Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1930
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August
- Date
- 1930-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Es sind eine ganjze Reihe von Zuschriften eingegarlgen. die aber teilweise über das Zic der Wirtschaftsrtof selbst br i Audi darüber nicht, ob es e ne besondere jüdische Wirtschafts not gibt. Selbst; wenn da: nicht der Pall sein Sollte, bleibt die Not unter den Juden n >ch, groß genug, um Abhilfemaßnahmen anzustreben. der jüdischen Bevölkerung ist ckgegangen. Das Steueraufkommen gegenüber dem der Nichtj Im Jahre 1929 hatten: 43,6 °/0 der Steuerzahler eit 29 2 °/0 ,. 5,8 > 6,2 „ 0,3 <*/, „ 0,1 % „ sicht behandelt werden. Br. Ginsberg! geht auf dem allgemeinen [Notstände besonderen Einstellung, e nes Einfühtens in Tätigkeiten, das erst anerzigen werden müßte, ob lanjd hinausgehen. Lieber die Frage udit nicht gesprother zu werden. tden bedeutend zurf Einkommen.^ bis zu „ bis zu . „ bis zu „ bis zu bis zu * darüber.! die einzelnen Punkte £in,- die bei ursächlich mitwirken Besondere'Beachtung virdient auch die Erkenntnis einer notwendige Die Frage, der Orden die Not der jü fischen Arbeitnehmer in Deutsch' lindern kann, muß verneint werden. Hierzu gehören ■entlieh größeri Mittel u id zahlreichere Menschen, als sie un : zu Gebote stehen. Eints aber können die Logenbrüder, kai n jeder Jude tun, daß allrn zugänglichen Betrieben lergn und unteren Posten, bei -Erfüllung aller sa It werden, und daß da, s kott geantwortet wird grundsätzlich Juden in ste Bo; der oder anj ibt, gezwungen werden, dgnn durch sein. i Verhalten :r darauf hinwirkt, dall Juden in es handelt sich um die minne bereits erwähnt worden ist blichen Vorbedingungen ringe» o dies nicht geschieht, mit einem Ebenso müßte ein Logenbruder, seinem Betriebe nicht einstellt für die NWhteinstellu tg keine ausreichenden Gründe De: Orden kann hörigen mildern. nur die Not der Brüder und ihrer Ange Die Vo weise für alle Glaubensgen \ssen zu schaffen, kön len heute aus Geldmängel nicht wiedrr aufgenommen werde n Aber es kann eine Art Betreuu ig der Logenbrüder find ihrer Angehörigen durch Unterbringung in geeignete Stullen vor» inwieweit eine staatliche Ge» müßte geprüft werden. Ein gesehen werden. Ob und nchmigung erforderlich ist. Konflikt mit den Gewerkschaften und Angestelltenverbänden wird in den me sten Fällen vermieden werden, da es sich in der Hauptsäihe um überalterte Kfäfte und um nicht voll Arbeitsfähige nicht mehr unter den Tarif den einzelnen Logen Wirt gesetzt werden, die sich aus' stehen, zusammensetzen, die den einzelnen Bruder oder se Denn es muß berücksichtigt nisatiOnen Zusammenarbeiten, stunden eingerichtet werden, um Kleinarbeit handeln, Persönlichkeit erfolgen kann Brüder nach Branchen und und Stellengesuche müssen werden, auch in der Logenzei aus dem Orden aus; uscheidcn, schädigt er däs Judentum. — krit-gsmaßnahmen, Ar beitsnach» handeln wird, die n; turgemäß fallen. Er schlägt vor, daß in ichaft&ausschüise ein- Brüdern, die im Wirtsdiaftsleben es sich angelegen sein lassen, ne Angehörigen unter; ubringen werden, daß der Bruder den Nöten des Bruders mehr Verständnis entgegenbrinj;t als ein Fremder. Die Ausschüsse n üssen mit den einzeln* :n Orgaes müssen bestimmt: Sprech» Im wesentlichen wild es sich c$e nur von Persönlichkeit zu Es muß ein Verzeichnis der Berufen vorliegen. ' Vakanzen m Logengebäude verc iffentlidit itung müssen Hinweise erfolgen. Die Ausschußmitglieder mit Geschäftsinhabern, müssen ständig die Verbindung nicht mr logenzugehorigen und jüdischen, aufrecht erhalten, es