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Der Orden Bne Briss · 1930-11-01 · Nr. 11 - November · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 11 - November
Date
1930-11-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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drei Gruppen ist die Aufgabe gestellt, die, wahre Kraft der drei Ringe Narhans des Weisen zu erweisen. » B’nai B’rlth, MonatsblStter der Großloge für den Cecho8lovakischen Staat X. I. O. B. B , Jahrgang IX, Nummer 7, September 1930. Der cechoslovakiscfae Distrikt bat den Verlust dreier wertvbller Persönlichkeiten zu beklagen : ür. Ehrenvizegroß- Präsident Dr. Josef Sdianzer, Dr. Ignaz Saudek, Professor Dr. Simon Stern sind durch den Tod der Gemeinschaft ent* rissen worden. Unter dem Titel »Der galiläische Wanderet« bespricht* Br. Friedrich Thieberger in längeren Ausführungen ein kürz« lieh erschienenes Werk des Professors an der hebräischen Universität in Jerusalem, Klausner: «Jesus -von Nazareth«. Es wird unsere Aufmerksamkeit besonders darauf hingelenkt, wie manches aus der Lehre Jesu, was gejrissermaßen als Neugut in die christliche Gemeinschaft übergegangen ist, in seinen Einzelheiten jüdisches Lehrgut ist. (Das bezieht sich insbesondere auf die schlichte und konzentrierte Form der Bergpredigt im »Vaterunser«. — Die Unterschiede jüdischer und christlicher Anschauung von diesseits und jenseits mit der aus ihr folgenden Weltbetrachtung werden aufgezeigt. Der Gegensatz des Grundsätzlichen der allmählich hineingelegt Bücherschau. j Im September dieses Jahres begann die altehrwürdige, illustrierte Zeitschrift „Westermanns Monatshefte“ ihren fünfundsiebzigsten Jahrgang. Es ist wohl angebracht, dem berühmten Braunschweiger Verlagshause und seiner heutigen Redaktion anläßlich dieses Jubiläums Worte der Aner« kennung und des Dankes zu übermitteln! Denn' rühriges, buchhändlerisches Unternehmertum, verbunden mit einer stets im guten Sinne modernen Geistigkeit haben mit diesem O gan aus kleinen Anfängen eine Zeitschrift geschaffen, die in der deutschen Kulturwelt stets einen guten Klang gehabt hat und auch heute noch hat. »Westermanns Monatshefte« haben immer Niveau gehalten, sind nie zur bloß »gartenlaubenhafter« Unterhaltung herabgesunken. Daß sie mancherlei ultramoderne Aktualitäten niemals mitmachten, sind ihnen ge« rade als Vorzug anzurechnen. Auch Sterne erster Ordnung, die noch nicht verblaßt sind, wurden von ihnen erstmalig propagiert/ so haben Jahrzehnte hindurch Theodor Storni und Wilhelm Raabe ihre schönsten Novellen zuerst in dieser Zeit schrift veröffentlicht. Von politischen und anderen Ressentiments hat sich die Schriftleitung nie beeinflussen lassen. Die Monatshefte haben schon Anfang der neunziger Jahre wiederholt auf die überragende Bedeutung Max Liebermanns hingewiesen, sie haben den Aufstieg vieler jüdischer Dichter und Gelehrter wie Wilhelm Fischer-Graz, Karl Emil Franzos, Felix Holländer, Georg Hirschfeld, Jakob Wassermann, Anselma Heine, Kurt Münzer, Franz Molnar, Prof. Dessoir und Oskar Bie usw. mit herzlicher Anteilnahme begünstigt. Hoffentlich sind der schönen, allgemein geschätzten Zeitschrift noch viele Jahrzehnte gesegneten Wirkens und Schaffens besdiieden! Encyclopaedia Judaica. Bd. VI, Eschkol- Verlag, Berlin. Der vor kurzem erschienene sechste Band der großen Enzyklopädie, umfassend die Stichworte »Drama»Gäblnus«, reiht sich in bezug auf gediegene