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Der Orden Bne Briss · 1931-02-01 · Nr. 2 - Februar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 2 - Februar
Date
1931-02-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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r d Erzieher regiert hier jr immer »unorganischer« W( die eigene kleine Leben dauernden natürlichen ,» den Gespielen^bringen sefi Verhalten innerhalb des ki daß es heißen kann: du nicht, daß es so besse r führt die Lösung solchei zu Gerechtigkeit und selbstverständliche Folgen — der Menschenliebe — bezeichnen wir ja die wenn jeder der Beteilig Anpassung aneinander, Währung zu seinem Reef t beidender egoistische Lust monisch in gemeinschafts f< gleicht mit dem jeweils hzierungstrieb Wir werden weiter 4 solches Erziehungssystem, Kinde ausgeht, zwangslä in den Hintergrund treten Denker können dies Zu Ausschaltern Die Aufg nicht etwa , bequemer u schwieriger und verantwo um vieles interessanter. Strenge, dauernde Gespa vom Erzieher verlangt, so: gäbe, psychologisches mögen, W i_s s e n um liehen Fuhlens und Den der einen Seite, um die: keiten und Förderungen auf die ihm anvertrauten zur ^»natürlichen« -Auswirci Fingerspitzengef blick er aus der Passivität aktiv eingreifen muß, geordneten- Gemeinschaft:: werden zu lassen, Akt blick, w:o die Entwicklunj ins Stocken oder ins Abw leisen Anstoßes bedarf, liehe Richtung zu gelänget Ich bin überzeugt, dal Kindergartenarbeit fernste h lender Einstellung leise den über solche »Ideologien«, um keine Ideologien trief r, Realitäten, und wer z. B, sich etwa einen gut g mehr oder weniger doch eise das Kind, sondern serfahrung infolge der organischen« Konflikte mit r bald ein so einsichtiges ndlichen Milieus zustande, tpöchtest du nicht«, meinst ■wäre,-usw. Zwanglos Konflikte auf den Weg I )uldsac^keit, 'die einfach des Identifizierungstriebes sind. Denn als gerecht l^ösung eines Konfliktes, en durch entsprechende durch Verzicht und Gekommr, wenn sich bei - bzw. linlusttrieb har« orderndem Sinne aus« »ntgegengesetzten Icf^nti« zjugeben müssen, daß ein das vollständig vom itfig den Erzieher ganz läßt Nur oberflächliche r icktreten gleichsetzen mit be des Erziehers wird leichter sondern viel tungsvoller, freilich auch Nicht mehr Autorität, mtheit wird in erster Linie n fern Beobachtungs- Ei nfühlun.gsv er« die Besonderheiten kind« ens, Passivität auf Hemmungen, Schwierig« des Gemeinschaftslebens Einzelkinder ungehemmt ung kommen zu lassen, hl, in welchem Augenheraustreten und einmal nicht aus dem kleinen wesen eine Anarchie i v i t ä t ih dem, Augenskurve des Einzelkindes eichen kommt und eines im wieder in die natürviele, die-der praktischen en, auch bei wohlwol- Kopf schütteln werden Aber es handelt sith sondern durchaus um einmal Gelegenheit hat, e 1 e i t e t e n und e i ngespielten Montessorikindergarten oder eine Montessorischulklasse anzusehen und sich einige Stunden in dieser Kindergemeinschaft aufzuhalten, der wird immer wieder überrascht sein über dies Bild einer ohne fremden Autoritätszwang geordnet und wohldiszipliniert lebenden Kinderschar. Fassen wir das Ergebnis unserer Betrachtun« gen noch einmal kurz zusammen: Wer die Förderung von Menschenliebe, Gerechtigkeit und Duldsamkeit auf sein Panier geschrieben hat, der muß zunächst einmal klar begreifen, daß diese Eigenschaften nicht etwa außerhalb unseres seelischen Zentrums liegen und besonderer Pflege bedürfen, um nicht von den eigentlich zentralen bösen Eigenschaften überwuchert zu werden, sondern daß die Menschenliebe ein durchaus zentrales Gefühl der menschlichen Seele ist, das nur des geeigneten Milieus bedarf, um sfeh kraftvoll zu entfalten. Man muß zwar annehmen, daß es ein erdgeschichtlich jüngeres Gefühl in der biologischen Entwicklung des Menschen darstellt afs der rein egoistische Trieb zur Selbsterhaltung und Selbstdufdisetzung, aber gleichzeitig mit der Entwicklung des Gemeinschaftslebens wenn auch sehr langsam doch sicher an Wirkung gewann. Wir sahen, daß diese Erziehung auf natürlichem Wege nur durch Gemeinschaftsbildung erfolgen kann, und Pflege der natürlichen Menschenliebe ohne weiteres zu Gerechtigkeit und Duldsamkeit führt, die weiter nichts sind als die Ausdrucksformen, in der die Menschenliebe im Leben der Gemeinschaft Gestalt gewinnt. So stellen sich also Menschenliebe, Gerechtigkeit und Duldsamkeit dar als die Ausgangs- und Richtpunkte jeder naturgemäßen Erziehung. Wer sie praktisch fördern will, wie das Moritz Manheimer noch über seinen Tod hinaus sich zu tun mühte, der muß sich heute in die Reihen derer stellen, die die Reform unserer Erziehung auf ihr Panier geschrieben haben. Deshalb sollte jeder einzelne und jede Gemeinschaft, die zu solcher Erkenntnis durchgedrungen sind, sich nicht nur mit Worten sondern auch mit der Tat zu diesem Menschheitsidea bekennen, und wem von ihnen ein gütiges Schicksal die Möglichkeit verliehen hat, nicht nur mit geistigen sondern auch mit materiellen Waffen zu kämpfen, der sollte denen beispringen, die heute bereits praktisch ap diesem ^7erk arbeiten. Sie werden mit solcher materiellen Hilfe an dieser Stelle weiter ünd tiefer wirken als mit manch anderem Werk tätiger Men« 30

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