Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1931
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1931-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Installation wird von dem englischen Distrikt vorgenommen werden. Es ist zu hoffen, daß die Loge, die den Namen R a s c h i gewählt hat, sehr bald ins Leben gerufen wird. Die Bemühungen, Logen in Riga und K o w n o zu gründen, gehen weiter. Auch für Norwegen besteht die Möglichkeit der Gründung einer Loge. Br. Großpräsident Popper- Prag überreicht die Photographie der Gedenktafel, die vor etwa 1^ Tagen an dem Hause angebracht worden ist, in dem der Ordenspräsident Adolf Kraus seine Kindheit verlebt hat. Er bringt namens des von ihm vertretenen Distriktes den Wunsch zum Ausdruck — bei aller Verbundenheit mit Amerika den Charakter als Orden aufrecht zu erhalten. Br. Großschatzmeister Bach: Die Finanzgebarung ist darauf abgestellt, mit geringen Mitteln möglichst großen Nutzen zu erzielen.' Trotzdem ist seitens des Geschältsausschusses ein Ausschuß eingesetzt worden, der gewisse Richtlinien für Einsparungen durch die Großloge aufstellen soll. Für die letzte Großldgenperiode ist von ihm eine genaue Zusammenstellung über die Ausgaben gemacht worden. Nach dieser Aufstellung betrugen die Ausgaben für Verwaltungszwecke 26,7°/o, für soziale Zwecke 58,87°/0 und für geistige Zwecke 5*/a etc. Die geringen Ausgaben für geistige Zwecke haben darin ihren Grund, daß die Großloge ja nicht die Stelle ist, allein geistige Aufgaben zu erfüllen, sondern daß dies besonders in den Aufgabenkreis der Logen fällt. Rückstellungen sind gemacht worden. Diese Beträge können in Zeiten der Not, wenn die Einnahmen die Ausgaben nicht mehr decken sollten, in Angriff genommen werden. Auch den Logen gegenüber muß immer wieder zum Ausdruck gebracht werden, daß die in besseren Zeiten angesammelten Vermögen nicht thesauriert werden. Diese Vermögen sind dazu da, in Notzeiten angegriffen zu werden. Die Ablösung der K. S. 0. von der "Großloge bedeutet eine ^außerordentliche Erleichterung für de Finanzgebarung der Großloge. Die Ausbildung der Schwestern der K. S. O. war immer mit Schwierigkeiten verbunden, insbesondere deshalb, weil in Berlin keine Ausbildungsmöglichkeit vorhanden war. Die K. S. O. arbeitet mit 25 Schwestern und 4 Lehrschwestern. Nunmehr ist es gelungen, mit dem Krankenhaus der jüdischen Gemeinde zu Berlin ein Abkommen zu treffen, nach dem dort 6 Schwestern der K. S. O. ausgebildet werden. Notstandsfonds zur Linderung der Winternot. Br. K a t z überreicht einen von ihm und sechs anderen Brüdern gezeichneten Antrag: das Generalkomitee möge dem von" den Preußischen Ministern Hirtsiefer und Severing geschaffenen Notstandsfonds zur Linderung der Winternot sofort einen größeren Betrag überweisen lassen. . » ' Logenverbände. Vizegroßpeäsident Br. Li s s e r - Hamburg berichtet über eine Sitzung der Logen verbände bezw. ihrer Vertreter in Gemeinschaft mit den Kommissionen, die über die Ausgestaltung der Logenverbände und der Großlogentagung zu beraten hatten. Die Anregung ging von dem Präsidenten des bayrischen Logenverbandes aus, der zugleich Präsident der Schwäbischen Loge in Augsburg ist. Die Bestrebungen sind stärker aufgetreten, eine Zusammenfassung