wissenschaftliche Arbeit, ■wertvolle Illustrationen und vornehme Ausstattung den wutde, machte aus dem gallläisdien Wanderer schließlich den Propheten einer neuen Weltanschauung. —• »Das Be* kenntnis eines Künstlers« bezieht sich auf den jüdischen französischen Dichter“Andr< Spires, der eine Anthologie aeft .seinen bisherigen Wetken unjtgr dem Titel »Jüdische Gedichte« herausgegeben hat. Djiese Gedichte sind von Otbkar Rischer ins Tschechische übersetzt worden. Der Dichter ‘Spires hat gewissermaßen die Selbstanalyse seines von! jüdischem Erbe durchsetzten Empfindens in Versen von großer rhythmischer Kraft gegeben. Der Dichter begrüßt die gleiche-! falls von jüdischem Empfinden neu gestaltete Form, j die [ Fischer der Uebersetzung gegeben hat. \ i j% * . >; Hamenora, Organe P6riodique des B6n6 B6Hth du District d’Orieflt No. I. August-September 1930. Jahrgang 8. Nummer 8 9 - ' I 1 Die August-September- Mummer gibt auf dem Wege der Ordensdistriktsorgane und allgemeiner Veröffentlichungen Ueßersichtsnotizen über die Verhältnisse von Juden in-den verschiedensten Ländern: Indieti,Sowjet-Rußland, Polen,yeipen,' Amerika usw. Upber das Lc gen leben der verschiedenen (Distrikt« werden reichliche Einz dnotiztn übermittelt. Professor A. Galante setzt seine Studien über anthropologische VereLhältnisse der Juden in Konstpntinopel fort. ’ A. Gdt 1 früheren Bänden würdig an. die das betreffende Thema haltige Literatur angeben. Neben kleineren- Artikeln-finden wir umfangreiche Abhandlungen, geschlossene Monographien* eingehend behandeln und reich p So z. B. die; Artikel Drama, Drudewesen, Ehebruch, Ehescheidung, Eid*- Eigentum und Efephantine, jene Nilinsel, über die wegen der aufgefundenen aramäischen Papyri am Anfang des 20. Jahrhunderts bei treffend die jüdische Militärkolonie viel geschrieben und’gesprochen wurde. — Ferner wären au nennen: die Abhand« langen" über den Propheten Elia, über d^n hervorragende* Talmudgelehrten Elijahu ben Salomo Salmbn; bekannt uptgZ dem Namen »der Wilnaer Gaon«, def a(s Gegner der 'daf malt beliebten pilpulistischen Lehrmethodle des Talmud läcrf die Erfassung des einfachen Sinnes bedacht war und dafuih auch auf Textkritik großen Wert legte. |Er war auch i ein erbitterter Gegner dies Chassidismus. -4 Weiterhin Spion hervorgehoben: die ausführlichen Abhanc lungen, wie Elkaß, Emanzipation (in verschiedenen Ländern), England, Erbrecht in Bibel und Talmuc, Ziehung, Eschatologie, Europa, Exil, F wesen, Frankfurt a. M. und Frankreich. In dem vorliegenden Bande ist-u. über »Enzyklopädie« enthüllen. Aus Emigration, Engel, Erstgeburt, fehnanz- und ßanka. auch ein Artikel d iesem ersehen wie oft in den früheren jahren Versücie gemacht wurden, ein brauchbares enzyklopädisches Nachsch -w«r. agwerk zu schaffen, daß aber die Ansätze es höchstens auf wenig: Stichworte gebracht haben. Um so mehr erfüllt es uns mit hoher.Genugtuung, daß wir trotz der überaus schweren Zeit,- in dgr wir leben, neben dem jüdischen Lexikon von Herlidr und Kirschner, Von' dem bereits der fünfte und letzle Bänd vorliegt, diesen stattlichen sechsten Band der -großen Enzyklopädie begrüßen“ dürfen. . , E. 1“. i 1 j_| Die Oktobernummer des „Morgen“ 46. Jahrg. Nr. 4) begannt mit einer bedeutsamen sozialpsychologist len Untersuchung Von W. .Elias berg »Not, Hilfe und RSrsorgje«. Margarete Goldstein erzählt ihre »Eindrücke vön der Lpti- -?j>- — 217 —I

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