Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1931-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
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überqueren einen Fluß, der gefragt, 'welches Interesse i alle Juden ihren Geist so ihren Körper, so wäre die verwies darauf, daß wir mit Jugend beginnen müßten die Hillel-Organisation in Judentum an den Universitä sich bemüht. Nach Reden Propagandafragen, kam des Distrikts zum ty’ort, Baal-Schem sieht zu und wird daran hätte. Er sagt: VC'enn trainierten, wie diese Akrobaten njessianische Zeit da. Der Redner dieser geistigen Uebung bei der iAkI sprach dann eingehend über J. S. A., die das selbstbewußte len zu entwickeln und zu stärken anderer Brüder, zum Teil über zum'Schluß der Großpräsident Rede zweifellos den Höhe-» fasi de ssen Warschauer Kongreß zur Bekämpfung des Frauen- und Mädchenhandels. Von Br. Dr. Felix G o I Daß der Inter zur Bekämpfung Mädchenhandel man ihre Bedeutung fü Westen ist sie wohl lieh und v e r w a erfassendes, mo f e n d es Problem liehe Frauen h'andelt, Hebel die Armut der bildung, insbesondere d :s weiblichen Teils. Der Internationale nur die moralische ufld Erscheinung, und darf) und ebenso wendete Anstellung jüngerer we insbesondere in Latein punkt des Abends bildete. In ergreifenden Worten wies er ' darauf hin, daß das Judentum Jahrtausende überdauert hat und so ein lebendiger Beweis für die Wahrheit der Bibel ist. Nicht Entwicklung des Körpers, wie bei den Griechen, sondern Entwicklung dts Geistes führt in die Ewigkeit. Bei der Jugend, ja schon bei deren Eltern und Großeltern müssen wir anfangen, echten jüdischen Geist einzupflanzen. Das ist das Hauptwerk der Logen, und deshalb müssen wir versuchen, alle Juden, auch die fern von den Städten wohnenden, zu Logenbrüdern zu machen. mann, Leipzig. ♦ ationalejKongn des Frauen» und in Wa r s c h a ufstattfand, wo ein Studium der sozialen Verhältnisse den aus vielen Ländern entsan Iten Teilnehmern manche Aufschlüsse über das Jebel hätte geben können, hat nicht die gewünsd te Wirkung gehabt. Die Frage des Frauenhandels ist eine ganz andere, wenn man sie vom Standpunkt der west» europäischen Lä tder betrachtet, und wenn e ß den Osten ermißt. Im in der Hauptsache recht» t u n g s t e c h n i s c h zu alisch zu bekämp» er Sittlichkeit. Im Osten aber ist sie,lediglich Ausfluß der 'sozialen Not. Ob es sich de rt um jüdische oder christ» inmer* ist die Ursache aller Bevölkerung und die Un- ^ongreß freilich betrachtet die rechtliche Seite der er auf diesen Gebieten erfolgreiche Arbeit gelei;tet hat und leistet, bewies Varschau. Für die stTaf» Zuhälter, die Zurückiler die Zuammenkunft in rechtliche Behandlung Schaffung von Prostitu erten aus dem' Auslande wurden sehr beachtenswerte Vorschläge gemacht, man das Augenmerk der >licher Kräfte im Auslande, Amerika zu. Aus den übrigen Verhandlungsg zgenständen ist besonders die Vorsorge hervorzu leben, welche man alleinreisenden weiblichen -‘ersonen angedeihen läßt, und der Schutz der Flauen und Kinder in den Kolonien. Freilich bet ziligte sich auf Grund der gegenwärtige^ politisch tn Sachlage die deutsche „l Abordnung an diesem letzteren Thema nicht. Neu war eine von Deutschland angeregte Besprechung der Frage, inwieweit der -Film in Beziehungen zum Mädchenhandel stehe, ob er insbesondere ' auch als Aufklärungsmitte’l zum Schutze weiblicher und jugendlicher Personen benutzt werden könne- Praglos hat der internationale Zusammenschluß auf allen diesen Gebieten ein? große Bedeutung, und die Arbeit des Kongresses fand schon aus diesem Grunde bei den polnischen Behörden und Vereinigungen allergrößte Beachtung. Daß es aber wünschenswert wäre, die internationale Arbeit auch ,auf die sozialen Grundlagen des ^Problems auszudehnen, muß immer wieder betont werden. Zumal wir Juden müssen erkennen, daß der Kampf gegen den Mädchenhandel im wesentlichen prophylaktische Erziehungsarbeit ist. Gewiß können Kongresse und Vereinigungen die wirtschaftlichen Lebensbedingungen von Volksmassen nicht bessern, und durch Beschlüsse ist noch nie eine Aenderung der materiellen Verhältnisse erreicht worden. Welchen 1 Segen aber insbesondere die Errichtung von Handwerks» und Gewerbeschulen, die die jüdischen Mädchen des Ostens in feste Berufe führen, welche Bedeutung eine Propagap» dierung des Gedankens, daß jedes Mädchen des Ostens einen Lebensberuf ergreifen muß, haben könnte, braucht nur angedeutet zu werden. So .tapfer die . polnischjüdischen Organisationen arbeiten — ganz besonders fühlte ich das, als ich auf der Rückreise in Lodz verschiedene Institutionen und ihre Verwaltung kennen lernte, — so bedauerlich war es, daß dieser Internationale Kongreß nicht auch den jüdischen Organisationen die Gelegenheit gab, sich wie vor drei Jahren in London zu einem konfessi<j>» i 13