der Logenverbände zu schaffen, die die direkte Fühlungnahme zwischen der Großloge und den Logenverbänden einerseits und den Logen s ndererseits herbeiführen sdll. Der , Wunsch der Vertreter dei Verbände geht dahin, einen Teil der Mitglieder des Gener; ilkomitees durch die Verbände — anstelle der Plenarversa nrnjung — wählen zu lassen. Br. Lisser hat Bedenken solche Vorschläge anzunehmen, weil ' sie Ausdruck einer Ge egenheitsgesetzgebung -s. sind. Die Brüder des Generalkomitee s müßten mit ihren Logenverbänden in engste Fühlung treten. Das ist die Lösung. Die Anre« gung von Br. Jeselsohn, 'die Vertreter det Logentrerbände ein- bis zweimal im Jahte mit beratender Stimme an deni Sitzungen des Generalkomitees teilnehmen zu lassen, hat das ’ Bedenken gegen sich, daß sie — einmal eingeführt — schwer wieder abgesdiaffr werden kann. { _ Wirtschaftsausschüsse. Br. Ginsberg berichtet über die Einsetzung von. Wirtschaftsausschüssen in 52 Logen. Esj kommt nicht darauf' an, wie sich die einzelnen Ausschüsse bezeichnen, sondern darauf, daß sie die Tätigteit au^nehmen.j Der-Ostpreußische Logen verband hat sich cer Sache besonders angenommen. Es sind einzelne Erfolge erzielt worde^, . wi.e ja überhaupt; nur Hilfe im Einzelfall gewährt werden kp’nn. Lieber vier Fragen wird Aussprache'erfolgen müssep: 1.. Sollen die Wirtschaftsausschüsse^ des deutschen Distriktes zieh mit denen außerd^ptscher Distrikte in Beziehung setzen?1 j . ■ Br. G. hält es für ausgeschlossen, bei der [ gegenwärtigen allgemeinen Arbeitslosigkeit — auch in den meisten anderen Distrikten — diesen Weg zu gehen 2. Soll ein Branchenverzeichnis hertestellt werden?. Die Arbeit der Wirtschaftsausschüsse 'ohne ein solches erscheint ihm nicht möglich. Es braucht kein gedrucktes Verzeichnis zu sein, sondern,, wie der bayrische Logenverband vorschlägt, ein handshriftlich angefertigtesJ das ausgetauscht wird. J 3. Einrichtung eines Wirtschaftsde cernats bei der Großloge? j Vielleicht kann später einm; I Dezernent die Arbeit übernehmen. . Kraft ist Geld nicht vorhanden 4. Eine der »Logen fürchtet, daß Arbeitsvermittlungsgesetz kollic ieren könnte. Alle Arbeitsnachweise, auch di<nichtgewerbsmäßigen müssen sich unter die Aufsicht der Reichsanstalt stellen. Es fragt sich nun, ob es sich bei" den Wirt schaftsausschüssen' um eine pflichtgemäße Fürsorge für jeden Bruder, der sich an sif wendet, handelt, oder nur um gelegentliche Gefälligkeit. Er selbst stjeht au r dem Standpunkt, daß’es Sich um pflichtmäßige Hilfe: . für jeden Bruder handelt, daß also eventuell die An. meldung der Wirtschaftsausschüsse und'ihre Uhtrr Stellung unter Staatsaufsicht ipi Frage kommt. Eii Bedenken hiergegen würde nicht bestehen:, " Br. Ginsberg bittet, daß die Log :n .und die Brüder de : Generalkomitees für die Einsetzung von Wirtschafts ausschüssen tintreten. J An den weiteren Aussprachen beteiligten sich die Brüder Leszynsky-Berlin, Lewkowitz-Breslau, Lesser» Alleinstein, Goldschmidt-Berlin, Levi-Mainz. ein ehrenamtlicher Für eine besoldete! die Arbeit mit dem Kulturarbeit des Hessischen Log : Br. Levi-Mainz: Von dein band war nur eine minimale Anerkeh gewünscht worden. Von der Großpi nverbandes. Hessischen Logenver ■ inung seiner Leistungen ge sind für die Arbe t