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Der Orden Bne Briss · 1931-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 3 - März
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Erhältlich in allen maßgebenden Teppichgefchäften $ DAVI/TÄN Der Teppich von bleibenden Wprt DER ECHTE KNOPF-TEftPICH : : D.R.P. ihrer sittlichen Ideen und in Ehrfurcht vor allem, was Mensdienäntl :z tragt, zu bekämpfen versucht haben. Rieh. Elb. Denkwürdigkeiten des Äron Isak 1730-1817 (heraus* gegeben von Z. Holm, Verlag: Der Heinebund, Berlin 1930). Die Wahrheit in all ihrer Einfachheit ist herzlich, ist bibkr» und farbenreich . . . «. Dieses Wort des nieder* ländischen Kämpfers und Dichters Eduard Dous Dekker (Max H v.el.iar) hätte als Motto am Anfang dieses Buches stehen tonnen, ln seiner anspruchslosen Form, schmucklos aber prägnant, mit einer. außerordentlichen Fähigkeit, Vorgänge und Personen lebenswahr und mit fast photographischer! >. uriichkeit darzustellen, steht es auf einer besonderen Höhe. Der Verfasser Qbersiedelt in reifeten Jahren infolge der widrigen Verhältnisse nach dem siebenjährigen Kriege aus ■seine; deutschen Heimat nach Schweden und findet dort durch seine Kunst des Petschaftstechens und Steinschneidens Eingang bei vielen Mitgliedern des Adels und. bei dem aufgeklärten und feinsinnigen König Gustav III. Durch dessen persön* lidies Eingreifen erhält er dank seiner mit Energie und :'ehairiichkeit geführten Verhandlungen, trotz der Schwierig* keile», die Stände und Stadtbehörden seinem Einbürgerungs* gt iudi Jahre hindurch bereiten, schließlich als erster Jude das N" ■!, .iassüngsrecht in Schweden, zunächst für sich, dann für - Familie, die noch in 'der Heimat verblieben war, bald darauf für ein Minjan und schließlich für eine größere Gemein* siba:1 nt Größe cjieses Erfolges ist nur zu ermessen, wenn m : erüduichtigt, daß während der voraufgegangenen ein* '.-ui :b Jahrhunderte bei den verschiedensten Gelegenheiten aus aller Herren Länder vergeblich versucht hatten, die er Ablehnung gegen eine Gewährung des Aufenthalts* .es außerordentlich konservativen Schweden auch nur in :Hfällen umzustimmen. besonders reizvoll ist geschildert, mit welchem GescEidc welcher Würde Aron Isak die jüdische Sache immer * er bei einem König vertritt, dessen Leben nicht nur durch züge, sondern vor allem auch durch einen dauernden npf im Innern gegen die seit dem Tode Karls XIL all* : tige Adelsherrschaft ausgefüllt war. Selbst in Einzel» die einem nichtjüdischen Außenstehenden gewiß be« «tüngslos erscheinen, wird er nicht müde, ^Vorstellungen :t lieben, so u. a. wegen (Überlassung eines Geländes, das .' »steinerisch« ist (wegen der stark felsigen Beschaffenheit ng eines j^djschen Fried* lisdien Krieges in Finninflatorjscjhen Erschei» des Stockholmer Bodens), zur Anlegcjr hofes. 1 Sehr interessant sind auch des Verfassers Beschreibungen seiner Münz» und Geldgeschäfte, ^se ner Tätigkeit als Armee» lieferant während des russisch-schwel land, des Geldno tenhandels und nungen nach diesem Feldzuge. | | Das Buch ist sozusagen »in einem Atemzujge« zu lesen und nicht nur wegen'seiner persönlichen und geschichtlichen Schilderungen wert, weiteste Verbreitung zu finden, sondern auch wegen der in ihm enthaltenen Bestätigung der alten Wahrheit, daß Juden nur da, wo si» würdig, afier mit Nach* druck, und in treuer Anhänglichkeit an ihren| Stamm und Glauben für die Gewährung ihrer Rechte eintreten, Erfolg haben können. Martin Brünn, Spipoza*Loge.• Das neue Heft des »M o r g e 0« (Nr. 6,!Jahrgang VI) beginnt mit dem Abdruck lines Vortrages über »Geist und Blut«, den Leo B a e c k auf der Jubiläumstagung der Ge* Seilschaft für freie Philosophie in Darmstadt hielt, tRegierungsrat Dr. Friedrich Merkenschlage'r von der Biologischen Reichsanstalt für Land* und-Forstwissenschaft gibt in seinem -Aufsatz »Rasse und Volk im lichte der Biologie« eine wissenschaftlich fundierte Kritik der völkischen Rassentheorien. »Die Bedeutung der Orgel in der Synagoge« 'erörtert Hans Samuel auf Grund I neuer Erkenntnisse. ' tn einer sehr aufschlußreichen methodischen Darlegung »Was ist uns Nicht* juden der Antisemitismus« behände! Studienrat Dr. KJ ü 11 e r» Claudius die psychologische Einstellung der einzelnen nichtjüdischen Gruppen tum Antise nitismus. Professor Erich Stern schreibt über den Zusammi nhang von religiösen und neurotischen Konflikten: »Religiöse Entwurzelung und Neu* rose«. Mit dem besonders wichtigen und aktuellen Problem der Minderheiten beschäftigt sich Gerhard Schacher in. seinem Aufsatz »Die Wirtschaft iche Lage der jüdischen Minderheiten in Südosteuropa«, Martin Buber gibt .ein Blatt aus der neuen Jerem/a*Uebei Setzung. Eine Reihe von Buchbesprechungen beschließt das Heft/ unter ihnen seien der Ueberblick über eine Reihe wichtiger Neuerscheinungen der Religionswissenschaft und verwandter Gebiete von Max Dienemann und ein Bericht über die Behandlung der Judenfrage in der neueren französischen Literatur von Karl We i n f e 1 d besonders erwähnt. Anläßlich unserer Helm-Weihe haben so zahlreiche Logenoerbände, Logen und wünschen und Aufmerksamkeiten unser gedacht, daß jedem den gebührenden Da unmöglich wäre. — Es sei uns deshalb die Wahl dieses Weges, gestattet, ijm allen Gratulanten aufs herzlichste zu danken. Mit Brudergrüßen in W. ß. u. E. Hardenberg - Loge W. Bendit P Raphael Präsident Pmt- SekrtUr Brüder mit G/ücknk aaszusprechen znseten - 55 -

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