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Der Orden Bne Briss · 1931-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1931-02-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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schenliebe, das im Augenblick vielleicht wirkungsvoller erscheint. Es gibt heute viele Männer und Frauen im Lande, die sehnend trachten ihre ganze Person* lichkeit in den Dienst dieser Sadie zu stellen, denen aber die materiellen Mittel fehlen, ihr Wollen umzusetzen in die Tat, und gerade auf dem Gebiet der Kleinkindererziehung zerbricht so manches begeistert Geschaffene, weil der Schöpfer aus eigener Kraft sein Werk nicht breit und sicher genug fundieren konnte, und das Verständnis der Masse der Erwachsenen nicht so weit zu erwecken ist, daß die Einsicht zur Opferbereitschaft ausreicht. Das Wort allein ist leblos auch im Gewände tiefsinnigster tw lationen, und so möchte i Sinnspruch Theodor Sto Meister des Hinzelmeiei er seinen Lehrling losspm in die Welr, um den Ste i: Das Wort ist geg Ruf es in's Leb Dann bist du der «'Vorhanden ist es in Es ist ein Nam e, Finden und S c h Das ist die Kunst. bralphylosophischer Spekuyh schließen imit dem tiefen rms, den er dem alten in den Mund legt, als. cht, der binaus2iehen will in der Weisen zu suchen: t :ben unter dje Geister. en' I Meister. keinem Rejch. ein Dunst, aff en*zii.g fei ch — Organisierung der jüdischen Kunstwissenschaft Die Mainzer Tagung. t v_ Von RahelWischnitzet-Bernstein. ■* Während die Juden aus einer Reihe von Wirtschaftszweigen hinausgedrängt werden, ein Problem, dem die Festnummer der Mitteilungen der Großloge von 1930 gewidmet war, -7 sehen wir sie in manchen wissenschaftlichen Berufen neuerdings Plätze erobern, die sie frühet niemals beansprucht haben. Gerade die Kunstwissenschaft galt als eine ausgesprochen christliche Disziplin, und wenn wir heute Namen wie Prof. GoMschmidr, Friedländer, Glaser, Swarzenski und viele andere, besitzen, so ist das ein Beweis dafür, daß die ihrem Stoffgebiet nach allerdings in hohem Maße christliche Kunstforschung nicht mehr als judenfrei bezeichnet werden kann. Das Kunstschaffen übt auf den modernen Juden in noch stärkerem Maße eine Anziehungskraft aus, die wohl berechtigt, von einer Flücht in die Kunst zu sprechen. Man mag über die Sublimierung der Triebe, die in den »höheren« Regionen der künstlerischen Betätigung Befriedigung suchen« denken, wie immer, daß Künstler jedoch, wie Israels, wie Liebermann, Clfagal, Chana Orlowa oder Kissling einen internationalen Markt gefunden haben, zeigt den starken Aufstieg der Juden auf einem Gebiet, in dem ihre Befähigung noch im 18. Jahrhundert durchaus rezeptiv war und über den Durchschnitt nicht hinausging. Auch *die in der Kunstforschung der letzten Jahrzehnte sich durchsetzende Auffassung von der nicht genügend eingeschätzten Bedeutung des Orients, besonders Vorderasiens, für. die europäische Kunst, die einmal in der Losung »Orient oder Rom« formuliert wurde, hat sich dem Judentum als günstig erwiesen. Sie hat zu der freundlichen Gesinnung nicht wenig beigetragen, die heute z; B. der Arbeit unserer Archäologen .entj'egengebracfit wird. Eine Reihe Anzeichen spricht dafijr, daß den gestaltenden, schöpferischen Kräften -im Judentum eine wachsende Aufmerksamkeitzugewendet wird, und, wenn heute Mensa en sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammentujn, um jüdisches Kunstgut zu pflegen, es vor dem es bedroht ist, es zu er Untergang zu retten, wo örschen, — so kann man wohl auf Interesse, Sympathien, Mitwirkung der weitesten Kreise ^echnenj . . Di^ vor kurzem in Ma>nz abgejialtene Tagung der Arbeitsgemeinschaft jfür Sammlungen jüdischer Kunst und Altertümer -j— eigentlich nur eine inoffizielle Vortagung, — bedeutet schon einen Schritt auf dem Wege des Zusammenschlusses derer, die sich um die jüdische Kjunstpflege jund Forschung bemühen. Es handelte kich zunächsjt um die Herstellung einer Verbindung zwischen den Kunstsammlungen, wie wir sie in eineif Anzahl Gemeinden besitzen, Sammlungen 'Von Kultgerär, Handschriften und Drjicken, deren Grundstock meistens der Synagogehsihatz bildpt. Um eine Inventarisierung dieser b escheidenen Schätze durch« zufüfiren, die übrigens oft hohen] künstlerischen Wert besitzen, ist es natürlich wichtig, ^ine Uebersidit über das Material zu gewinnen, Austauschmöglichkeiten zu schaffen, Richtlinien für die Katalogisierarbeit zu fixieret;. Die Aufgabe ist groß genug und doch zu kleitL wenn nicht größeres und wichtigeres angestrebt wird, nämlich die Schaffung von Möglichkeiten für einje systematische Forschungsarbeit- Was die Akademie der Wissenschaft des udentums für die Erforschung der Geschichte,«der 31

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