung. die von aller L inschichtnng .aum angenagt wird: wirtschaftlieh in immer •uger umkreister Not- und Notwehrstellung, die - -/ns eigene Abhilfsversuche und Sozialmaßnah- '‘■••ii aufdriitigt: politisch in gefährlicher’ Isolienug. die wahrhaftig nicht unsere eigetic Wahl ■ i«r und dib uns zur Organisierung in politische -bwehr zwang; kulturell auf jenem sphmalen iiieli Eigenhodens. der mit «lern jüdischen Kul- ■s noch jüdische Kunst, jüdische*Wissenschaft' ■L> itl umgreift? gc-- . ■Ilg .-M'IU, Es die wir nicht e mrd Kraft (Ics 1 .ehens. <i‘n aus dom rdenstemp j ^gen. Es Warenaht mir Sie sei oinoi i inl und’l.ehrstiitten jüdischen Geistes scllschaftlich — doch -es inn-g' gt sind Tatsachen unseres Sonderseins, verneinen können, darum mit Wii bejahen . sollen. IJier ist die Prax draußen, mit der wir unsere Id Eogentempcl zu bestätigen haben. Das Thema -Synagoge und' ( ist von Br. Stern nur leise augcschl einer Behandlung bis auf 'den Gr wert, sondern verlangt sie.dringend anderen Gelegenheit Vorbehalten. . L SclilulibcmerkUngen. Von Br. A I f r cd G o lösch in i <1 f. In fliesen Blättern ist gelegentlich, zum Aus-- druck gebracht worden, <laß die miitigkeit bei Aussprachen, gewii muß. wenn, sie <1 e in g r o ß e n des g e g e n s e i |t i g e n V e r -s t e sollen. 1 I Die bedeutsame I-rage (|er voii der Lniwelt'-j (‘rzwungen-ode freiwillig - verneinend oder bejahend — ist weltanschaulich von verschiedenen Gesiehtspunk' eu- ■ aus besprochen worden.i Es .ergaben sich Aitiiäheriings- und Bci'iihriiugspjinkte soweit, iS aß die l ntersehiede mehr quantitativer als qualitativer Art zu sein scliiOnen.J Nun ist es klar das Quantitative kann im Vorliegenden Falb durch seifte Ausdehnung zum Qualitativen, zum Prinzipiellen werden. Es ist aber mir -zu begrüßen, wrtui in unserem Ordensorgan Klärungen aiigestrebtNverden. die von verschiedenen Quel punkten ausgchen. Weltanschauliches i braucht in keiner Weise versteckt] zu werden, wenn nur eben nicht Partei-Demagogie, sondern Verständnis gewollt wird. So dürfen wir uns über alles aiissprechen, was ddr Bruder dem Bauder.zu sagen wünscht, um irgendeine Saite des Mitempfindens anklingen zu lassen. Mit dicker Feststellung sei die Aussprache über die vorliegende frage geschlossen.’ I größte .Efei-» irleistet st‘in G e <1 a n k c \r i e n s dicmai Absonderung Oas Ethische im Künstler. •<»n Br. Alfred.Goldschmidt. - ln einer Zeit, in der alte überlebte'Werte :iun Sinken bestimmt sind, in der bei den Besten die -Anschauung sich iliirchringt. daß «lie Beziehungen der Menschen lind Völker t.iif einem anderen Wege als auf dem der Gewalt gestaltet werden müßten — ein VVeg.der eine gerechtere Abschätzung der menschlichen Beziehungen zur Voraussetzung hat — in einer solchen Zeit ist es reizvoll, ein mul die, Kruge zu pri fen, ob von derjenigen Gruppe von .Menschen, i ie in ihrem Tun dem Göttlichen nachziischaffer sich bemühen,

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