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Der Orden Bne Briss · 1931-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1931-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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leben der Brüder« gestellt, weil wir dadurch auch solche Brüder dafür gewonnen haben, die sonst schwerer aus sich herai sgegangen wären. Nach einigen Monaten gingen wir jedoch dazu über, das Thema allgemeiner zu fassen. Unser Zyklus hat nunmehr das Motto: »Ernstes und Heiteres aus dem Leben der Brüder.« Wir glauben sagen zu dürfen, daß diese Berichte bei den Brüdern großes I iteresse finden. Sie geben uns Aufschluß über die ' erschiedensten Berufe und Lebensgebiete, mit denen der einzelne sonst nicht in Berührung kommt. \ or allem aber bringen sie die Brüder einander näher Die Sjtzungsabende, an denen diese Berichte?rstatret werden, sind infolgedessen stets besonders gut besucht. Zu unserer Freude haben sich Brüder auch spontan erboten, über ihr Leben und i ire Interessensphären zu sprechen. . . Bei der Wahl unserer Vortragsthemen soll aber außer der Verbut denheit der Brüder der eigenen Loge auch der Zusammenhang mit den Schwesterlogen seinen Ausdruck finden. Zugleich wollen wir uns die Erfa hrungen zunutze machen, die in anderen Logen gesammelt wurden.- Diesen Zwecken dient ein zweit :r Zyklus mit dem Motto: »Aus dem Leben de- Schwesterlogen«. Wir richten an die Brüder alhr — nicht nur der Berliner — Logen die Bitte, uns über die Entstehung und Entwicklung ihrer C temeinschaft, über die, besondere Note ihrer Arwit Aufschluß zu geben! Wir begrüßen mit Freude Redner der Schwesterlogen im Rahmen dieses Die besondere Note häufig schon in der W; Wahl des »Logenpatron!« zum Ausdruck. In der Spinoza-Loge ist seit eher in jedem Jahre ein regelmäßigen Abständen aus Spinozas Schriften Zyklus. der einzelnen Loge kommt hl ihres Namens, in der Vortrag über das Leben und Wirken des großen Amsterdamer Philosophen gehalten worden. 'Hm letzten Jahre sind wir acch dazu übergegangen, in geeignete prägnante Stellen — insbesondere aus der Briete an den O.B.B. Heimabende. Aus einem Bericht des Br »Ethik« — ■ am Beginn unserer Arbeitssitzungen zu verlesen. Auf unsere Schwesternvereinigung und auf unsere Jugendabteilung müssen wir bei der Programmgestaltung natürlich auch Rücksicht nehmen. Wir begnügen uns nicht damit, der Anregung der hw. Großloge entsprechend, Vertreterinnen der Schwesternvereinigung zu Ausschußsitzungen zuzuziehen, sondern unsere Brüder nehmen gelegentlich' geschlossen an Sitzungen der Schwesternvereinigung teil. An solchen Sitzungen müssen freilich Themen behandelt werden, die auch das Interesse der Brüdbr t finden. Ebenso haben wir uns bereit erklärt, in gleicher Weise ab und zu an Sitzungen unserer Jugendabteilung teilzunehrhen. Schließlich ist bei der Programmgestaltung auch auf die Logen Propaganda Bedacht zu nehmen. .Wenn man zu offenen Logen Gäste einlädt, die man für die Loge zu gewinnen hofft, so müssen Vortragsthemen gewählt werden, die sich auf das Logenleben beziehen und zugleich von allgemeinerem Interesse sind. Freilich suchep wir neue Mitglieder weniger in der Weise zu. gewinnen, daß wir sie zu offenen Sitzungen der Gesamtloge einladen, als dadurch, daß wir sie an den von Br. Expr. Willy Cohn eingeführten Heimabenden der Ausschüsse teilnehmen lassen. Alle diese Anregungen aus der Praxis mögen manchem Bruder ungewohnt erscheinen Unsere Arbeitsweise muß aber in steter Wandlung begriffen sein. Der Logengedanke hat sich nicht, wie vereinzelte Brüder befürchtet haben, überlebt. Jede Zeit muß nur ihren Ausdruck,, ihre eigene Gestaltung finden! Die Gründer desi Ordens haben in einer Zeit, in der ein jüdischer Zusammenschluß noch etwas Unerhörtes war, unsere Gemeinschaft ins Leben gerufen. Wenn wir jede lErstarrung vermeiden, erweisen wir uns als ihre Nachfolger. Audi sie rufen uns zu: »Nur wer sich wandelt, ist mit uns verwandt!« 1 , . Expr. Orthai, Nürnberg hören wir, daß auch die Jakob H< rz-Loge dazu übergegangen ist, zur größeren Annäherung de r Brüder Heimabende zu veranstalten. Es wurde Wert larauf gelegt, daß unter einer Anwesenheit votr. etwa 10 C iästen ^Blqdestenj 2 Brüder sich beenden, deren Stellung in d' r Loge oder persönliche Eignung die Unterhaltung beeinflußt i nd in die beabsichtigten Bahnen lenkt, also möglichst Fragen de Logenlebens odersonstigehöhere Gesichtspunkte erörtert werden. Um eine freimütige Aus* spräche1 über persönliche Verhältnisse öder Sorgen zu ermöglichen, sollen sich im Laufe des Abends kleine Einzelgruppen herausbilden. Die Veranstalter der Heimabende sollen einem früheren Abend beigewohnt haben, um eine gewisse Ueberlieferung zu schaffen und Erfahrungen zu vetwerten. Die Anwesenheit von Schwestern' erscheint nicht ratsam, da Männer untereinander leichter aus sich herausgehen. Die Bewirtung möge in einfachster Weise erfolgen, um einem weiteren Kreise 16

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