Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1931-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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* Zeitschriften anderer Distrikte., B’nai B’rith, Monatsblätter der Großloge für den Cechoslovakischen Start X. I. O. B. B,Jahrgang IX, Nummer 10, Dezember 1930. Die Gedenktafel für den früheren Ordenspräsidenten Adolf Kraus Ist ip.Rokycan enthüllt Vörden. Für die Aus* führung dieser Tat hat in: besondere Br. Expräsident Hutter ausgezeichnetes geleistet. Die mit der TafeJ verbundene ' Stiftung, über die wir fri her schon berichtet haben, ist von dem Bürgermeister des )rtes angenommen worden. So besteht die Erinnerung a 1 den bedeutenden Ordensführer auch in seiner Heimat < lauernd in Ehren fort. — Dem Bericht über die General;omitee-Sitzung des X. Distriktes entnehmen wir,- daß der Freibrief für eine neue Loge in Olmütz-Proßnitz ertei t worden ist. Die Sdiwesternvereinigung der Prager Logen konnte das Fest Ihres zehnjährigen Bestehens feiern. Br. Vizegroßpräsident Wiesmeyer würdigte m der Frauen. einem Rückblick die Tätigkeit A. Gdt. B’nai B.’rith Mitteilungen für Oesterreich, Heft 10, Dezember 1930, Jahrgang XXX. Br. Fritz Blaskopf bespricht in interessanter Weise die Beziehung von Christoph Columbus zu seinen jüdischen Zeit* genossen. Auf dem Schiff des Weltentdeckers, das die weit* historische Fahrt antrat, befanden sich eine große Anzahl von Juden. Die Frage, ob Columbus selbst ein Juden« oder Marranenabkömmling gewesen ist, ist nicht geklärt. Die Möglichkeit ist nicht von der Hand zu weisen. — Br. Professor Dr. D. Herzog nimmt zu dem Vortrag des -Br. Dozenten Dr. Berthöld* Epstein üb^r Eqpiehungsprobleme in Randbemer« kungen Stellung. Er bekennt sidi im Gegensatz zu Br. Epstein zu der Anschauung, daß das jüdische Kirtd in stärkerem Maße durch die Umwelt als durch die Erbmasse beeinflußt wird. — Der österreichische Distrikt verliert, wie wir dem Nachruf von Br. Dr. Viktor Kellner entnehmen, in Br. Dr. Siegmund Strach einen ausgezeichneten Bruder, der als Arzt fast ein Polyhistor zu nennen ist und dabei zugleich einer der edelsten Menschen war. A. Gdt. Bücherschau. Hygiene und Judent tm. Eine Sammel sch r i f t. Verlag Jakob Sternlicht, Cresden 1930. / Das Judentum der Vergangenheit, im Ghetto lebend, den Gesetzen treu, die Fr ichte von dem »Baum des Lebens«, seiner Thora, erntend ui d dadurch inmitten todbringender Verfolgungen und Epidi mien sich erhaltend, empfand es niemals als Bedürfnis den Vc rschriften-der Religion kritischgegenn überzustehen. Es befolgte sie gewissenhaft und empfand dadurch das Glück und da: Licht, das Leib und Seele erwärmte. 'Die Neuzeit, welche die Menschheit mit der. religiösen Aufklärung beglücken wellte, hat auch bei den Juden der Mehrzahl nach liberalisie -ende Ideen eingefühtt, nach denen die biblischen und talmu lischen Gesetze n.ur etwas Aeußerliches, dazu noch von cer übrigen Menschheit Trennendes bedeuten sollten, während sie den Geist und die innere seelische Einstellung des jüdischen Menschen gegenüber dem religiösen Empfinden nichi berühren würden. Diesen Anshauungc n gegenüber ist aber eine neue Kritik auf den Plan getreten, keine negierende, sondern eine ■positive. So. zeigt denn; ud) die moderne Bibelexegese vielfach auch aufbauende Dinge: in apologetischem Sinne wird der Segen der Thoravorsc iriften für Leib und Seele anerkannt. ln der gleichen Richte ng ■will auch das vorliegende Werk »Hygiene und Judentum« wirken. Es will beweisen, daß die Hygiene und zwar im e reitgefaßten Sinne des Wortes, die sich im mosaischen Geset : wie in der talmudischen Auslegung geltend macht, von gro lern Segen für die Erhaltung des Judentums gewesen