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Der Orden Bne Briss · 1930-07-01 · Nr. 7/8 - Juli/August · p. [Seite]

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1930
Issue
Nr. 7/8 - Juli/August
Date
1930-07-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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I i. g die Fürsten, die Häupter gemeinden sich dir gewärtj; der Tausende; Jisraels. Blast ihr Gesduhetter. ziehen die Lage^, die mergenwärts lagern,- blast ihr Gesduiietter zum zweitenmal, ziehen die Lageti, die südwärts lagern,- Gesdimetter sollen sie bl, isen zu ihren zzügen. W'ann man das |Qesarnt sollt ihr blaseni pber nrch: sthmettern. Aharons Söhne, die Priester» sollen in die Drommeten blasen, i die seien euch ^u ewiger Satzung, in eure’ Geschlechter. flind wenn ihr Krieg bekommt in eurem Land wider den Dränger der euch drängt: in die^Drommeten schmettert, so werdet ihr bedacht vor IHM eurem Gott, sd werdet ihr befreit von euren Feinden. Uid an einem Tag eurer Freude und an, euren Gezeiten und an euren Neuungsjeginnen bu set in die Drommeten, [ bei euren Hochgaben, bei euren Friedmahlsdilach« iungen, sie seien euch zum Gedächtnis ICH bin euer Gott, Ein Sechzlgjähr ger. Der Wahrheit die Ehre, vergangenes Jahr um ms von ihm Ein Haus : Mein diese Zeit wuf'te ich noijh nichts Zufall wehte mfr, sein Weg von O J5 t n a c W e s t Der Autor: J e h u d o Ep s t c,i n. E selten schönes, ein schein inniges Buch. Jeh|udO'Ep« stein ist ein. Scjmmerkirc ein Juiikind. Aber nicht die lachende Sonne des glühenden Sommers-. nicht der wolkenlos blaue! Himmel segnete seine Kindheit: ein ärmer Judeij junge der Enge und dejm Elend der Nacht und qer drükker.der. Finsternis einet russisch » polnischen j Ghetto; entstammend — das wat Jehudo Epstein. Wjar! Und heute' -Mit beispielloser. Energie, unerhörter J-iebe zur. Kunst, größter Entsagung eisernem W illen -jweder Armut, noch Hungert Xö: uni Bedrückung ließen ihn v von dem sich selbst vtrgeschric führte Jehudo Epstpin d^ s innere Berufung zwanf: werden! Heute lebt der nun Sechzigiährige in der Kunststadt Wien i als Professor der dortigen Akademie. Sein Name genießt Wehruc Alle or eurem Gott, Künstler teilhaftig Ein Maler, ctm Jehndo Epstein. Seiht tponr&t benen Wege abirren — durch, wozu ihm die großer Maler zu Auszeichnungen, die einem werden können, nennt er sein rigen. des >en Kunst mit Rembrandt| verglichen wird! Und trot;:dem : Jehudo Epstein blieb der stille, bescheidene Mensch, jede Reklame vermeidend und wenn der Jubilar jetzt auf eine längere Reise sich begeben hat, ist : licherlich nicht zuletzt seine Bescheidenheit die- Trieb eder hierzu: die Flucht voi Ovationen Aber trotz seiner Flucht wollenwi r seiner gedenken, von Herzen wünschen, daß ein gütiges Geschick dem großen Maler, dem großen Menschen, dem Juden, dessen Hilfsbereitschaft schon so vielen, vielen zu gute kam, seine ganze Kraft, die uns so unendlich verschwenderisch beschenkte, noch viele Jahrzehnte (erhalten möge! Möge der Spätsommer Jehudo Epstein so reich mit Sonne beglücken, wie dies ein Mensch — im Vollsinn dieses Wortes — vom Schicksal erwarten darf — ein Mensch, ein Künstler von Gottes Gnaden! Jehudo Epstein sei gegrüßt! Nimr|i tausend gute Wünsche enrgegen! Kläre Dreifuß, Karlsruhe i. B.

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