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Der Orden Bne Briss · 1931-05-01 · Nr. 5 - Mai · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 5 - Mai
Date
1931-05-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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In einem sehr hübschen Aufsatz behandelt ein ungenannter Kleinstadtrabbiner »Das jüdische Herz«. Er 'warnt davor, »Herz« mit ^Wohltätigkeit« zu verwechseln: »Herz« drückt sich nicht in pekuniärer Unterstützung aus, sondern in persönlicher Dienst« feistung — in jenem kostbaren' Artikel, der uns Juden leider Gottes fehlt.« »Unsere Generation rühmt sich der schönsten Gotteshäuser, die je dem Gotte Israels errichtet wurden — aber bauen wir unsere Synagogen auch mit dem Herzen? Tät^n wir's, so würden sie nicht vor Leere den Schall zurückwerfen.« Unter den Berichten aus deiji Logen interessiert uns, daß die David Lubin-Lage in Sacramento (Colorado) den ältesten Br. B. B. auf weist, nämlich den 103 Jahre aken Br. Mathan M. Jacobs. Seit 60 Jahren gehört er dieser Loge an. Wie üblich, berichtet unser Orgatt über gewaltige Stiftungen, diesmal von der Ungeheuren »John* Simon»Guggenheim-Stipendien»Stiftung«. Br. Professor Dr. Bugen Wölbe, Montefiore-Lojje zu Berlin Arbeitsgemeinschaft der kjonfessionen für den Frieden. | Die erste der rieben den für die großen Sale des Zentrums auch für die Bezirke von Gro iiicrlin geplanten interkonfessionellen Vortragsabende fand jüngst in der Aula, des Lessing- (iymnasiums für den Bezirk Wedding statt. Vertreter aller, drei Bekenntnisse wiesen in wannen Worten nach, wie jede Religion den Krieg verwerfe, daß nicht WoJüe, sondern liebevolle Taten alle Menschenkinder vereinigen solle, und daß, wer für den Frieden eintrete, nicht’ vaterlandslos gescholten werden dürfe. Der Saal war überfüllt voi einem Publikum, «las aus führender Intelligenz! Arbeiterkreisen, zahlreicher Jugend und Mitg iedern des Stahlhelms und der N.S.P.D. bestand. Feierliche Atmosphäre herrschte an demj Abend, der trotz Zusammensetzung seiner Besu|dier ohne die geringste Störung verlief. - '! 1 Hilfsverein der deutschen! Juden. Am 19. April d. J. fand im Hotel Kaiserhof zu Berlin die Generalversammlung statt, die zugleich die 30. Jahresversammlung darstellte. Verschiedene Referate schilderten anschaulich das 30jährige Wirken des Ililfsvereins. In seiner Eröffnungsansprache maß de r Vorsitzende Dr. James Simon der Vereinsarbeit wegen djer großen jüdischen Not im Osten besondere!Bedeutung bei und gab bekannt, daß allein im JaJire 1930 44 neue Gruppen in Deutsc llanil geschaffen und der reguläre Grildeingang imt„30% geifiegen sei. Mit Bedauern müsse ir fests eilen, daß Polen und Rumänien «Ser jüdischen Bevölkerung Hilfe verweigern. | ’ . .! Aus einem iTütigkeilsbejfcht des Generalsekretärs erfahren wir von den .ganz bedeutenden Vereinsleistangen im Jahre 1950 für Aus- und Rückwanderer, unter ..denen sich J53!)s% Nichtjuden befanlden, uljd für Kulturarbeit in Rumänien, Polen,* Rußland unc Palästina!. Fiir alle diese Aktionen wurden laut. Finanzbericht rund 300 000 RM verausgabt. Während seiner 30jährigen Tätigkeit ha 4 der Hilfsvereip ^ast 50 Millionen RM a|ufgewcndet. j Herr Max Waijburg gab in einer Ansjpräche an den Vorsitzenden des IlilfsvereinS, Dr.'James Simon, dem Dank für dejsseri rastlose Tätigkeit warmen Ausdruck und überreichte anläßlich des 80. Geburtstages dom Jabilac Gelder fi|r eine „Dr. James Simon-Stiftung“, deren Verwendung in erster Linie für Schulz wecke dienen soll. Die 7. Kunstschaui deij Frankfurter Dogen. Zum siebenten Male hat! der ' ereinigte Knnstausschuß der drei Frankfurter Logrn den Brüdern in einer, geschlossenen A üsstellunjä einen Ueberblick Uber das Schaffen der in Frank utt lebenden jüdischen Künstler gegeben. Wie alljährlich fahd die Veranstaltung in der1 Chauukkah-Woche (vom. 16. bis 21. Dezember), stattvj Die rigemlichen Lögeriabende waren aussdiließlich der Ausstellung gewidmet, deren äußeres Bild diesmal von dem der bisherigen Ausstellungen abwidi: iEs wurejen nurs Aquarelle, graphisdie Blätter, Klein ulastik und kunstgewerbliche Metallarbeiter gezeigt; O?lgem(olde sowie' kunstgewerbliche Handarbeiten blieben ausgeschlossen. Padurch erhielt die Ausstel ung ^i'n einheitliches Gepräge, einen intimen Cuarikter,; der noch, dadurth betont wurde, daß sie ii qem kleinen Saal f— dem . Sitzungssaal des Logengepäjidcs Lstattfand. 'Immer-, hin hatten sidi 28 Künstler mit je 5 bis 10 Werken beteiligt, -so daß ein mannigfach belebtes Bild geboten werden konnte. Diel fifotivi waren zumeist aus der Fremde geholt — aus jden idineebedecktpn Bergen und dem sonpendurdi;Jühicri Süden, aus 'Ungarn und von der französ. Käst nlirl wenige ans ejer Heimat, aus Frankfurt und d< ip Taunus, nur vereinzelte Bildnisse Frankfurter Persönlichkeiten in Zeichnung und Radierung. , Für die Ausgestaltung' der bestimmte Form entwickelt, die losen Beisammenseins. Von wurde Abstand genommen,' nur \bende hat jdi eine Form eine j^wanggrüßeren Verträgen kurze Referäte sollten das Interesse der Besujhcr intensivieren,' sollten es gunz auf die ausgestellten Werke lenkten und deren Eingliederung in dasj allgemeine Kunstjschaffen unserer Zeit erleichtern. $0 sprachen diesmal zur 83

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