Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August
- Date
- 1930-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Brüder t>5 a t h a n - "rankfurt a. O., Sommer» Pforzheim, Wo I fjf-Breslau, f igen Einzelvorschläge zur Aus» führung der gegebenen Anregungen an. Br. Wolff weist darauf hin, daß in Großstadt 'Logen Mittelstandskassen ein» gerichtet worden sjind, wie seitens der Breslauer Logen, die Darlehen bis zu 1500.— gewähren. Br. Watsch» Breslau >emerkt, daß auch durch das zielbewußte Eintreten einer einzelnen Persönlichkeit, wie bei» spielswCise durch das tatkrä tige Wirken des Präsidenten Hilfe geleistet werden kann, die jüdischen Angestellten ihre seiner Loge in vielen Faller Füc wichtig hält auch er, daß Ansprüche, die häufig im V ißverhältnis zu ihrem Können stehen, nicht zu sehr steigern. Br. Vizegroßpräsident C in etwas pessimistischen Betrachtungen über die soziologischen Grundlagen der vorliegenden Br. Vizegroßpf äsident S o h n * Königsberg äußert sich Frage. Für wesentlich hält »r. durch unser Verhalten zu be weisen, daß die Wertung von Menschen nicht von äußeren Attributen abhängt. ein» Berlin gjaubt, daß man 4. Teilnahme an den kstrebungen zur Siedlung auf dem Lande, eventue I Verwendung der Jubiläums» Spende fü| derartige i Zweck. Br. Redl.ich|»Neiße Möchte die dringlichen Punkte vorangestellt wissen,;um ein So zu bringen. Der JcJbiläumsfoi i< fahren, wenn schon heute best fortproblem zur Auswirkung ds würde eine Stärkung er»' mmt würde, daß er der Ab» Wendung wirtschaftlicher Not .dienen soll. Die Berliner Logen müssen Vakanzen in ihrer Zfi 14 Tage den Logen ’zustelleij. Br. Mayer- FfalberStadt itung im Umdruck alle 8 bis äußert sich über die Frage der Lebenshaltung.!Der Mitte stand bleibt lebensfähig, wenn er sein Verbrauchsniveau erheblich verringert. auch diese Frage n^it einem gewissen Optimismus lösen mul). Organisation1 ist das Entscheidende und hierbei die' Fühlungnahme mit der> Gemeinden und allen größeren jüdischen Organisationen. Der Jubiläumsfonds könnte der Behebung der Wirtschaftsnot dienen. ■ - Br. K r o m b aic h » Essei i: Angesichts der gewaltigen Umwälzungen auf {dem Gebiete des Wirtschaftsmarktes, die eine Zwangslage schaffen, rai ssen wir uns auf die Hilfe im Bruderkreis, d. h. auf Einzelfalle beschränken. Das braucht aber nicht gering eingeschätz: zu werden. Die Arbeit muß mehr den einzelnen Logen als der Großloge zufallen. Er wünscht die Bildung eines Ausschusses für Jugendhilfe, der mit den Jugendorganisationen Fühlung nimmt und auf Unterbringung in Stellungen' beda ht ist. Ein sachverständiger Bruder müßte alle I die gegebenen Anregung :n in .die Form eines Appells und 4a Ricfitlini :n für die Log« n bringen. Br. Levy-Mainzr Zwei Arten von Hilfe kommen in Frage: Hilfe durch Beratung und vorübergehende Hilfe auch durch Darlehen. Sel^K Vorschi; ge gehen in folgender Richtung: 1. Alle verfügbaren Stif [ungsmittel müssen zum Kampf gegen did Wirtscha tsnot mobil gemacht werden. 2. Einwirkung auf seelische und geistige Umstellung der Juden, sowohl c er Arbeitgeber als der Arbeitnehmer. 3. Maßnahmen gegen c ie. Landflucht der Juden. Br.' L e s s e r - Allenstein glaubt daß jede Loge die Möglichkeit hat, 10 bis 15 Stellen zu ichaffen. Sofortige Vermittlung der Vakanzen ist unbedingte Notwendigkeit. Br. G i n s b er g - Berlin faßt das Resultat der Ausführungen dahin .zusammen, daß min unter Zurückstellung aller pessimistischen Anschauungen ii tatkräftiger Weise die Hilfe auf den Bruderkreis beschränket soll. Die Einsetzung eines Wirtschaftsreferenten erscheint zur Zeit nicht notwendig. Die Organisation muß sich erst in Lo);en und Logenverbänden durchsetzen. Nützen die Maßnahmen, die ergriffen werden, nicht, um Firmen und Brüder zu Anstellungei ' in ihren Betrieben zu veranlassen, sq muß mit Boykott und Ausschluß geantwortet werden. Auf Grund der Debatte wii d der Geschäftsausschuß steh an die Logen wenden. Er biltet auch die einzelnen Brüder, sich für die Durchsetzung cer Fordeiungen in den Logen und Logenverbänden einzusetztn. Der gefaßte Beschluß geht dahin : — 1. An die Logen in eindrini {lieber Weise heran zutreten, sie zur Schaffung tezw. zum Aufbau von Organisationen in ihrem K eise anzuregen, die der Behebung der' .Wirtschaftsdot unter den Brüdern di'enen. Eine Zusammenfassung dei einzelnen Wirtschaftsausschüsse der Logen bei den Logenverbanden zu bewirken. Den Berliner Logen und auch den anderen Großstadt» Le gen wird nahegelegt werden, ihre Vakanzenlisten möglichst raich ued oft an die einzelnen Logen gelangen zu lassen. Ersatzwahlen zum Generalkomitee. An Stelle von Br. Oppenheim-Gotha wird Br. P i n t h u s» Eifurt gewählt. An Stelle des verstorbenen Br. E:tpräsidenten Leo Wilk- Ti sit wird Br. L e s s e r - Allenstein zu n ordentlichen Mitglied, Br Hugo Ehrlrch zum stellvertretenden Mitgliede gewählt. ‘ An Stelle des ausgeschiedenen Mitgliedes des Bayrischen Lcjgenverbandes wird Br. Freund- Aschaffenburg gewählt. I Nachträgliche Mitteilung: Nach der Niederlegung des Amtes von Br. Bing ist vom Geschäftlausschuß, entsprechend der Ermächtigung durch das Generälkomitee, Br. G e s s n e r ■ Nürnberg gewählt worden. Verschiedenes. Anträge auf materielle Förderung einzelnen Logenverbände werden untlti sddägigen Verhältnisse dem Ermessen dgs Geschäftsausschusses überlassen. Dasselbe geschieht mit der Frage Stipendien für Rabbiner» und Lehtei Die Logen sollen angeregt werdei verbänden — auch mit den Kameraden zu treten. Schluß der Sitzung um 7W4 Uhr. der Kulturarbeiten der :r Prüfung aller ein» der Wiederbewilligung rnachwuchs. n, mit den Jugend» u. a. — in Beziehung A. Gdt. 128