mü: sen Statistiken angefertigt lichtenden'Aufrufe sind zu ur Abschöpfung geböte^ werden. Eine gewisse Zentralisation könite dadurch herbeigeführt werden. Die an die Lögen zu wiedetholen, Hilfe muß bis 'der letzten Möglichkeit werden, daß eine Sammlung der suche bei den Logen verbänden st; «findet, die einen Aus 1 500 M. 300d M. 8000 M. 16000 M. ICOOOCi M. gleich in der Unterbringung von Die Aufgaben, die die Wirtsfhaftsau sind sehr umfangreich, sie erfordern gäbe. Eine stärkere Zentralisation hält der Referent nicht für geboten. Vakanzen und Stetlenge» 1 irüdern i ermöglichen soll, ^schüjse zu erfüllen haben, ein weites Maß an Hin» als die vorgesdhlagene Im tiegenteil: stärkste Die Ergreifung besonderer Maßnahmen zurj Linderung der Arbeitsnot unter den Juden muß mit einer gewissen Vor» Dezentralisation erscheint ihm notwendig. . — Für spätere Zeiten kann an die Einstellung eines WirtSchaftsreferen te# gedacht werden, der die einschlägig :n Arbeiten zu erledigen hat. Zur Zeit sollte von der EinridiQJng eines solchen Dezernats bei der Großloge at gesehen werden. - Die Delegierten der Großloge, bezw. die Treu» brüder sollten wiederholt und diingend auf die Wichtigkeit des Problems hinweisen. Die gemdnsame Bearbeitung der vorliegenden Angelegenheit in den Logen wird den Zusammenhang untereinander und mit' dem Lagenverband stärken. Bei einer wirksamen Durd iführüng des Gedankens könnte auch eine; Entlastung der Jnrets.tützungsfönds für Brüder herbeigeführt werden. Der C rundsatz : Besser Arbeit als Unterstützung! muß von den Lo;cn durchgeführt werden, - denn Arbeitsbeschaffung bedeutet vo beugende Armenpflege. Er bittet die Brüder, in ihren Loge; auf-die- Durchführung des ausgeführten Gedankens hmzuwii ken. Br. R o s e n f e I d » Hannover weist darauf hin, daß der Vorschlag der Einrichtung eines W rtsoaftsausschusses bei gekommen erden. ist.' ln. bei dem E<n» wie Freimaurer und Wirtschaftshilfe aus der Zion»Loge bereits zur Ausführung verschiedenen Fällen konnte geholfen wi tritt von Zahlungsschwierigkeiten kennt: Erleichterung ver schafft werden. , Andere große Brudervereinigungi n, Odd-Fellow sind dazu übergegangen, die der Loge herauszunehmen und besond :rg Brudervereinigungen hierfür zu schaffen, wie den Oddfellosf-Rjat und die Rat» und .. Tatvereinigung bei den Freimaurern, . . Br. Vizegroßpräsident. J e s e l s c h o - Mannheim: Die Ausführung der gestellten Aufgaben ,.puiß mehr von den Logen als von der Großloge In die ^ege geleitet weiden. Eip sehr wesentlicher Punkt ist, erziel er sdi einzuwirken, um den Juden die gesicherten. Stellen dei mittleren Beamten bei der Justiz, bei der Post, bei der E se ibahn und ähnliches schmackhaft zu machen. Audi der Au: ta jsdi der Studierenden und Angestellten aus fdem Bruderkn isi muß in stärkerem Maße stattfindenj weil hierdurch weicitlidie Mittel erspart ^werden könnten. Auf eine größere Bescheidenheit in' der Lebensgestaltung muß immer wieder hingewirkt werter.' Eine erfolgreiche Arbeit wird jedoch in dieser großen Enge nur geleister werden können, wenn sie in Gemeinschaft rtiil d m Gemeindebehörden und den Landesverbänden erfolgen ksiti. Br. L e s s e r - Allenstein präzisie rt die Notwendigkeiten, die dem Orden in der vorliegenden Frage zufallen: a Vermittlung von Stellen <mit Geld ist ni< hl viel zu helfen), Einrichtung von Wirtschaftsausschüssen, Aufzcigung von Vakanzen, schnelle und direkte Verbindung mif 'der Großloge. Größte Eile tut not. Die Anstelluni: Eines bezahlten Wirtschaftsreferenten könnte nun auf dem Wege einer besonderen Kopfsteuer von Rm. 1.- erfolgen. 127