Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1931-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/6727475-6029203-6074846--2590-4869177- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ihrem Aufbau wie ii. ihren Zielen mit den Mitteln des Geheimnisvoller, des Transzendentalen lebt und leben muß. Was wir dagegen brauchen, die wir fest auf der Er le stehen, ist Leben in Natürlichkeit und in Kbrheit, ist Aufbau und festes Begründetseih unserer Gemeinschaft auf dem Grunde natürlicher Erkenntnis und der uns vom Leben diktierten Airgaben. Wollen wir die Jugend gewinnen, danln gera de gilt es, mit aller Entschiedenheit jener verhängni ivollen Auffassung entgegen zu treten, als ob unser: Gemeinschaft auch nur irgend etwas von denT it -sich trage, was natürlichem Denken und patürl ehern Empfinden zuwiderlaufen konnte. Gesellschaftlich*: und soziale Unterschiede mit allen ihren unanger ehmen und für unsere Gemeinschaft unerträgliche i Folgen, in unsere Reihen zu 'tragen, ist ein frevelhaftes und unser Werk zerstörendes Beginnet. Sie schaffen jene dumpfe, unerträgliche^ Atmoi phäre, die'uns nicht atmen läßt, die uns peinlich beührt und uns seelisch bedrückt. Das darf nieh< sein, um der Brüder, um des Ordens willen. Seien wie, »tark im Gefühl der Verbundenheit, nehmen wiF i i uns auf die Erkenntnis unserer Aufgabe und dessen, wozu wir heute piehr denn je berufen sind. Audi draußen im Leben, wo ja die harten, unerbittlichen Gesetze im Kampfe ums Dasein wirken, erwächst uns Brüdern doch auch eine besondere Pflicht. Seien wir überall, als Vorgesetzte, als Untergebene, als Chef,, als Angestellte, als Besitzeqde und Nichtbesitzende uns dessen bewußt, 'daß unsere Idee verpflichtet und uns auch draußen, bei gar oft größter sachlicher Gegensätzlichkeit/ und gerade dann, zu einer bestimmten Haltung zwingt. Keine überlegene, hochmütige Geste gegenüber einem Bruder, den der Zufall des Lebens dir unterordnet, kein demütiges Versinken, aber auch keine formlose Haltung vor denen, die derselbe .Zufall dir überordnet.' Wer hier sündigt, sündigt wider den Geist der Gemeinschaft, der er verpflichtet ist. * VII.' Es handelt sich im Vorhergesagten um einige Gedanken, die sich mir in meiner Präsidentschaft aufdrängten, und von denen ich den Brüdern Kenntnis geben möchte. Gerade die an leitender Stelle stehenden Brüder sollten sich nicht scheuen, grundsätzliche Fragen zu erörtern und zur Diskussion zu stellen, auch darin, wenn sie scheinbar von dem bisher begangenen Wege abseits führen. Heinrich Heine N -V- &r. --i. geb. 13. 12. 1797 /. gest. 22. 2. 1856 Anläßlich des 7i jährigen Todestages Heinrich Heines bringen wir in photographischer Abbildung den Dichter in seinem 55. Lebensjahr und seine Totenmaske. 50