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Der Orden Bne Briss · 1931-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1931-01-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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Dem Kind erhaus in Kowno,das einehervorragendeBe- und Mädchen, eine Haushaltungsschule, ein Mädchenheim deutung für Litauen besitzt, bewilligte der Hilfsverein 1928/29 RM. 7000.—. Am 27. Japuai 1930 wurde das Kinderhaus durch einen Brand zerstört. Der Hi fsverein leitete eine Sammlung ein, die bisher rund RM. 22 000.— ergab. Der Betrag soll zum Wiederaufbau des Kinderhe ims Verwendung finden. Auch auf die Kinderföi sorge in Polen, wo die Gefahr e«d infolge der Riesennot unter ist, hat der Hilfsverein seine Tätigkeit in größerem Maf stabe ausgedehnt. U. a. sind im Jahre 1930 zur Eröffnung von vier Sommerkolonien für erho- 40 000.— bewilligt worden. Bei dem Kulturwerk ii Rumänien betätigt sich der Hilfsverein in verhältnismäßig weitem Ausmaße. Es gilt, die der neuen Zeit zu gewinnen; Frage, der Btrufsfrage, förderlich 'nicht nur von Bedeutung für die sondern auch der älteren Gene- . werden in Rumänien die Jüdische id Gewerbeschulen für Knaben der Verkümmerung der Juc< den Juden besonders groß Geister für die Erfordernis^ zur Lösung der wichtigsten zu sein, eines Problems, das Produktivierung der Jugend, ration ist. Vom Hilfsverein Volkshochschule, Volks- Kurze Uebers cht. ' Die archäologische Abpei Universität beschloß, 1931 Hilfe des jüdischen Archäologi in Samaria Ausgrabungen zu In New york fand die di kanischen Ort-Organisationen leistungen für die osteuropäisi Der König von England 'Australiens, Sir Alfred lsaacs, iesjährige Konferenz der amerii tatt, die Beratungen über Hilfe-;cien Juden abhielt. und Wohlfahrtsanstalten Dem Hilfsverein ist durch die Haffkine hervorragende Bakterio ■ unterstützt. jetzt eine neue große Spezialaufgabe 'Stiftung gestellt worden. Dt»1 oge Professor W. M. Haffkine, der 1860 in Odessa geboren (und am Z5-. Oktober 1930 in Lausanne gestorben ist, hat den jüdischen Kulturproblemen des Ostens tiefstes inneres Interesse entgegengebracht, Professor Haffkine bestimmte ein von ihm hihterlassenes Kapital von etwa anderthalb Millionen schweizer Franken zur Bildung einer Stiftung in der Schweife, deren Erträgnisse vom Hilfsverein zur Förderung von Tajmudhochscfaulen <Jeschiwoth) in osteuropäischen Ländern vjerwandt werden, sollen. — Die Tätigkeit des Hilfsvercins hat bei den deutschen Behörden stets Verständnis gefunden. - Bei dem fünfundzwanzigjährigen Jubiläum des Hilfsvereins hat das Auswärtige Amt den Verdiensten kulturellen und sozialer unter besonderer Hervorhebunj .und der Durchwanderet fürsorge des Hilfsvereins auf dem Gebiete der Arbeit warme Anerkennung getollt, des Schulwerks im Orient in Deutschland. Bei der diesjährigen aml liehen Preisverteilung für »hervorragende landwirtschaftliche L< istungen in den Sowjetrepubliken« erhielten elf jüdisdie landwirtschaftliche Produktivgenossenschaften in der Ukraine St iats - Preise. Stalin richtete ein herzliches Glückwunschtelegnmm an die jüdischen Bauern, in dem er erklärte, daß von tun an niemand mehr behaupten könne, die Juden seien zur Landwirtschaft ungeeignet. Australien. Isaacs wurde 185S als Sohn eines armen jüdischen Schneiders in Melbourne geboren und hat sich einst durch Unterrichtsstunden die Mittel : um juristischen Studium selbst verdienen müssen. Et disdier Organisationen. .ist tätig' es Mitglied verschiedener jüilung der britischen Härvardit bedeutenden Mitteln und mit en Professor Sukenik-Jerusalem veranstalten. Der bekannte. Schriftsteller^ Theaterkritiker und Hochschuldozent Julius Bab! wurde am 11. Dezember fünfzig Jahre alt. Bab, der auch ver: diiedene Schriften über jüdische Themen;i. große Verdienste um die deutsche erworben/ sein bisheriges Lebenswerk sogar auch in der verfaßte, hat sich u., Volksbühnen^ewegung wurde in der gesamte t deutschen Presse, rechtsstehenden, gewürdigt. Lan Der Bürgermeister von New York, James Walker, erklärte in einer politischen Rede: »New York ist die kosmopolitischste Stadt der Welt und zählt 7 Millionen Einwohner. Es wohnen mehr Juden in New York als in irgend einer anderen Stadt der Erde/ im Interesse von K jltur, Wissenschaft und Verkehr wünschte ich uns noch die doppelte Anzahl von Juden!« ■ * Der preußische Landesverband jüdischer Gemeinden veröffentlichte Nachrichten über seine schwierigen und lange andauernden Verhandlungen mit dem preußischen Ministerium in bezug auf Erlangung von Staats - Unterstützungen für leistungsschwache Synagogeng tmeinden zur Aufrechterhaltung des Religionsunterrichts. Der Preußische öffentlichte eine Erklär ji Zeit leider bei allen U schränken müsse. desverbänd jüdischer Gemeinden verng, daß er' sich infolge der Not der nterstützungen und Subventionen ein- Ira großen Saal d :s Schlesischen Bahnhofs zu Berlin fand eine Sitzung des Hilfsvereins der deutschen Juden statt/ es wurde über Hilfeleist jngen für ostjüdische Durchwanderer und den damit verknü >ften Bahnhofsdienst beraten. Die Vereinigten sischen Botschafter in Ökonomen und Publizife Jude in Rußland nicht und schweizer Universt 5 owjet-Republiken ernannten zum rusllrlin dein russisch-jüdischen Nationalten Leo Chintschuk, der seinerzeit als studieren durfte und deshalb deutsche Nach , den neues Zahl der 1914-1&, Deutschlands höher al i ernannte den obersten Richter zum Generalgouvemeur von itäten besuchen^ mußte, tfen statistischen Untersuchi/ngen ist die gefallenen jüdischen Kriegsteilnehmer 12000. ’ Nach verschiedenen amtlichen Feststellungen Ist die Verarmung unter den Juden der miiteleurojiäischen Großstädte nichtjüdischen Bevölkerung. Audi die Wohlfahrtsorganisatioi en der Berliner Gemeinde stellten wieder die fortwährend wadsende Not der Berliner Juden fest und berieten über neue W;ge der Hilfeleistung. Brüder denket bei der Darreichung von Spenden adch an die GroBloge. — 21 —

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