ist. Eahlreiche Einzelartikel verschiedener anerkannter Autoren lehien. dies'mit großer Kraft. Sie beweisen die großen Erfolj e des Gesetzes für die Gesundheit eines sonst unter den sd limrnsten hygienischen Bedingungen lebenden Volkes, das d e aufnehmenden Völker an Langlebigkeit und Geburtenül erschuß seinerzeit bei weitem übertraf. In atlerr Artikeln s ird zugleich betont, daß die jüdischen hygienischen'Vorschriften immer mit religiösen Gedanken verknüpft waren, daß das Leibliche mit den Gesetzesgedanken stets verbunden wurde, genau' wie bei den Gebräuchen des Alltags, und daß durch diese Verkn äpfung der große Erfolg erzielt wurde. Es ist unmöglich, de große Zahl der Autoren, die mit '■gearbeitet und VÜ Grcßfolioseiten erfüllt habtn, hier dem Namen nach aufzuzähl :n. Die verschiedensten religiösen Richtungen haben sich vi reinigt, um das Ganze zu schaffen. Man erkennt die Ansät; ’e zu einer Wiedergeburt der Wertschätzung der Thoragese:ze. Ueberall wird mit Anerkennung und einer gewissen Wel mut auf die innerliche Wirkung der nur scheinbar äußerlich;n Vorschriften hingewiesen. Man sucht nach Möglichkeiten, das. so. kritische Judentum der Neuzeit von der Ueberkritik zu befreien und* es mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele den bewährten und keineswegs unmodernen Vorschriften der jüdischen Hygiene zuzuführen, von deren großen Erfolgen das1 vorliegende Werk so beredt erzählt. Das Buch - sei allen Glaubensgenossen jedweder Richtung wärmstens ><’tnpfohlen. Prof. H. Rosin. Der Morgen. — Das neuerschienene Heft 5 deS VI. Jahrgangs enthält folgende Aufsätze: D r. Aull: Persönlichkeit oder Masse? > M a x Dienemann: jDie Lebensgestaltung der jüdisthetr Frau. Bertha Pappenheim: Vision. Max E rch e I b a th e r: Vom Sinn der jüdischen Trauung. Dr. Carl Gebhardt: Das Lied der Lieder. Wilhelm Michel: Die Schicksalsfrage des Nationalismus. Paul Bettelin: Jewish Colonisation Association. Jakob Meitlis:. Randbemerkungen zur jüdisch-deutschen Erzählungsliteratur des 16. Jahrhunderts. Julius Bab: Das Buch Bayern. Literarische Hinweise: Margarete Susmann: Das Leiden am Ich. Otto Meller: Vom Durchbruch des Religiösen in der neueren Literatur. Walter G ö t z: Der Dreyfus-frozeß. * Ludwig Traube, ein oberschlesischer Wohl» täter der leidenden Menschheit. Br. M i ch a e I F r a e ,n k e 1 - Breslau setzt in der »Oberschlesischen Monatsschrift für das heimatliche Kulturleben« seine Erinnerungsbilder großer jüdischer Persönlichkeiten, die oberschlesische Beziehungen haben, fort. Diesmal ist sein Gedenken Ludwig Traube gewidmet, dem großen Bahnbrecher auf dem Gebiete der Medizin, der allen Schwierigkeiten zum Trotz um die Mitte des vorigen Jahrhunderts herum ordentlicher Professor in Berlin wurde. Jüdisches Lexikon (begründet von Dr. Herlitz und Dr. Kirschner) in 5 Bänden abgeschlossen. Drei Jahre nach dem Erscheinen des ersten Bandes des Jüdischen Lexikons ist nunmehr mit der Herausgabe des 5. Bandes das Werk zu Ende geführt und zum ersten Male in deutscher Sprache ein Handbuch des jüdischen Wissens zustandegekommen. Was die ersten Herausgeber Dr. Herlitz und Kirschner sich in jahrelangen Vorarbeiten zum Ziel gesetzt hatten, ist erreicht: auf verhältnismäßig knappem Raume, in nur fünf Bänden ist die Kultur des Judentums im weitesten Sinne des Wortes dargestellt, wie es dem Stande der heutigen Wissenschaft entspricht, wobei die Wissenschaftlichkeit zwar die notwendige selbstverständliche Grundlage bildet, aber die Darstellungsweise wohl immer so ist, daß fit zuckerkranke die SpezIalnÄhrmlttel von GOLDSCHEIDER > KARLSBAD Berlin-Chor lottenburg 4, Schilleritreije 60 Telefon: C 4. Wilhelm 7336 Prospekt frei.“ Postversand in |sns Deutschland. 22 —