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Der Orden Bne Briss · 1931-03-01 · Nr. 3 - März · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 3 - März
Date
1931-03-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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Ge n Boli gemäß verbundenen ■ könnte. Aber andere ist es jedoch wirklich nur Mitläuferschar ohne inn und ohne gegenseitige lastung wächst, die Zusammenbricht aber aud i gebliebenen. Verzweiflui uqd Gefolge, weil Hui i umkehren, wenn nicht Man glaubt Verführern Steg der Duldsamkeit einde zum Ziele tragen Mitmenschen folgen. Nun ein äußeres Gefolge, eine e rseelischen Zusammenhang iücksjchtnahme. Die Be* en brechen auseinander, die Hoffnung der Zurückg ergreift Anhängerschaft derte mitten des Weges gar untergehen mußten. erlegen zu sein. Der hat sich als zu schwach erwiesen. —. Ge: beit: Aber die Menschheit entmutigen. Ein gewaH richtet. Wem haben wir genialen Schöpfer der Koi i und Technikern für ihre vor, während und auch. Baues? Nicht aber auch der unter Einsatz von Gelingen des Werkes dem Gesetzgeber, der so erwünschten Stelle er der Allgemeinheit, die der laufenden Instandha gleich doch nur ein direkten Nutznießern wir mehr zu danken? im Alltagsleben kaum die Wissenschaft der Brückenbau entstehen. Menschenliebe, Duidsa wui nah Gerechtigkeit Stelle, an der er der er! oi nützt, oder die Errithlu Menschenliebe u nahmen treffen, damit große' Opfer an Gesun leben erfolgt. Duidsa Personen erfüllen, wenn erlahmt und uhvorhersejh stehen. — Auch das innere Volkes wird durch breit* Leidenschaften in Teile erfolgte zwar schon eii i parteiliche Gemeinschaft ei marschieren nicht über dief zu ihrer Tragfähigkeit in den Herzen und Htfi lagernden Volksmassen Denn wie die Bohlen unc läßt sich nicht dauernd iger Brückenbau wird er* dafür zu danken? Dem struktion, den Ingenieuren unermüdliche Kleinarbeit nach der Vollendung des dem schlichten Tagelöhner, sundheit und Leben zum rägt? Dank ^gebührt auch die Brücke an dieser uns lichten ließ, — Dank ferner i lie Lasten des Baues und tung zu tragen hat, ob* deiner Menschenkreis zu rde. Wem also haben — Fragen, über die man zudenken pflegt. — Ohne Technik kann zw?r kein Aber auch nicht ohne nkeit und Gerechtigkeit, rdert den Bau an der Allgemeinheit am meisten ng am dringlichsten ist. ird sorgsame Schutzmaß- Vollendung ohne allzu «heit oder gar Menschen* m k e i t muß die leitenden die Kraft der Tagwerker bare Schwierigkeiten entn. i jemeinschaftsland unseres Ströme wilddahmflutender zerrissen. Hier und dort Brückenbau durch .über- Die Massen aber e Brücken. Das Vertrauen u Die feste Verankerung nen der an beiden Ufern noch nicht stattgefunden. Latten wirklicher Brücken, hat C ' ' so müssen hier Seele mit Seele von Mensch zu1 Mensch einander vernietet und verbunden sein. Nur dann wird den konstruierten Gebilden einer Volksgemeinschaft dauernde Sicherheit beschieden sein. Deshalb dürfen wir nicht immer ganz allein an die äußerlich gewaltige »Organisation« denken, sondern auch an die menschlichen Verbindungsstücke, die die Festigkeit der Gemeinschaft gewährleisten. Wohl erkennen wir alle d is Versagen der menschlichen Gesellschaft zur Gemeinschaftsbildung. Nur suchen wir allzu sehr immer nach der Schuld oder.gar nach den Schuldigen. Gewiß müssen wir die Ursachen, festzustellen suchen. Bevor wir aber über die Schuld der anderen rechten, sollten wir uns unserer eigenen Fehlhaftigkeit bewußt werden.6) Mit dem Eintritt in eine »Organisation« werden wir noch nicht Geist von ihrem Geist, noch nicht berechtigte, — noch weniger gar erfolgreiche Bannerträger ihrer Gedanken. Mit der Zustimmung zum Endziel werden noch nicht Gegenwartspflichten erfüllt. Um zeitlosen Idealen näher zu kommen, müssen wir zeitliche Realitäten zu erfüllen suchen. Zunädist müssen wir den Weg zu uns selber hnden, zur eigenen Besinnlichkeit über unser bisheriges Tun und — erst recht — Lassen. Dahn . werden wir auch die wahren Gründe und Ursachen erkennen, die das Erstehen einer Volksgemeinschaft bislang verhinderten. Was aber ist Volksgemeinschaft? Jeder von uns wird und darf etwas anderes hier* unter verstehen, — oder besser: erfühlen und erhoffen. Es handelt sich eben um ein Ideal! Wollte man eine für alle Menschen annehmbare und verständliche Begriffsbestimmung prägen — was an sich möglich —, so würde immer nur eine schale Formel entstehen. Es genügt die Volksgemeinschaft eigener Vorstellung und Sehnsucht möglichst klar zu erkennen und ernstlich zu verwirklichen trachten. So werden wir zum Vorbild zunächst für den engeren Lebenskreis, in dem wir wirken. Dann aber auch für die Volksgenossen, die nach einer anderen tjemeinschaft streben oder gar von diesem Streben überhaupt noch nicht erfüllt sind. Gewiß sind auch richtunggebende und kraftstärkende Führer notwendig. Wir können sie erhoffen, dürfen aber nicht - tatenlos auf sie warten. Wir müssen selber beginnen, um berufenen Führern den Weg zu ebnen oder um uns selber zu Führern zu entwickeln. So wird denn ein besinnlich Nachdenken über Führertum notwendig. •) Man wende nicht ein, daß dies alles »Selbstverständlichkeiten« sind. Denn über Binsenweisheiten pflegt man leider am allerwenigsten nadi zudenken. ' t“ 44

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