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Der Orden Bne Briss · 1931-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1931
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1931-01-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Es läßt sich nicht leugnen, daß sehr dringende Gegenwartssorgen uns in Atem halten. Berthold Auerbach sagte einmal: Bei allem Ausschau in die Ferne erfordert vor allem die Gegenwart ihr R e ch t! Das Generalkomitee hatte sich l>ei seiner diesmaligen Tagung in der Hauptsache mit dein Problem der gegenwärtigen Wirtschaftsnot zu befassen/ sie ist die Forderung des Tages. Wir stehen vor einer Umschichtung des jüdischen Mittelstandes, vor der Notwendigkeit 'einer wirtschaftlichen Umstellung- Das Wirtschaftsproblem bedeutet, über eine aktuelle Nützlichkeitsfrage, über eine Sorge der Loge hinaus, eine Schicksalsfrage der Judenheit. Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Distrikte. Ergänzende Mitteilungen: Im Anschluß an die zusammenfassenden Mitteilungen von B r. S t e'i n geben wir den Beschluß werden soll. Sie geht < i i auf die Nainensänjderung gefaßt worden ist. I wieder, der in Hinsicht des Ordens in Amerika Es soll eine Denkschrift ausgearbeitet Werden, die in deutscher und erglischer Spräche abgefaßt den einzelnen Distrikten mit der Bitte zu, eventuelle Abänderungsvorschläge zu übersenden. In der Denkschrift spll ausgeführt werden, daß die für A merika geltenden (pründe einer Namensänderung für die außeralmerikänischen Distrikte nicht zutreffen und daß der j Orden durch eine solche Aenderung Schaden leiden könnte. Insbesondere sind dabei die juristischep und gesetzlichen Bedenken hervor :uheben. Füjr dieeuropäischen Distrikte ist es yon entscheidender Bedeutung, daß unsere Logen als Orden zu'Sammehgefaßt bleiben. ' : ■ '! Ein Vorbescheid an das Exekutiykomitieie soll die Denkschrift ankündigen. j . , ' \ Ein ausführliches Piotokoll liegt allen Teilnehmern zuges; mdt worden. 154. Generalkomitee-Sitzung: Berlin, am 7. Dezember 1930. An der Sitzung des Generalkomitees nahmen außer den Mitgliedern des deutschen Distriktes die Vertreter auswärtiger Distrikte teil:. Großpräsident Dr. Ader-Krakau (Distikt 13>, Großpräsident Dr. Popper-Prag (Distrikt 10), Großpräsident l)r. Schnabl-Wien (Distrikt 12),Präsident M. Zelter-Saratean'u- Bukarest (Distrikt 9), Präsident Hüttn.er»Zürid> (Schweizer Logen), Expräsident Dr. van Raalte-Amsterdam (Holländische Logen). Ferner waren bei der Berichterstattung von Br. Großpräsident die in Berlin weilenden- Vertreter der Logenverbände anwesend. Br. Großpräsident B a e c k eröffnete die Sitzung um 9 ll, Uhr. Nach Worten der Begrüßung betonte er, daß die Tagesordnung diesmal auf die Berichterstattung des Großpräsidenten und des Schatzmeisfers beschränkt worden sei, um den Brüdern in der Aussprache möglichst weiten Spielraum zu lassen. Er gedachte der seit der letzten Sitzung verstorbenen Brüder Expräsidenten: Carl Lewip (Spinoza-Logz) Ludwig Haas (Carl Friedrich-Loge) Moritz Peritz (Silesia-Loge) Leopold Sontheimer (Stuttgart«Löge> > Albert Elsässer (Friedrich-Loge) Ludwig Hecht (Frankfurr-Loge) Sascha Simchowitz (Rheinland-Loge). Ferdinand Alexander (Berthold Auerbach-Loge) Ueber die Verhandlungen der Generalkomiteesitzung liegt ein ausführliches Protokoll vor, das die uneingeschränkte Wiedergabe aller Ausführungen enthält, ln dem zum Abdruck gelangten Bericht sind nur diejenigen Punkte hervorgehoben, die für’ eine größere Öffentlichkeit von Interesse sind. Fragen der Verwaltung, die bei aller Bedeutsamkeit nur internes Interesse haben, sind auf das engste Maß zusammengedrängt. vor ünd ist I. Die beiden letztgenannten Brüder, waren akfive Präsidenten "ihrer Logen, die durch den betroffen sind. Br. Großpr; Persönlichkeiten der Brüder auf deren Mitarbeit sein darf. Die Anwesenden habei Stehend angehört. Br. Großpräsident begrüßte Tod ihrer Führer* sjfamerzlich sident jeürdigtei .besonders die Dari Lewin unq Ludwig Haas, führender Stelle der Orden stolz . i ■ die Worte fies Gedenkens die nunmehr ersjhienenen Er ver- Vertreter der auswärtigen Dii trikte' aufs herzlichste. { las das von Br. Kuznitzky ringegangene Schreiben,! das den Brüdern des Generaikoroitee: herzliche Wünsche übermittelt und in dem Wunsche gipfelt, es möge durch außerordentliche Spenden und Stiftungen die Finanzkraft der Großlöge gestärkt werden, damit sie, gest itzt auf große Mittel, iftre Aufgaben weitgehend erfüllen könne. Br.” Kuznitzky werden Generalkomitees zurrr Ausdruck gebracht. Es sind in der Zwischu besuche ausgeführt worej die Tagungen d er L o telegraphisch, die Grjüße des zeit wieder zahlreiche Ljogena!en, insbesondre wulrd^n auch genverbände durch Brüder des Generalkomitees besebid t. Es wird hierauf besonderer Wert gelegt, weil in die Logenverbände ttiehr" utjd mehr eine Fülle von Arbeit hinein);estellt werden muß. Djle große Zahl der Logen und ihre räumliche Ausbreitung mächt eine gewisse Dezentralisation füt manche Aufgaben notwendig. Denn eine starke Zentrales; tion, wie sie ln unserem-Orden gebpten ist, gewinnt ihr Reicht nur dann, vhdnn überall da, wo es möglich ist, eine Dezentralisation eintritt. j Es ist deshalb besonders begrübt worden, daß auf Anregung des Bayrischen Logenverbandes lezw. von Br. Präsident Wallach (Augsburg) die Vorsitzenden der Logenverbände zu einer Beratung über die besonderen Aufgaben dieser Verbände 11

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